Beste Yankee Wettanbieter 2026: vier Tipps, elf Wetten, zwei Schweizer Organisatoren
Aktueller Stand: 29. Oktober 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Limiten wurden gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos Sporttip und Jouez Sport sowie gegen die Bewilligungsordnung des Geldspielgesetzes und die Aufsicht der Gespa geprüft.
Wer eine Yankee-Wette platzieren will, stösst in der Schweiz auf eine Eigenheit, die es so in kaum einem anderen Markt gibt: Es gibt nicht zwanzig Anbieter zur Auswahl, sondern zwei. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport sind die einzigen Veranstalter, die hierzulande Sportwetten anbieten dürfen. Alles andere, was unter den Suchbegriffen «beste Yankee Wettanbieter» auftaucht, steht ohne Schweizer Bewilligung da.

Das ist keine Nebenbemerkung, sondern die eigentliche Frage. Wer vier Spiele tippt und daraus elf Wetten machen will, sucht nicht den buntesten Bonus, sondern eine Plattform, die Systemwetten überhaupt anbietet, den Einsatz annimmt und den Gewinn auszahlt. Genau hier entscheidet sich, welcher Weg zu welchem Wettenden passt.
Was hinter vier Tipps steckt: Aufbau einer Yankee-Wette
Eine Yankee-Wette bündelt vier Voraussagen zu mehreren Einzel- und Kombinationswetten. Der Aufbau ist fest und nicht verhandelbar: Aus vier Spielen entstehen sechs Zweierkombinationen, vier Dreierkombinationen und eine Viererkombination. Elf Wetten, ein Wettschein. Wer nur die Einzelwetten dazunimmt, landet beim Super Yankee mit fünf Voraussagen, oder beim Heinz mit sechs.

Der Reiz liegt in der Staffelung. Ein einziger richtiger Tipp bringt nichts ein, zwei richtige bringen schon einen Teilgewinn, und je mehr Treffer dazukommen, desto mehr der elf Wetten werden lebendig. Wer drei von vier richtig hat, hält in aller Regel einen Ertrag in der Hand, der über dem Einsatz liegt — vorausgesetzt, die Quoten sind nicht so niedrig, dass die Kombinationen das nicht hergeben. Der Aufbau entscheidet darüber, wie oft Teilgewinne anfallen, und wer das nicht vorher durchrechnet, kauft eine Wette, deren Ertrag er nicht kennt.
Die Marge steckt in jeder einzelnen Teilwette
Hier liegt der Punkt, an dem sich die Werbung vom Rechenergebnis trennt. Bei einer Einzelwette zahlt der Wettende den Quotenschlüssel genau einmal. Bei einer Yankee-Wette mit elf Teilwetten zahlt er ihn elfmal, weil jede Kombination ihre eigene Gesamtquote trägt.

Nehmen wir einen illustrativen Markt mit zwei Ausgängen zu je der Quote 1.90 — ein Beispiel, keine zitierte Preislage eines Anbieters. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe von 1 durch 1.90 plus 1 durch 1.90. Der Kehrwert davon liegt bei rund 0.95, die Marge also bei etwa 5 %. Weshalb eine Bandbreite und keine feste Zahl: Die 5 % gelten exakt für dieses Quotenpaar. Steht ein Markt bei 1.95 auf beiden Seiten, schrumpft die Marge auf rund 2.6 %; steht er bei 1.80 auf beiden Seiten, wächst sie auf rund 11 %. Die Quote ist damit nichts anderes als die Marge, die der Anbieter auf jeden Einsatz behält, in Preisform gegossen.
Für die Yankee-Wette heisst das: Der Effekt multipliziert sich nicht, sondern er wiederholt sich. Die Marge sitzt in jeder der elf Teilwetten einzeln, und keine davon wird durch die anderen billiger.
Super Yankee und Heinz: Wo die Reihe weitergeht
Die Verwandtschaft reicht über die Yankee hinaus. Beim Super Yankee kommen fünf Voraussagen zusammen, beim Heinz sechs, und mit jeder zusätzlichen Voraussage wächst die Zahl der Kombinationen sprunghaft. Der Heinz trägt seinen Namen nicht von ungefähr: Er bildet aus sechs Spielen 57 Wetten, und das erklärt, weshalb solche Systeme als «Wetten für Fortgeschrittene» firmieren, während sie in der Praxis vor allem eines tun — den Einsatz vervielfachen.
