Wettquoten auf den EM-Sieger: zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste und eine Marge in jeder Quote
Stand: 29. Oktober 2026. Die Bewilligungsangaben wurden gegen die Angaben der Gespa und die Bedingungen der beiden Schweizer Veranstalter geprüft.

Sportwetten sind in der Schweiz kein freies Gewerbe. Wer einen Wettschein ausfüllen will, tut das entweder bei Swisslos mit seinem Produkt Sporttip oder bei der Loterie Romande mit Jouez Sport — mehr Veranstalter lässt der Rahmen nicht zu. Das klingt nach einem Detail der Konzessionsverwaltung, ist aber die erste Tatsache, die jede Quotendiskussion auf den Kopf stellt: Der Wettbewerb um den besten Preis findet hierzulande gar nicht statt.
Wer heute nach dem Europameister sucht, sucht nach einem Markt, der gerade ruht. Kein Turnier steht an, das im laufenden Jahr angepfiffen würde. Was bleibt, ist die Erinnerung an das letzte und die Vorfreude auf das nächste — und eine Quotensuche, die ohne das Verständnis des Rahmens nicht zu gebrauchen ist.
Rechtslage: wer auf den Europameister wetten darf
Der rechtliche Rahmen ist das Geldspielgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2019. Sportwetten fallen dort unter die Grossspiele, und die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das am 1. Januar 2021 wirksam wurde. Nicht die ESBK — die ist für Casinos zuständig — und nicht irgendein Bundesamt, das sich um Quoten kümmert. Wer eine Bewilligung will, braucht zwei davon: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung je Spiel. Und die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Für ein Land, in dem ein Dutzend ausländische Marken mit Sportwetten werben, ist das eine bemerkenswert klare Ansage.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei gedeckelt. Der erste ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip führt und ihre Tätigkeit auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 stützt. Der zweite ist die Loterie Romande, die in der Westschweiz als Jouez Sport auftritt, ihren Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne nennt, 2’350 Verkaufsstellen betreibt und 221 Mitarbeitende beschäftigt.
Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, und zwar nicht, weil jemand sie vergessen hätte, sondern weil es keinen dritten gibt. Die Gespa veröffentlicht in diesem Feld im Wesentlichen die Sperrliste — jene ausländischen Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Das ist die eigentliche Antwort auf die Frage, wo die Konkurrenz sitzt: nicht im Bewilligungsverzeichnis.
Der Reinertrag geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Auch das gehört zur nüchternen Einordnung. Wer die Schweizer Quoten mit denen einer Marke aus Curaçao oder Malta vergleicht, vergleicht nicht zwei Spielarten desselben Geschäfts, sondern zwei verschiedene Geschäfte.
Ein Punkt, der später noch wichtig wird: Das Gesetz verlangt für ein Onlinekonto einen Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis zusätzlich einen im jeweiligen Vertragsgebiet des Veranstalters. Die Bewilligung ist also nicht nur auf zwei Marken beschränkt, sondern innerhalb dieser zwei Marken noch einmal auf zwei Landesteile aufgeteilt. Wer in Genf wohnt, kann bei Sporttip nicht mitspielen, und wer in Zürich wohnt, nicht bei Jouez Sport.
Was der geschlossene Katalog erlaubt
Der bewilligte Betsatz folgt einer geschlossenen Liste. Die Gespa führt einen Katalog der autorisierten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, Version 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 des Geldspielgesetzes und Art. 29 der Verordnung. Was nicht in dieser Liste steht, wird nicht angeboten. Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind. Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind. Rankingwetten nur dann, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe niemals.

Das hat Konsequenzen, die man beim Durchblättern eines ausländischen Wettprogramms erst merkt, wenn man zurückwechselt. Ecken- und Kartenmärkte erscheinen in der Liste ebenso wenig wie eine Esports-Sparte. Und weil es keine Esportseite gibt, gibt es sie in der Schweiz auch nicht auf einem bewilligten Wettschein.
Eine Grenze zieht der Katalog auch beim Publikum: Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, sind gesperrt. Das ist keine Marketingrücksicht, sondern eine Bestimmung.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung in seiner Bewilligung hat. Das Gesetz schränkt sie nicht auf bestimmte Live-Märkte ein. Wer also meint, in der Schweiz sei live nur der Halbzeitstand spielbar, irrt. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis überhaupt übertragen wird; wer eine Wette platziert, nachdem der Wettausgang tatsächlich eingetroffen ist, wird mit Quote 1.00 gewertet. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann Swisslos ebenfalls mit Quote 1.00 abrechnen. Diese Regel kostet den Wettenden nichts, solange sie nichts falsch macht, und sie zeigt, wie eng das Zeitfenster um ein Tor herum tatsächlich ist.
Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt. Er ist eine Funktion des jeweiligen Veranstalters und wird hier auch nur so beschrieben. Sporttip bietet ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, vor dem Spiel und live, allerdings nur online und ausschliesslich als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und garantiert ist der Weg für jeden Markt nicht. Wer das als Notausgang einplant, plant eine Tür ein, die nicht in jedem Raum hängt.
Spielerschutz: Verlustlimiten, die vor dem ersten Einsatz stehen
Wer bei einem Schweizer Veranstalter ein Onlinekonto eröffnet, stösst vor der ersten Teilnahme auf ein Formular, das er von den meisten ausländischen Marken nicht kennt: Verlustlimiten. Die Aufsichtsregeln verlangen vom Veranstalter, dass er einen oder mehrere Maximalwerte für Einsätze oder Verluste je Tag, Woche oder Monat setzen lässt, und die Praxis geht über das Minimum hinaus. Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Der entscheidende Teil ist die Physik derselben Zahl. Eine Senkung der Limite gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Das Gesetz sieht 24 Stunden vor; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Diese Wartezeit ist der einzige Mechanismus im ganzen Sportwettengeschäft, der einen Anbieter gegen den ausdrücklichen Willen seines Kunden wirken lässt — und sie ist genau dann am meisten wert, wenn der Kunde sie verwünscht.