Ob man bei vier, fünf oder sechs Voraussagen landet, ist eine Frage des Budgets und weniger des Könnens. Ein System mit elf Wetten bindet elf Einsätze gleichzeitig; ein System mit 57 Wetten bindet 57. Wer den Mindesteinsatz von CHF 2 pro Wettschein-Zeile im Kopf hat, merkt schnell, dass die Rechnung nicht linear wächst, sondern unangenehm schnell.
Wetten auf ein Blatt: Vergleich der Yankeesysteme
| System | Voraussagen | Anzahl Wetten | Aufbau |
|---|---|---|---|
| Yankee | 4 | 11 | 6 Zweier, 4 Dreier, 1 Vierer |
| Super Yankee | 5 | 26 | 10 Zweier, 10 Dreier, 5 Vierer, 1 Fünfer |
| Heinz | 6 | 57 | 15 Zweier, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer, 1 Sechser |
Die Zahl in der letzten Spalte ist der eigentliche Kostenfaktor. Elf Wetten bei CHF 2 Minimum ergeben CHF 22 Einsatz für den kleinsten Yankee; beim Heinz sind es CHF 114, und das, bevor der erste Tipp überhaupt bewertet ist. Diese Summe ist der Grund, weshalb Verlustlimiten im Abschnitt über den Spielerschutz nicht als lästige Pflicht erscheinen, sondern als das Gegenstück zu einer Wette, die den Gesamteinsatz still verdoppelt.
Der Weg in die Schweiz: Welche Wege es gibt und wem jeder passt
Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, hat ein Spielerkonto bei Swisslos Sporttip offen. Wer in Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt oder Wallis wohnt, eines bei Jouez Sport der Loterie Romande. Bewohner der jeweils anderen Landeshälfte kommen online nicht hinein, weil die Online-Teilnahme den Wohnsitz im Vertragsgebiet voraussetzt.
Der zweite Weg führt zu ausländischen Seiten. Sie stehen ohne Schweizer Bewilligung da, ihr Sportwettenangebot ist in der Schweiz nicht bewilligt, und sie sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen. Wer dort spielt, spielt nach den Regeln eines Veranstalters, der hierzulande keine Aufsicht hat.
Dazwischen gibt es für einen Yankee-Vertreter nichts. Kein dritter Anbieter, keine Zweigstelle eines ausländischen Buchmachers mit Schweizer Bewilligung. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten bei zwei gedeckelt, und daran ändert der Suchbegriff nichts.
Die zehn Anbieter im Einzelnen: was jedes Haus im Vergleich auszeichnet
Ein Yankee braucht ein Systemwetten-Programm, ein Konto im Vertragsgebiet oder eine bewusste Entscheidung dagegen, und Limiten, die zum eigenen Budget passen. Genau darauf stehen die zehn Plattformen, die in diesem Vergleich auftauchen — zwei mit Bewilligung, acht ohne —, in der Reihenfolge, in der sie hier bewertet werden.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Zulassung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS | Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| 1Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Zulassung nicht festgestellt |
| Wettigo | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Zulassung nicht festgestellt |
| PowBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Zulassung nicht festgestellt |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Zulassung nicht festgestellt |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Zulassung nicht festgestellt |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Zulassung nicht festgestellt |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Zulassung nicht festgestellt |
| GG.BET | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Zulassung nicht festgestellt |
Die Tabelle ist in zwei Hälften geteilt, und das ist keine Sortierentscheidung, sondern die Rechtslage. Die beiden oberen Zeilen tragen eine Bewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, die acht unteren stehen in keiner Beziehung zur Schweizer Aufsicht. Die Spalte mit der gemeldeten Zulassung sagt für die acht unteren nichts Trostloses und nichts Beruhigendes: Sie ordnet ein, was ein ausländisches Papier im Schweizer Recht wert ist — nämlich nichts, weil eine Bewilligung nach Art. 4 BGS nur in der Schweiz gilt.