Eine staatliche Deckelung der Einzahlungen gibt es in der Schweiz nicht. Das ist eine wichtige Unterscheidung, weil davon immer wieder die Rede ist: Es gibt keine gesetzlich festgeschriebene Obergrenze für Einzahlungen. Was es gibt, sind selbst gesetzte Limiten — und die sind verbindlich, sobald man sie geschrieben hat.
Eine Zahl zur Alterskontrolle gehört daneben, weil sie das Bild dieser Limiten zurechtrückt. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 an Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Knapp die Hälfte.
Spielsperre und Register: die ganze Kette, nicht nur ein Haus
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und diese Sperre wird bis zum Fristablauf nicht aufgehoben. Wer darüber hinaus will, kann eine unbefristete Spielsperre aussprechen — und die wird nicht beim einzelnen Anbieter vermerkt, sondern in einem schweizweiten Register eingetragen. Sie gilt dann auch für Casinos einschliesslich der Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Das Register ist der Teil, den die meisten unterschätzen. Eine Sperre bei einem ausländischen Anbieter bindet niemanden ausserhalb dieser Marke. Eine Sperre im schweizerischen Register schneidet den Zugang zum gesamten bewilligten Spielfeld ab, und genau das ist ihre Funktion. Die Regeln dazu stehen in Art. 80 bis 82 des Geldspielgesetzes: Ausschluss überschuldeter oder spielsuchtgefährdeter Personen sowie die Selbstsperre, festgehalten in einem gemeinsamen Register der ausgeschlossenen Personen. Eine freiwillige Sperre lässt sich gestützt auf Art. 84 der Verordnung erst nach drei Monaten aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.
Die Kehrseite dieser Strenge: Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das steht so im Gesetz, es ist ungemütlich und es ist korrekt.
Auf der Einzahlungsseite bleibt es bei einer Regel, die man kennen sollte, weil sie jede Kontofrage entscheidet: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht, und Kredite an Spielende sind untersagt (Art. 75 Abs. 1 BGS). Wer nach einer Auszahlungsmethode ohne Namensprüfung fragt, fragt nach einer Sache, die es hier nicht gibt.
Wie ernst die Registrierung ist, zeigt der Ablauf bei Swisslos: mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, und pro Person genau eine Registrierung. Die Angaben werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist kein Formular, das man schnell durchklickt, und es ist der Grund, warum eine Registrierung hier ein paar Minuten dauert statt dreiundzwanzig Sekunden.
Einzahlung und Auszahlung: Franken, Namen, keine Umwege
Bevor eine Siegerquote überhaupt relevant wird, steht die Kontofrage. Das Schweizer System ist an diesem Punkt enger als das der meisten ausländischen Marken, und die Enge kommt nicht von einer Geschäftsidee, sondern aus der Aufsicht.
Der erste Punkt ist die Währung. Konten laufen in Franken. Wer gewohnt ist, in Euro zu denken, weil die Euro-Siegerquoten in Suchmasken meist in Euro erscheinen, rechnet beim Auszahlen um — und trägt dabei ein Kursrisiko, das in keiner Quote steht. Ein Gewinn ist erst dann ein Gewinn in Franken, wenn er in Franken auf dem Konto liegt.
Der zweite Punkt ist der Name. Gewinne und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Das schliesst Umwege aus, die bei ausländischen Anbietern zum Standard gehören. Wer eine Auszahlung auf ein fremdes Konto plant — auf das eines Bekannten, einer Wallet ohne Namensprüfung —, plant etwas, das im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht vorgesehen ist.
Der dritte Punkt ist die Auszahlungsdauer nach einem grossen Turnier. Dazu steht in den Schweizer Regelwerken nichts Einheitliches, und die Karten der ausländischen Marken sagen zu ihren Auszahlungszeiten ebenfalls nichts aus. Wer eine Zahl braucht, findet sie in den eigenen Bedingungen des Veranstalters oder in der Auszahlungsübersicht des Spielerkontos. Das ist keine Ausrede, sondern die einzige Stelle, an der so eine Zahl verbindlich steht.
Der vierte Punkt ist der Steuerweg, und er hängt an der Auszahlung. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und erst darüber steuerpflichtig; der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb heisst es dazu «je nach Kanton» — eine kantonale Zahl wäre hier eine falsche Antwort. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender gewinnt weit unterhalb dieser Schwelle: keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn.
Bei ausländischen Anbietern fehlt die Verrechnungssteuer, aber es fehlt auch die Befreiung. Die kantonale Praxis kann Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständiges Einkommen behandeln, unabhängig vom Betrag — die Steuerpraxis des Kantons Thurgau tut das. Wer in der Schweiz wohnt und bei einer Marke ohne Bewilligung gewinnt, sollte sich nicht darauf verlassen, dass die Steuerfreiheit mitkommt. Für den eigenen Fall bleibt nur der Gang zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung.
Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Diese Behauptung taucht in Vergleichen regelmässig auf, und sie ist falsch.
Siegerquoten lesen: aus einer Quote eine implizite Wahrscheinlichkeit machen
Eine Siegerquote ist eine Zahl, die zwei Dinge gleichzeitig transportiert: die Einschätzung des Veranstalters und seinen Anteil. Wer nur das erste liest, liest die Hälfte.
Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Diese zweite Rundung ist der Punkt, an dem sich Schweizer Wettscheine von ausländischen unterscheiden: Wer CHF 5 auf eine Quote von 1.90 setzt, rechnet mit 9.50 und bekommt den Betrag in Fünf-Rappen-Schritten. Bei kleinen Einsätzen ist das eine Randnotiz, bei vielen Wetten eine Serie von Randnotizen.