Zwei Volkshoheiten, zwei Systemwetten, ein Limitunterschied
Bemerkenswert ist, wie unterschiedlich die beiden Schweizer Veranstalter die Systemwette preislich einrahmen. Swisslos lässt bei Sporttip CHF 1 Mindesteinsatz zu und deckelt eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, eine Systemwette aber bei CHF 10’000. Die Loterie Romande geht bei Jouez Sport vorsichtiger ans Werk: CHF 2 beträgt der Mindesteinsatz online, CHF 500 der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Für einen Yankee ist das die entscheidende Zahl. Der Höchsteinsatz bezieht sich bei beiden auf das, was eine einzelne Wette ausmacht — die Systemwette hat bei Swisslos ausdrücklich einen eigenen, höheren Deckel. Wer mit CHF 22 Einsatz ankommt, ist bei beiden Häusern weit unterhalb jeder Grenze und braucht sich um diese Zahlen nicht zu sorgen. Wer einen Heinz mit CHF 114 spielt, ebenfalls nicht. Die Limiten werden erst dann zur Frage, wenn jemand mit einem vierstelligen Betrag in ein System geht — und dort beginnt ohnehin ein Gespräch, das man besser mit sich selbst führt, bevor man es mit einem Anbieter führt.
Sporttip: die Sportwette mit Schweizer Bewilligung
Sporttip ist das Sportwettenangebot von Swisslos, einer Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Lotterien und Sportwetten auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen stützt. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip, und die Veranstaltung erstreckt sich über die Kantone Aargau, beide Appenzell, Bern, beide Basel, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie über das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Was Sporttip für den Yankee-Tipper interessant macht, sind zwei Dinge. Erstens die Systemwette selbst mit ihrem vergleichsweise grosszügigen Deckel von CHF 10’000. Zweitens der Kombiboost, der nur online gilt, Prematch, Live und Systemwetten umfasst und mindestens vier Voraussagen mit je einer Quote von mindestens 1.50 verlangt. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Zumal der Umgang mit den Quoten ehrlich daherkommt. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese zweite Rundung ist keine Petitesse: Sie arbeitet immer zuungunsten des Wettenden, wenn auch im Rappenbereich. Und sie ist der Grund, weshalb die von aussen berechneten Zahlen nie exakt mit dem übereinstimmen, was auf dem Konto landet.
Der Kombiboost ist genau der Mechanismus, den eine Yankee-Wette nötig hat: vier Voraussagen, alle mit mindestens 1.50, und die Schwelle ist erreicht. Ein Yankee mit vier Tipps zu je 1.60 landet bei der kleinsten Stufe, und um die 100 % am oberen Ende zu sehen, bräuchte man fünfzehn Voraussagen — was ein System deutlich jenseits des Heinz wäre, das diese Seite in ihrer Systemtabelle nicht abbildet.
Das Grundgerüst passt ebenfalls. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Grenze wird nicht angenommen.
Urteil. Sporttip ist das Haus, in dem der Yankee technisch am besten aufgehoben ist: Systemwette bis CHF 10’000, ein Booster, der genau auf die Vier-Voraussagen-Struktur zielt, und Rundungsregeln, die schwarz auf weiss in den Spielregeln stehen. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein lebt, hat ohnehin keine andere bewilligte Tür. Der Vorbehalt steht in derselben Zeile: Das Werbeversprechen vom «Boost» beginnt erst bei vier Voraussagen mit je mindestens 1.50, und liegt auch nur einer der vier Tipps darunter, ist die 5-%-Stufe ausser Reichweite.
Jouez Sport: die Westschweizer Alternative
Jouez Sport ist das Sportwettenangebot der Loterie Romande, die für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura veranstaltet. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in Lausanne, beschäftigt 221 Mitarbeitende und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.