Die implizite Wahrscheinlichkeit ist der Kehrwert. Aus einer Quote von 6.00 wird 1 ÷ 6.00, also 16,67 %. So einfach ist das. Der Haken liegt nicht in der Rechnung, sondern darin, dass die Summe der Kehrwerte über alle möglichen Sieger hinweg mehr als 100 % ergibt. Dieser Überschuss ist die Marge, und sie ist der Grund, warum eine Quote keine Wahrscheinlichkeit ist, sondern ein Preis.
Was eine Marge von fünf Prozent in einer Quote bedeutet
Ein einfaches Beispiel macht die Sache greifbar. Nehmen wir einen Zwei-Weg-Markt mit einer Quote von 1.90 auf jeder der beiden Seiten. Keine reale Siegerquote, sondern eine Illustration, damit das Verfahren sichtbar wird.
Der Quotenschlüssel dieser beiden Quoten ergibt sich aus 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90). Das ist ein Auszahlungsanteil von etwa 95 %. Die Marge, die der Buchmacher einbehält, liegt damit bei rund 5 % — als Band gesagt: zwischen 5 % und 5,3 %, je nachdem, wie stark die Rundung auf der zweiten Nachkommastelle durchschlägt. Das ist eine Beispielrechnung, keine Siegerquote eines realen Turniers.
Zwei Dinge folgen daraus. Erstens: Die Marge ist für einen einzelnen Markt fest, aber nicht über alle Märkte hinweg — die Marge eines Zwei-Weg-Marktes sagt nichts über die eines Kombinationsmarktes mit vielen Ausgängen. Zweitens: Ein Klick auf eine «faire» Quote von 2.00 auf jeder Seite gibt es nicht; 2.00 auf beiden Seiten wäre ein Quotenschlüssel von 100 %, und diesen Markt gibt es in Wirklichkeit nicht. Er wäre ein Geschenk.
Für den Wettenden bedeutet die Marge, dass ein Sieger über ein Turnier mit vielen möglichen Ausgängen mehr kostet als ein Spielergebnis mit zwei. Das ist der zweite Grund, warum Vergleiche zwischen einer Siegerquote aus dem Jahr 2024 und aus dem Jahr 2028 nicht funktionieren — neben der unterschiedlichen Zahl der Teilnehmer und der Auslosung. Eine Quote ist ein Preis in einem bestimmten Buch zur bestimmten Zeit, geschlagen in einem bestimmten System des Quotenschlüssels. Wer zwei davon nebeneinanderlegt, ohne diese Bezüge zu nennen, vergleicht zwei Währungen.
Prognose: warum ein klarer Favorit kein sicherer Sieger ist
Eine Einschätzung des Turniersiegers lässt sich aus drei Dingen ableiten: Form, Kader, Auslosung. Das ist der ehrliche Kern der Prognose, und wer mehr verspricht, verkauft eine Sicherheit, die es nicht gibt.
Die Form zeigt, welche Mannschaften ihre Spiele gewinnen, aber sie zeigt es an Freundschaftsspielen und Qualifikationsspielen, die im Frühjahr und Herbst ausgetragen werden, und ein Turnier im Juni und Juli folgt einer anderen Logik: kurze Vorbereitung, kurze Regeneration, hohe Dichte. Die Kader zeigen Namen, aber nicht, wie ein neuer Innenverteidiger mit einem eingespielten Nebenmann harmoniert. Die Auslosung zeigt, wem man in der Gruppenphase begegnet, aber nicht, wie sich der Turnierbaum ab dem Achtelfinale öffnet, weil die Besetzung der K.-o.-Runden von Ergebnissen abhängt, die es noch nicht gibt.
Zum letzten Turnier lässt sich das gut zeigen. Bei der EM 2024 erzielten sechs Spieler je drei Tore — Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Sechs Spieler für einen Torschützentitel ist der Hinweis darauf, wie flach die Spitze eines Turniers verläuft. Und dieser Titel wurde über 51 Spiele entschieden, in einem Turnier mit 24 Mannschaften, gespielt in sechs Gruppen zu je vier Teams.
Der klare Favorit ist also auch nie ein sicherer Sieger. Das ist kein Trost für den, der auf den Falschen setzt, sondern eine Beschreibung des Preises: Je kürzer eine Quote steht, desto mehr Wettende glauben an diese Mannschaft, und desto weniger zahlt der Klick aus. Die einzige Prognose, die eine Siegerquote wirklich liefert, ist die, die der Markt selbst schon eingepreist hat.
Was ein Wettender stattdessen tun kann, ist den Blick auf die Auslosung und den Turnierbaum richten statt auf die Tabellen. Die Auslosung der Qualifikation zur EM 2028 ist am 6. Dezember 2026 in Belfast; die Qualifikation selbst wird in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams gespielt. Die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt. Wer die Auslosung liest, sieht mehr als der, der nur die Formkurve liest — denn die Formkurve endet, wo die Auslosung beginnt.
Wettarten: Sieger, Gruppensieg und Torschütze im Vergleich
Nicht jede Wette auf ein Turnier ist eine Siegerwette, und die Unterschiede sind nicht kosmetisch.
Die Siegerwette — der klassische Turniersieger — läuft über das ganze Turnier, im Fall der EM 2028 vom Eröffnungsspiel am 9. Juni 2028 in Cardiff bis zum Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Die Wahl steht bis zum Schluss gebunden. Bei Schweizer Veranstaltern wird das unter dem Namen Langzeitwette geführt, und genau diese Kategorie nennt Sporttip, wenn es um Cash-Out geht: Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten sind cash-out-fähig, online, vollständig, ohne Teilauszahlung. Eine Langzeitwette ist damit nicht in jedem Fall eine Wette, die bis zum Schluss liegen bleiben muss — aber auch keine, bei der ein Ausstieg garantiert ist.