Die Zahlen sind strenger gesetzt als bei Sporttip. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Dazu kommen Höchstgewinnregeln: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst bei Jouez Sport 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Für den Yankee-Freund ist die erste Zahl die interessante. Der Höchsteinsatz von CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten liegt unter dem Systemwettendeckel von Sporttip, und ein Wettschein mit Multiples bei CHF 7’500 Gesamteinsatz — beides enger. Wer einen Heinz über CHF 114 plant, merkt davon nichts. Wer dagegen mit dem Gedanken spielt, denselben Betrag wie bei Sporttip in ein System zu legen, stösst hier früher an eine Wand.
Urteil. Jouez Sport ist die einzige Tür für Wettende in der Westschweiz, und sie ist eine schmalere als die Schwestertür: Mindesteinsatz CHF 2 online, Höchsteinsatz CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten, Gesamtdeckel CHF 7’500 für einen Multiple-Wettschein. Wer sein System mit kleinen Beträgen fährt — ein Yankee für CHF 22, ein Super Yankee für CHF 52 — merkt nichts davon. Wer die Systemstufe über die Kombinationsdeckel hinaus ausreizen will, merkt es sofort, und für den ist der Höchstgewinn von CHF 300’000 pro Wette die eigentliche Grenze, nicht der Einsatz.
1Bet: ohne Schweizer Bewilligung
1Bet steht ohne Schweizer Bewilligung da. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine Bewilligung nach Art. 4 BGS gilt nur in der Schweiz, weshalb eine im Ausland gemeldete Zulassung hier keine Wirkung entfaltet. Die Seite ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, und Schweizer Rechtsschutz besteht nicht. Ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre umsetzen.
Was das praktisch bedeutet, ist unspektakulär und trotzdem wichtig. Ob 1Bet Systemwetten anbietet, wie hoch dort ein Mindest- oder Höchsteinsatz für einen Yankee wäre und wie eine Auszahlung abläuft, regelt allein dieses Haus in seinen eigenen Bedingungen. Schweizer Limiten, das Sperrregister und die Aufsicht der Gespa reichen nicht dorthin.
Urteil. Wer hier ein System spielt, kauft eine Wette ohne Schweizer Rechtsschutz und ohne Anschluss an das Sperrregister — das ist der Preis, und er ist nicht in Franken notiert. Wer trotzdem dort landet, sollte die Systemwetten-Regeln im eigenen Bedingungenwerk lesen, weil es die einzige Quelle ist, die für ihn zählt.
Wettigo: ohne Schweizer Bewilligung
Wettigo führt keine Schweizer Bewilligung. Damit gilt für diese Seite dasselbe Grundgerüst: kein Schweizer Rechtsschutz, keine Verbindung zum Sperrregister, keine Aufsicht durch die Gespa. Eine im Ausland gemeldete Zulassung hat in der Schweiz keine Kraft.
Über die konkrete Ausgestaltung des Sportwettenangebots sagt das nichts. Wer hier einen Yankee prüfen will, prüft ihn in den Bedingungen dieses Anbieters selbst.
Urteil. Die praktische Frage bei Wettigo ist nicht das Angebot, sondern die Schwelle: Ob es sich lohnt, für ein System ohne Schweizer Kontrolle die eigene Wohnsitz-Registrierung bei einem bewilligten Haus aufzugeben — diese Abwägung muss man für sich beantworten, und sie fällt anders aus, je nachdem, wie wichtig einem Schweizer Rechtsschutz ist.
PowBet: ohne Schweizer Bewilligung
PowBet steht wie die übrigen Häuser der unteren Tabellenhälfte ohne Schweizer Bewilligung da. Ob und in welcher Form Systemwetten angeboten werden, wie hoch Einsatzgrenzen liegen und wie Gewinne ausgezahlt werden, steht in den eigenen Bedingungen.
Bemerkenswert für Schweizer Wettende ist die technische Seite: Domains ohne Bewilligung können auf die Gespa-Sperrliste kommen, und die Schweizer Telekom-Anbieter blockieren sie per DNS. Wer dort ein Konto hält, sollte wissen, dass eine verschwundene Domain nichts darüber sagt, was mit seinem Guthaben geschieht.
Urteil. Dass eine Seite ohne Schweizer Bewilligung erreichbar ist, macht sie nicht zu einer Schweizer Option. Wer PowBet prüft, prüft ein ausländisches Angebot mit ausländischen Regeln — und das ist eine Entscheidung über den Rechtsschutz, nicht über die Quoten.
Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung
Cloudbet steht ohne Schweizer Bewilligung. Eine Zulassung aus einem anderen Land bindet die Schweizer Aufsicht nicht und begründet hier keinen Anspruch.
Für ein Yankee-System wäre die massgebliche Frage, wie dort Kombinationen aus vier Voraussagen abgerechnet werden und welche Einsatzgrenzen gelten — eine Frage, die allein die Bedingungen dieses Anbieters beantworten.
Urteil. Bei Cloudbet geht es weniger um das System als um den Ort. Ein Yankee ist eine Wette mit vielen Teilwetten und damit vielen Gelegenheiten, an denen eine Regel greift; ohne Schweizer Aufsicht greift die eigene Regel des Anbieters.
Bahigo: ohne Schweizer Bewilligung
Bahigo trägt keine Schweizer Bewilligung. Damit fehlt der Anschluss an das Schweizer Sperrregister, und es besteht kein Schweizer Rechtsschutz.
Was Bahigo an Systemwetten führt, in welcher Höhe Einsätze angenommen werden und wie eine Auszahlung läuft, folgt aus den eigenen Bedingungen. Keine dieser Angaben lässt sich aus der Schweizer Bewilligungsordnung ableiten, weil es diese Bewilligung nicht gibt.
Urteil. Der Unterschied zwischen Bahigo und einem bewilligten Haus liegt nicht in der Menüführung, sondern darin, wohin man sich wendet, wenn etwas schiefgeht. Bei Bahigo richtet sich das an den Anbieter selbst, bei einer bewilligten Plattform an eine Aufsicht.
BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung
BDMBet gehört zur Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Domains solcher Seiten können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, und die Schweizer Netzbetreiber setzen diese Sperre technisch um.
Ein Yankee-System verlangt vom Anbieter eine Abrechnung über elf Teilwetten. Wie BDMBet das handhabt, steht in den eigenen Regeln. Wer dort einsteigen möchte, sollte diese Regeln vor dem ersten Wettschein lesen und nicht danach.
Urteil. BDMBet ist ein ausländisches Angebot ohne Schweizer Aufsicht. Wer hier ein System spielt, entscheidet sich bewusst gegen die Schweizer Limiten-Regeln — und sollte wissen, dass eigene Verlustlimiten dann nicht durch einen Veranstalter abgefragt, sondern allein von ihm selbst gesetzt werden.
FortuneJack: ohne Schweizer Bewilligung
FortuneJack steht ohne Schweizer Bewilligung. Es gilt das bekannte Muster: keine Wirkung einer ausländischen Zulassung in der Schweiz, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz.
Über Sportwetten hinaus kennt die Schweizer Bewilligungsordnung eine geschlossene Liste autorisierter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die nur bewilligte Veranstalter bindet. Für einen Anbieter ohne Bewilligung ist diese Liste nicht massgeblich.
Urteil. Wer bei FortuneJack spielt, spielt ausserhalb der Schweizer Ordnung. Ob das Sportwettenangebot zu einem Yankee passt, ist eine Frage an die Bedingungen dieses Hauses — und die Antwort darauf bindet niemanden ausser ihm selbst.
GG.BET: ohne Schweizer Bewilligung
GG.BET trägt keine Schweizer Bewilligung. Damit gilt das Grundmuster für alle Häuser der unteren Tabellenhälfte: keine Schweizer Aufsicht, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz.
Wie ein Yankee dort abgerechnet wird, welche Mindest- und Höchsteinsätze für Systeme gelten und mit welcher Frist Gewinne ausgezahlt werden, regeln die eigenen Bedingungen.
Urteil. Bei GG.BET bleibt dieselbe Frage wie bei allen Häusern ohne Bewilligung: Was gewinnt man, und was gibt man dafür auf? Der Gewinn wäre die freie Wahl — der Preis ist die Schweizer Aufsicht, die hier nicht greift.
Bewilligung oder nicht: Wo die Schweizer Grenze verläuft
Die Rechtslage ist klar und lässt wenig Spielraum. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht die ESBK: Diese Aufsichtsbehörde ist für Casinos zuständig, nicht für Sportwetten.
Eine Bewilligung braucht zwei Teile — eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel — und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten bei zwei gedeckelt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Deshalb gibt es keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher: Es existieren keine. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Was überhaupt Gegenstand einer Sportwette sein darf
Die bewilligte Angebotspalette ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt autorisierte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in einer eigenen Aufstellung nach Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe gibt es nicht. Die Liste führt keine Eckball- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion.
Gewettet werden darf nur auf Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zugelassen. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und währenddessen, wo der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hält; das Geldspielgesetz schränkt sie nicht auf bestimmte Live-Märkte ein.
Bemerkenswert ist, dass das Cash-Out gesetzlich nicht geregelt ist. Es ist ein Merkmal des jeweiligen Veranstalters und keine gesetzlich verbürgte Möglichkeit. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Warum ausländische Lizenzen in der Schweiz nichts wert sind
Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Wirkung. Das steht so im Gesetz, und es ist keine Formalie: Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar, bei gewerbsmässigem Betrieb mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.
Der Spielende wird nicht bestraft. Das ist der Trost, und er ist klein. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und Schutz- oder Fairplay-Kontrollen gibt es nicht. Die Sperrliste der Gespa ist kein theoretisches Mittel: Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Vorgang, den die Aufsicht selbst als Domain-Hopping bezeichnet. Wer auf eine gesperrte, kurz darauf wieder erreichbare Adresse setzt, spielt auf einem Boden, der jederzeit verschwinden kann.
Wo der bewilligte Weg Grenzen zieht
Die bewilligte Alternative ist nicht einfach die sichere. Sie verlangt eine Registrierung über das Spielerkonto mit Identitätsprüfung und setzt den Wohnsitz im Vertragsgebiet voraus. Die Schweiz kennt keine feste gesetzliche Einzahlungsgrenze. Limiten setzt der Spielende selbst: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Ein Herabsetzen wirkt sofort, ein Heraufsetzen nach dem Gesetz nach 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.
Das ist der eigentliche Preis des bewilligten Weges: weniger Auswahl, mehr Kontrolle. Wer einen Yankee à CHF 22 spielt, merkt davon wenig. Wer glaubt, eine tiefer gesetzte Verlustlimite sei eine Formalie, irrt — und zwar in dem Moment, in dem er sie erhöhen möchte und drei Tage warten muss.
Spielerschutz: was die Verlustlimite mit einem Yankee zu tun hat
Ein Yankee bindet mehrere Einsätze zugleich, und deshalb wiegt der Gesamteinsatz schwerer als bei einer Einzelwette. Ein System mit elf Wetten multipliziert den Einsatz, aber auch das, was verloren gehen kann, wenn kein einziger Tipp sitzt.
Bei Swisslos müssen Spielende vor ihrer ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Der Rhythmus dieser Regel ist es, der zählt. Wer eine Verlustlimite bewusst tief setzt, kann sie binnen Sekunden senken — und muss drei Tage warten, wenn er sie anheben will. Diese Asymmetrie ist kein Schönheitsfehler, sondern die Absicht: Sie macht den impulsiven Klick nach einer Niederlage unmöglich und den vorsichtigen sofort.
Spielsperre und das gemeinsame Register
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für einen bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der praktische Wert dieses Registers: Es endet nicht an der Tür eines einzelnen Veranstalters, und es schliesst auch die Casino-Angebote mit ein.
Ausländische Seiten sind an dieses Register nicht angeschlossen. Wer sich bei einer Schweizer Plattform sperren lässt und dann zu einem Anbieter ohne Bewilligung wechselt, hat seine Sperre umgangen, ohne dass irgendjemand davon erfährt. Das ist die stille Lücke, und sie ist der stärkste sachliche Grund, sich für einen der beiden bewilligten Wege zu entscheiden.
Wo Schweizer Kontrollen an ihre Grenzen kommen
Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt, und das Ergebnis ist unbequem zu lesen: An Verkaufsstellen wurden in 47,5 % von 200 Fällen Sportwetten an Minderjährige verkauft. Kontrollen sind kein Zustand, sondern eine Aufgabe, und diese Zahl zeigt, wie weit die Aufgabe noch reicht. Wer aus einem bewilligten Angebot automatisch ein strenges schliessendes Angebot ableitet, leitet zu viel ab.