Der Gruppensieg ist die kleinere Wette auf das kleinere Ziel. Sie läuft über drei Spiele, manchmal vier, und sie reagiert empfindlich auf einen frühen Ausrutscher. Ein Aussenseiter, der gegen den Gruppenersten gewinnt, verändert eine Gruppensiegquote stärker als eine Siegerquote, weil sie eine kürzere Zeitreihe hat.
Die Torschützenwette ist die volatilste der drei und die einzige, bei der ein Spieler sein eigenes Ergebnis kaum beeinflussen kann. Ein Stürmer, der nach zwei Spielen zwei Tore hat, ist der Favorit auf den Titel — aber der Titel entscheidet sich über die letzten zwei Spiele, und wer gegen eine tief stehende Mannschaft ausscheidet, spielt nicht mehr. Sechs Torschützen mit je drei Toren bei einem Turnier ist kein Zufall.
Und dann ist da die Livewette, die zeitlich am engsten gebundene Form. Bei Sporttip gilt sie unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Das ist eine Regel mit Zähnen: Wer ein Tor sieht und in derselben Sekunde platziert, kann bereits zu spät sein.
Kombibildungen: was auf einen Wettschein darf und was nicht
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann es die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für den Wettenden heisst das: Zwei Wetten auf dasselbe Spiel gehören in denselben Baukasten, sonst geht der Wettschein unter Umständen in die Prüfung und nicht in die Auszahlung.
Die Grenzen derselben Baukästen sind bei den beiden Veranstaltern unterschiedlich. bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Mindesteinsatz online liegt dort bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Bei Sporttip sind Einzel- und Kombinationswetten bis CHF 1’000 möglich, Systemwetten bis CHF 10’000.
Der Unterschied ist keine Feinheit. Wer mit etwas grösseren Beträgen spielt, merkt bei Jouez Sport schnell, dass CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette der Deckel ist und dass sich das über Multiples nur begrenzt umgehen lässt, weil der Wettschein bei CHF 7’500 Gesamteinsatz endet. Bei Sporttip liegt die Grenze doppelt so hoch, und die Systemwette öffnet den Weg nach oben.
Zwei weitere Regeln gehören in dieselbe Aufzählung, weil sie die Rechenleistung eines Wettscheins ausmachen. Fällt ein Ereignis ab und wird es nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — bei einem Turnier gilt dabei der Turnierrahmen —, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Und bei Jouez Sport liegt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Wer die Siegerwette als Teil einer Kombination spielt, sollte diese Zahl zur Hand haben. Eine Kombination aus ein paar mittleren Favoritenquoten bringt rechnerisch Beträge in Sichtweite dieser Grenze, und die Grenze wird nicht verhandelt.
Was Boni an einer Siegerwette wert sind
Bei den Schweizer Veranstaltern tragen die Preisverbesserungen andere Namen als in der ausländischen Werbung, und ihr Aufbau verrät, worauf sie zielen.
Sporttip betreibt einen Kombiboost, der nur online greift — Prematch, Live und Systemwetten — und mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 verlangt. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Das Wort «bis zu 100 %» in der Werbung bezieht sich also auf fünfzehn Voraussetzungen, nicht auf vier. Der Buchmacher rechnet nicht mit vier.
Bei Quotenboosts und Profitboosts ist die Zielgruppe genau umgekehrt: Quotenboosts gelten nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Die letzte Regel ist die wichtigste und die unauffälligste. Wer einen Boost nutzt und dann vor dem Spielende aussteigt, verliert ihn — nicht nur seinen Vorteil, sondern ihn ganz. Der Boost ist kein Bonus in der Wette, sondern eine Prämie auf das Durchhalten.
Bei Freiwetten und Gratisspielguthaben ist die Lage in der Schweiz eine andere als in ausländischen Vergleichstabellen. Für Gratisspiele oder gratis Kredite braucht es die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Das ist keine breite Palette. Wer nach einer Aktion Ausschau hält, findet hier ein Instrument der Aufsicht, nicht ein Marketinginstrument.
Bonushöhen und Bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den eigenen Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Und die Werbung selbst ist nicht frei: Sie darf nicht aufdringlich sein, nicht irreführen, sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bedroht (Art. 131 BGS). Ein Verbot von Werbung zu bestimmten Tageszeiten gibt es nicht.
Die beiden bewilligten Veranstalter im Vergleich
Die Gegenüberstellung folgt den Kriterien, die für einen Schweizer Wettenden wirklich entscheiden: die Bewilligungslage, die Einsätze, die Auszahlung. Eine Reihung nach Quotenhöhe wäre hier eine Reihung ohne Inhalt, weil die Quoten des einen Veranstalters von dem anderen nicht unterboten werden können — es gibt keinen zweiten Markt, auf dem sie sich messen könnten.