Es gibt übrigens keinen Zeitverbotsrahmen für Werbung und keine gesetzliche Vorgabe, zu welcher Stunde geworben werden darf. Was es gibt, sind inhaltliche Grenzen: Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Die Gespa erteilt ihr Einverständnis für Gratisspiele und Gratisguthaben: 2025 ging es 24 Mal an die Loterie Romande und 8 Mal an Swisslos. Bonusbeträge und Bedingungen ergeben sich allein aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.
Was das für den Yankee-Einsatz bedeutet
Wer CHF 22 für einen Yankee einplant, sollte diese 22 Franken als das behandeln, was sie sind: einen Einsatz, der nicht mehr zum Haushaltsbudget gehört, sobald er gesetzt ist. Eine Verlustlimite von CHF 9’999 ist für die meisten Freizeitwettenden keine Bremse, sondern eine Zahl ohne Berührungspunkt. Die wirksame Grenze ist die, die man sich selbst setzt, und sie liegt typischerweise weit darunter.
Für Spielende mit einem kleinen Budget gilt das umso mehr. Ein Yankee ist eine elegante Wette, aber keine günstige: Elf Einsätze sind elf Einsätze. Wer mit CHF 5 pro Woche spielt, sollte nicht mit einem Heinz anfangen, sondern mit einer Einzelwette und dem Rest des Budgets auf dem Konto.
Limiten, Quoten, Auszahlung: die Rechenstücke eines Yankees
Jetzt zu den Stellen, an denen sich ein Yankee von innen anders anfühlt als von aussen. Zuerst die Auszahlungsseite: Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Danach wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Bei Jouez Sport gelten Höchstgewinngrenzen: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Abgesagte Spiele und die Quotengarantie
Ein Yankee mit vier Voraussagen lebt davon, dass alle vier stattfinden. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder im Rahmen eines Turniers —, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Ein ausgefallenes Spiel macht einen Yankee damit nicht kaputt, es dünnt ihn aus: Aus vier Voraussagen werden faktisch drei, und die Viererkombination fällt weg.
Auch die reguläre Spielzeit hat eine Definition, die man kennen sollte. Bei Sporttip umfasst sie die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf ein Pokalspiel setzt und die Verlängerung mitrechnet, ohne dass sie Teil der Wette ist, zählt falsch.
Livewetten, Kombiboost und Quotenboost
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist keine Willkür, sondern eine technische Notwendigkeit in einem System, in dem Klicks und Ereignisse im selben Sekundenbruchteil passieren, aber es ist eine Regel, die gegen den Wettenden ausschlagen kann.
Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und gilt nur online, Prematch, Live und für Systemwetten. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Genau das ist die Marge in ihrer freundlichsten Verkleidung. Ein «Boost» klingt nach einem Geschenk, ist aber an Bedingungen geknüpft, die genau die Wetten ausschliessen, die am häufigsten gespielt werden — Einzelwetten mit niedriger Quote, Kombinationen ohne die Vier-Voraussagen-Schwelle, Wetten bei einem Anbieter, der gerade nicht der beworbene ist. Wer den Boost einplant, sollte ihn als Zugabe behandeln, nicht als Kalkulationsgrundlage.
Cash-Out und wann er sich nicht lohnt
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Der Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer bei einem Yankee drei von vier Tipps richtig hat und aussteigen will, bekommt also nicht den rechnerischen Zwischenstand, sondern das, was der Anbieter zu diesem Zeitpunkt bietet.
Was ein Yankee-Vergleich leisten kann und was nicht
Ein Vergleich von Yankee-Anbietern kann die Struktur der Wette, die Einsatz- und Gewinnlimiten, die Auszahlungsregeln und die Erreichbarkeit klären. Er kann nicht sagen, wie viele der vier Tipps aufgehen. Wer auf ein Vier-Voraussagen-System setzt, kauft die Chance, dass mehrere ausgehen — nicht die Wahrscheinlichkeit dafür.