| Kriterium | Swisslos — Sporttip | Loterie Romande — Jouez Sport |
|---|---|---|
| Schweizer Bewilligung | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung als Grossspiel, Aufsicht Gespa | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung als Grossspiel, Aufsicht Gespa |
| Veranstalter | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel | Loterie Romande, Sitz Lausanne |
| Vertragsgebiet | AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH, Tessin und Liechtenstein | Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt, Wallis |
| Mindesteinsatz online | CHF 1 | CHF 2 |
| Höchsteinsatz Einzel/Kombi | CHF 1’000 | CHF 500 |
| System- bzw. Multiple-Wette | Systemwette bis CHF 10’000 | Multiple-Wettschein bis CHF 7’500 Gesamteinsatz |
| Höchstgewinn | Nicht feststellbar | CHF 300’000 pro Wette, CHF 1’000’000 pro Multiple |
| Verlustlimiten vor der ersten Wette | 1, 7 und 30 Tage; Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000 | Pflicht nach Aufsichtsrecht, Ausgestaltung in den eigenen Bedingungen |
Was die Tabelle nicht zeigen kann, ist die eigentliche Weiche. Sie liegt in der Kombination aus Vertragsgebiet und Höchsteinsatz. Wer in Basel, Zürich oder Bern wohnt, spielt bei Sporttip und kann dort mit Einzelwetten bis CHF 1’000 arbeiten. Wer in Genf, Lausanne oder Sitten wohnt, spielt bei Jouez Sport und stösst bei CHF 500 auf eine Grenze, die sich nur über Multiples und bis CHF 7’500 Gesamteinsatz verschieben lässt. Das ist keine Werbung für den einen und keine Kritik am anderen — es ist die Beschreibung eines Rahmens, in dem die Wahl des Veranstalters längst gefallen ist, bevor der Wettende sie trifft.
Die Auszahlungsregeln sind in einem Punkt identisch und in einem anderen nicht vergleichbar. Identisch ist die Namensregel: Auszahlungen gehen nur auf ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers. Nicht vergleichbar ist die Dauer bis zur Gutschrift — dazu schweigen die Schweizer Regelwerke an dieser Stelle, und ein Versprechen über die Schnelligkeit wäre eine Erfindung. Wer das wissen will, prüft die eigenen Bedingungen oder die Auszahlungsübersicht im Spielerkonto.
Wer mindestens 18 sein muss, ist bei beiden gleich, und die Registrierung mit Ausweisprüfung gegen Adressdatenbanken ist der Preis für die Bewilligung. Zwei Marken, zwei Landesteile, ein Bewilligungsrahmen.
Swisslos Sporttip: die breitere Palette und die härtere Altersgrenze
Sporttip ist die Schweizer Marke mit dem grössten Vertragsgebiet. Neben den deutschsprachigen Kantonen und dem Tessin gehört auch das Fürstentum Liechtenstein dazu. Die Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, tätig gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel, überwacht von der Gespa.
Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das ist eine einseitige Klausel, und sie ist keine Kleinigkeit: Wer auf eine bestimmte Limite setzt, setzt auf eine Zahl, die der Veranstalter auch morgen noch ändern darf. Swisslos darf — und muss — Stakes nach einer Entscheidung des Parlaments anpassen.
Das Feld der Wettarten ist bei Sporttip breiter bestellt. Es gibt Systemwetten, es gibt einen Kombiboost mit gestaffelten Prozentsätzen, es gibt Quoten- und Profitboosts, es gibt Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten. Diese Breite ist der eigentliche Vorteil gegenüber dem zweiten Veranstalter, und sie hat einen Preis: Je mehr Baukästen es gibt, desto mehr Bedingungen gibt es auch.
Die Altersgrenze ist die schärfste im lokalen Vergleich, weil sie an der Aufsicht hängt, nicht am Produkt. Minderjährige sind online nicht zugelassen (Art. 72 BGS). Und die Testkäufe der Gespa aus dem Jahr 2025 zeigen, dass das an Verkaufsstellen nicht überall gilt: In 47,5 % von 200 Fällen wurde dort an eine minderjährige Person verkauft. Wer sein Kind mit einem Wettschein an die Theke schickt, verlässt sich auf eine Kontrolle, die in fast der Hälfte der Versuche nicht greift.
Was dieser Anbieter einem Wettenden auf den Turniersieg gibt, ist also nicht nur eine Quote. Es ist eine Systemwette bis CHF 10’000, ein Cash-Out auch auf eine Langzeitwette, und eine Reihe von Verlustlimiten, die man vorher setzen muss. Der Zwölf-Sekunden-Eindruck stimmt hier nicht: Wer glaubt, die Schweizer Veranstalter würden sich unterscheiden wie zwei Kopien, irrt sich.
Loterie Romande Jouez Sport: feste Deckel und ein klarer Multiple-Weg
Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Veranstalterin gibt die Avenue de Provence 14 in Lausanne als Kontaktadresse an, betreibt 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Auch hier trägt der Veranstalter eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel unter Gespa-Aufsicht.
Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Das ist ein engeres Korsett als bei Sporttip, und es hat zwei Folgen, die man beim Durchrechnen merkt. Die Mindestquote von 1.10 schliesst die ganz kurzen Favoriten aus einer Kombination aus — wer einen 1.05-Favoriten mit hineinnehmen will, kann das nicht. Und die Obergrenze von 100’000 für die Gesamtquote ist die Grenze einer Kombination, die viele Aussenseiter auf einem Schein sammelt; sie schützt den Veranstalter vor einem Schein, der rechnerisch in einen Gewinn jenseits des eigenen Höchstgewinns läuft.
Die tatsächliche Grenze liegt aber beim Höchstgewinn: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Diese Zahl trifft genau den Wettenden, der eine Kombination aus ein paar mittleren Favoritenquoten baut und sie für eine sichere Wette hält. Ab einem bestimmten Einsatz ist nicht mehr die Quote das Problem, sondern die Auszahlungsgrenze.
Am schärfsten zeigt sich der Unterschied im Verkaufsstellen-Netz. 2’350 Verkaufsstellen in sechs Kantonen sind eine Infrastruktur, und sie ist die Antwort auf die Frage, wie jemand ohne Onlinekonto und ohne Ausweisprüfung auf einem Server überhaupt an ein Produkt dieser Art kommt. Beide Schweizer Wege sind keine Bewilligung, bei der man sich anmelden und dann vergessen kann.
Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: was ein Vergleich zeigen kann und was nicht
Die Schweizer Regeln enden an den beiden bewilligten Veranstaltern. In der Praxis begegnet man Mal für Mal anderen Marken, und weil die Gespa Domains von Anbietern mit Bewilligung ausserhalb der Schweiz auf ihre Sperrliste setzt, sind sie auch dort zu finden, wo sie blockiert werden sollten.
Die Einordnung ist die nüchterne Antwort: Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und umgekehrt gilt keine auswärtige hier. Das gilt für jeden Anbieter, der eine solche Bewilligung besitzt.
Aufsichtsrechtlich sind die Folgen für den Wettenden konkret. Diese Marken sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, und es gibt keinen Schweizer Rechtsweg. Wer dort spielt, verliert die beiden Mechanismen, die am meisten wert sind, wenn ein Konto aus der Spur läuft. Dies ist eine Bewertung der Marken dieser Gruppe und ihrer Einordnung in die Schweizer Rechtslage, keine Aufforderung, dort zu spielen.
Die Sperrliste selbst ist kein Beweis für Schwere. Die Gespa veröffentlicht sie gestützt auf Art. 86 bis 93 des Geldspielgesetzes, die erste Liste stammte vom 3. September 2019, und am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Sie wird aktuell gehalten, ersetzt blockierte Domains innerhalb Stunden und nennt für dieses Vorgehen den Begriff Domain-Hopping; in dem Zusammenhang nennt sie Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 als auf der Liste stehend.
Ein Wort zu der Bewilligungslage, die in den Karten dieser Gruppe steht, und dann zu dem, was nicht dasteht. In den Fällen, in denen über eine Bewilligung nichts gesagt wird, wird sie hier auch nicht behauptet; ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung wird hier nicht mit einer ausländischen Bewilligung aufgewertet. Die folgende Übersicht nennt die Marken mit ihrer Bewilligungslage.
Die Übersicht: Bewilligungslage der weiteren Marken
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Rollbit | keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht feststellbar |
| Bruce Bet | keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht feststellbar |
| BetLabel | keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht feststellbar |
| Betscore | keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht feststellbar |
| Betovo | keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht feststellbar |
| ZotaBet | keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht feststellbar |
| N1 Bet | keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht feststellbar |
| AmunRa | keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht feststellbar |
Diese acht Marken kommen in der Reihenfolge, in der sie in dieser Übersicht stehen. Wer sich bei einer von ihnen ein Konto anlegt, tut das in einem System, in dem die Schweizer Aufsicht nicht zuständig ist: keine Bewilligung, kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können jederzeit auf der Sperrliste landen. Die Reihenfolge in dieser Liste ist keine Rangfolge nach Qualität, sondern schlicht die Aufzählung der Marken, die einem Schweizer Wettenden begegnen.
Wer dort gewinnt, hat zudem eine Steuerfrage am Hals. Es gibt bei ausländischen Anbietern keine Verrechnungssteuer, aber auch keine Steuerfreiheit: Eine kantonale Praxis kann Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständiges Einkommen behandeln, unabhängig vom Betrag — die Steuerpraxis des Kantons Thurgau tut das. Das ist der Punkt, der in keinem Werbebanner steht. Noch etwas: Wer sich auf eine Sportwette bei einer Marke ohne Bewilligung stützt, spielt auf eine Wette, die unter Umständen gar nicht ausgezahlt wird. Und die Schweizer Behörden haben nicht vor, daran etwas zu ändern.
Rollbit
Rollbit trägt keine Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung ist hier nicht feststellbar; sie hätte in der Schweiz ohnehin keine Kraft (Art. 4 BGS). An das Schweizer Sperrregister ist die Marke nicht angeschlossen, und einen Schweizer Rechtsweg gibt es nicht. Domains dieser Art können auf der Gespa-Sperrliste landen und werden dann per DNS blockiert — was in der Praxis bedeutet, dass der Zugang über den Schweizer Internetanschluss verschwinden kann, ohne dass sich an der Seite selbst etwas geändert hätte.
Das ist die ganze Bewertung, die ohne Erfindung möglich ist: Für einen Wettenden mit Wohnsitz in der Schweiz ist das die schwächste Kombination aus Schutz und Rechenschaft, die diese Übersicht enthält. Es gibt keine Bewilligung, es gibt kein Register, es gibt kein Gericht, das einen Fall aufnehmen würde, und die Regeln, die die Schweizer Veranstalter binden — Verlustlimiten vor dem ersten Einsatz, Namensprüfung vor der Auszahlung — sind hier freiwillig statt vorgeschrieben.
Bruce Bet
Bruce Bet ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die gemeldete Bewilligung ist nicht feststellbar; in der Schweiz hätte eine ausländische Bewilligung keine Wirkung (Art. 4 BGS). Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste kommen und dann per DNS blockiert werden.
Der Punkt, der diese Marke von der vorigen unterscheidet, ist der Umfang dessen, was hier offen bleibt: keine Schweizer Bewilligung heisst auch, dass niemand hier verbindlich sagen kann, wie Limiten gesetzt werden, wie eine Auszahlung gehandhabt wird oder an welche Stelle sich ein Wettender mit einem Streit wendet. Wer ein Konto dort eröffnet, übernimmt diese Unsicherheit selbst. Es gibt bei einer solchen Marke weniger, was einem Schweizer Wohnsitz verlässlich entspricht, als der Name einer Währung oder eines Landes vermuten liesse — die Bewilligung ist der entscheidende Punkt, und sie fehlt.
BetLabel
BetLabel ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung, ohne feststellbare Bewilligung im Sinne einer Schweizer Zulassung; eine auswärtige Bewilligung wäre hier wirkungslos (Art. 4 BGS). Kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht. Dazu die Domain, die auf die Sperrliste und damit in eine DNS-Blockade geraten kann.
Das ist ein Anbieter für den Wettenden, der ausserhalb des Schweizer Rahmens spielen will, und nicht für den, der dort Schutz sucht. Bei einem Konto in der Schweiz werden die zwei Werkzeuge, die hier am meisten zählen, nicht mitgeliefert: die Limiten und die Sperre. Wer beide nutzt, muss bei einem solchen Anbieter hoffen, dass Limiten so funktionieren, wie er sie versteht.
Betscore
Betscore trägt keine Schweizer Bewilligung, und eine auswärtige Bewilligung hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS). Kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.
Für einen Wettenden, der Verlustlimiten ernst nimmt, ist das der wichtigste Verlust. Die Schweizer Veranstalter sind verpflichtet, Maximalwerte zu verlangen und Erhöhungen zu verzögern; eine Marke ausserhalb der Schweiz ist an nichts davon gebunden. Wer sich vorgenommen hat, 200 Franken im Monat zu setzen, ist bei dieser Marke auf seine eigene Disziplin angewiesen. Es gibt sie noch, die Limite — man setzt sie selbst, und niemand hält einen daran.
Betovo
Betovo ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS). Nicht am Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain kann per DNS-Blockade von der Sperrliste kommen.
Diese Marke gehört zu derselben Gruppe, und der Unterschied zu den beiden Schweizer Veranstaltern liegt nicht in den Funktionen, sondern im Rahmen: kein bewilligtes Grossspiel, keine Steuerfreiheit nach Schweizer Grossspielregeln über den Freibetrag hinaus, keine Gewissheit über die Auszahlung. Wer einen Gewinn über dem Steuerfreibetrag erzielt, hat bei einem Anbieter ohne bewilligtes Grossspiel keine Schweizer Verrechnungssteuer — und keine Schweizer Steuerfreiheit.
ZotaBet
ZotaBet hat keine Schweizer Bewilligung; eine auswärtige Bewilligung ist in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS). Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain kann auf die Sperrliste und in eine DNS-Blockade geraten.
Was bei dieser Marke fehlt, ist dieselbe Grundlage wie bei den übrigen dieser Gruppe: keine Bewilligung, keine Aufsicht, keine Schweizer Kontrolle über die Regeln. Und die Sperrliste selbst ist kein Nachweis von Qualität, sondern ein Werkzeug der Aufsicht: Sie enthält Domains, die blockiert werden können, und bet365 steht darauf — ein Anbieter, dessen Namen man in einem solchen Zusammenhang kennt. Die Liste unterscheidet nicht nach Ruf.
N1 Bet
N1 Bet ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung, ohne feststellbare Schweizer Zulassung; eine auswärtige Bewilligung hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS). Kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain kann per DNS blockiert werden.
Für den Wettenden, der die Schweizer Steuerfreiheit bis zum Freibetrag gewohnt ist, ist das der praktische Unterschied: Bei einer Marke ohne bewilligtes Grossspiel greift die kantonale Praxis, und die kann einen Gewinn als vollständiges Einkommen behandeln, unabhängig vom Betrag. Der Gewinn ist damit unter Umständen kleiner als der, den die Anzeige auf dem Bildschirm nennt.
AmunRa
AmunRa trägt keine Schweizer Bewilligung, und eine auswärtige Bewilligung hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS). Kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf der Sperrliste landen und per DNS blockiert werden.
Der eigentliche Unterschied zu den beiden Schweizer Veranstaltern liegt hier in der Auszahlung. Gewinne und Guthaben gehen im Schweizer System nur auf ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers; bei einer Marke ausserhalb dieses Systems ist das eine Hausregel und keine Aufsichtsvorschrift. Wer von dieser Gruppe einen Anbieter erwägt, sollte die Auszahlungsbedingungen vor der ersten Einzahlung lesen und nicht danach. Es ist der einzige Rat, der bei diesen Marken wirklich etwas wert ist.
Wann das nächste Turnier gespielt wird und was bis dahin gilt
Die nächste Fussball-Europameisterschaft findet 2028 statt, mit 24 Nationen, in England, Schottland, Wales und Irland. Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Wer eine Siegerquote für die nächste Ausgabe sucht, sucht in diesem Zeitfenster.
Der Ablauf steht bereits fest: sechs Vierergruppen, danach eine K.-o.-Phase mit Achtelfinale vom 24. bis 27. Juni, Viertelfinale am 30. Juni und 1. Juli, Halbfinale am 4. und 5. Juli und das Finale am 9. Juli 2028. Ein Spiel um Platz 3 gibt es nicht. Der Qualifikationsweg führt über zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams, aus denen sich die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten direkt qualifizieren; die Auslosung ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.
Was bis dahin im Wettmarkt passiert, folgt aus dem, was oben steht. Eine Siegerquote auf die EM 2028 entsteht, sobald die Auslosung steht und der Turnierbaum absehbar wird. Vorher ist sie ein Produkt aus Setzern und Buchmachern, und der Quotenschlüssel bleibt derselbe.
Der letzte Titelverteidiger ist Spanien, das am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin England mit 2:1 besiegte und damit seinen vierten EM-Titel gewann. Bei diesem Turnier erzielten sechs Spieler je drei Tore — Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz —, und die Zuschauerzahl betrug insgesamt 2’681’288. Die Fussball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt, mit 24 Mannschaften, sechs Gruppen zu je vier Teams und insgesamt 51 Spielen.
Ein längerer Blick zurück hilft beim Einordnen. Die erste Fussball-Europameisterschaft fand 1960 statt; seit 2016 spielen 24 Mannschaften, von 1996 bis 2012 waren es 16. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln, Deutschland gewann drei (1972, 1980, 1996). Rekordtorschütze ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren; Veranstalter ist die UEFA, und das Turnier findet alle vier Jahre statt.
Für den Wettenden ist an dieser Historie eine Sache praktisch. Der Unterschied zwischen einer 16er- und einer 24er-Ausgabe ist kein statistisches Detail; er verschiebt die Zahl der Spiele und die Zahl der möglichen Sieger. Wer Quoten aus verschiedenen Ausgaben vergleicht, muss das mitdenken. Eine Quote aus dem Jahr 2012 ist nicht vergleichbar mit einer aus dem Jahr 2028.
Und eine Frage bleibt offen, bis der Markt sie beantwortet: Wie wird eine Siegerwette abgerechnet, wenn das Turnier in einer Verlängerung oder im Elfmeterschiessen endet? Bei der EM 2024 fiel die Entscheidung im Finale, wie sie fallen musste, und die Siegerwette wird auf den so ermittelten Europameister abgerechnet — auch wenn der Titel erst nach 120 Minuten feststand. So steht es auch bei Swisslos: der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen abgerundet. Diese Rundungsregel ist der letzte Schritt zwischen einem rechnerischen und einem tatsächlichen Gewinn — und es ist die letzte Stelle, an der die Schweiz anders rechnet als der Rest Europas.
Die Wahl: welcher Weg zu welchem Wettenden passt
Die Schweiz lässt in dieser Frage keine echte Auswahl zu. Wer auf den Europameister wetten will, tut das bei einem von zwei Veranstaltern, und die Wahl des einen schliesst die des anderen aus — nicht durch eine Präferenz, sondern durch den Wohnort. Das ist das Ergebnis, zu dem die Prüfung führt, und es macht jede Rangfolge nach Quotenhöhe zu einer Beschäftigung ohne Inhalt.
Für einen Wettenden mit Wohnsitz in den deutschsprachigen Kantonen, im Tessin oder in Liechtenstein ist Sporttip der Weg. Der Grund liegt nicht in einem Gefühl, sondern in drei Zahlen, die zusammenwirken: CHF 1 Mindesteinsatz, CHF 1’000 Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 für eine Systemwette. Wer kleine Beträge setzt oder sie in einem System bündeln will, findet hier die grössere Spanne. Dazu kommt ein Cash-Out, das ausdrücklich auch Langzeitwetten einschliesst — die Kategorie, in die eine Siegerwette fällt.
Für einen Wettenden mit Wohnsitz in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf oder Jura ist Jouez Sport der Weg. Der engere Rahmen mit CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette und einem Multiple-Schein bis CHF 7’500 Gesamteinsatz verlangt eine andere Spielweise: Kombinationen statt hoher Einzelstakes, mehr Scheine statt mehr Einsatz pro Schein. Wer so spielt, merkt kaum einen Unterschied. Wer hohe Einzelstakes gewohnt ist, merkt ihn sofort.
Für einen Wettenden, der keines der beiden beschreibt, gibt es in dieser Frage keine bewilligte Lösung. Die Marken ohne Schweizer Bewilligung sind der Weg, der übrig bleibt, und sie kosten genau das, was die Bewilligung ausmacht: kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Pflicht zur Limite vor dem ersten Einsatz. Das ist keine moralische Warnung, sondern eine Aufzählung.
Und für den, der sich in diesen zwei Welten nicht entscheiden muss, gibt es diese Option: Er kann sich entscheiden, gar nicht zu wetten. Bei einer Siegerwette über ein Turnier, das 2028 beginnt, liegt der Einsatz bis dahin fest. Wer sie trotzdem spielt, sollte sich über den Quotenschlüssel im Klaren sein, den er bezahlt.
Der letzte Rat richtet sich an jeden: Die Marge steht in jeder Quote, und sie steht nicht drauf. Wer einen Vergleich liest, sollte ihn lesen und dann selbst nachsehen.
Häufige Fragen
Wann findet die nächste Europameisterschaft statt, und wer gewann die letzte?
Die nächste Ausgabe ist die EM 2028 in England, Schottland, Wales und Irland, mit Eröffnungsspiel am 9. Juni 2028 in Cardiff und dem Finale am 9. Juli 2028 in London. Die letzte Ausgabe war die EM 2024 in Deutschland, deren Finale Spanien am 14. Juli 2024 mit 2:1 gegen England gewann.
Bieten Sporttip und Jouez Sport Wetten auf den Europameister an, und was regelt die Gespa-Liste?
Beide Veranstalter sind die einzigen mit einer Schweizer Bewilligung und dürfen Sportwetten auf Grossspielbasis anbieten. Was gespielt werden darf, regelt die Gespa-Liste der autorisierten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten: Sie ist geschlossen, und was nicht darin steht, wird nicht angeboten.
Wie lese ich aus einer Quote wie 6.00 die implizite Wahrscheinlichkeit?
Man teilt 1 durch die Quote. 1 ÷ 6.00 ergibt 16,67 %. Das ist die vom Preis ausgedrückte Wahrscheinlichkeit, und sie liegt über der tatsächlichen Einschätzung, weil in jedem Kehrwert ein Teil der Marge steckt. Über alle möglichen Sieger summiert, ergibt die Summe deshalb mehr als 100 %.
Wie lange bleibt ein Einsatz auf den Turniersieger gebunden, und kann er vorzeitig ausbezahlt werden?
Eine Siegerwette läuft bis zum Turnierende, im Fall der EM 2028 bis zum 9. Juli 2028. Wer vorzeitig aussteigen will, kann bei Sporttip ein Cash-Out nutzen, das auch Langzeitwetten einschliesst — online, vollständig und ohne Teilauszahlung. Garantiert ist es für jeden Markt nicht.
Wie wird ein Gewinn besteuert, und gilt der Freibetrag überall gleich?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn; ab dem 1. Januar 2026 liegt der Bundesbetrag bei CHF 1’071’000. Oberhalb behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein. Der kantonale Freibetrag weicht ab, also gilt «je nach Kanton»; für den eigenen Fall hilft die kantonale Steuerverwaltung.
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Inhalt erstellt vom Team «gratistippsch.com»