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, wie oft ein Yankee-Rechner als Entscheidungshilfe verkauft wird. Dass ein Rechner die eleven Teilwetten korrekt addiert, macht die Kombination nicht wahrscheinlicher. Er beschreibt den Ertrag auf dem Papier, und dieses Papier füllt sich erst, wenn der letzte Ball gespielt ist. Was ein Rechner ausserdem nicht kennt, ist die Stornoregel: Wird ein Spiel abgesagt und innerhalb von 48 Stunden nicht nachgeholt, fällt die Viererkombination weg — ein Rechner, der mit vier gewerteten Voraussagen operiert, zeigt dann einen Ertrag, den es so nie gegeben hätte.
Wann Gewinne verfallen und wann Einsprache fällig ist
Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innerhalb von 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.
26 Wochen sind ein halbes Jahr, und das klingt nach viel Zeit. Wer einen Wettschein in einer Schublade liegen lässt, weil er den Gewinn für klein hält und sich später eines Besseren besinnt, kann trotzdem leer ausgehen. Bei einem System mit elf Teilwetten passiert der umgekehrte Fehler häufiger: Man übersieht, dass eine der Kombinationen etwas eingebracht hat, und lässt sie verfallen.
Guthaben, Auszahlung und Zahlungen bei den bewilligten Häusern
Zwischen Wettschein und Kontostand liegt bei Swisslos ein Wallet, und dessen Regeln sind ungewöhnlich konkret. Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, wobei der Mindestbetrag CHF 20 beträgt. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Als Zahlungsart zum Aufladen nennt Swisslos PostFinance Pay, bei dem die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.
Bei den Auszahlungen wird es interessanter. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innerhalb von 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Zwei kostenlose Auszahlungen pro Jahr sind für einen Gelegenheitswettenden genug. Für jemanden, der regelmässig kleine Beträge abzieht, sind sie es nicht: Die dritte Überweisung kostet 3 %, und das ist auf einem Systemgewinn von ein paar Dutzend Franken ein spürbarer Anteil. Wer den Rhythmus kennt, sammelt zwei Auszahlungen und zieht sie zusammen ab, statt nach jedem Wettschein einzeln anzufordern.
Bei den automatischen Gutschriften ist die Grenze bei CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung gezogen: Gewinne bis zu diesem Betrag schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne darüber werden bei bekannter Zahlungsverbindung innerhalb von 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen.
Dazu ein Punkt, der in der Schweiz keine Ausnahme kennt: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettenangebot nicht, und eine Kreditierung an Spielende ist gesetzlich untersagt. Wer eine Plattform sucht, die genau das verspricht, sucht eine Plattform ohne Bewilligung.
Was ein Systemspiel vom Einzelspiel trennt
Wer eine Yankee-Wette prüft, merkt schnell, dass sie sich in einem Punkt fundamental von einer Einzelwette unterscheidet: Sie verlangt vom Wettenden ein Urteil über mehrere Ereignisse gleichzeitig, und sie verzeiht keinen Totalausfall. Sitzt kein einziger der vier Tipps, ist der gesamte Einsatz verloren, und die zehn anderen Kombinationen helfen nicht.
Die Rechnung, die zeigt, wie viel ein Yankee kostet, geht so: Ein Einsatz pro Teilwette von CHF 2 ergibt bei elf Teilwetten CHF 22 Gesamteinsatz. Bei vier Voraussagen zu je Quote 1.60 ergibt die Viererkombination eine Gesamtquote von 1.60 hoch vier, also 6.5536, und damit bei CHF 2 Einsatz einen Bruttogewinn von rund CHF 13.11. Das ist weniger als der Gesamteinsatz, und das ist keine Panne, sondern der Kern: Die Viererkombination allein trägt einen Yankee nicht. Sie wird erst zusammen mit den Teilgewinnen aus den Zweier- und Dreierkombinationen interessant, und sie wird nur dann interessant, wenn mindestens drei der vier Tipps sitzen.
Wann sich der Aufbau rechnet und wann er nur kostet
Die Ehrlichkeit dieser Wette liegt darin, dass sie ihre eigene Kostenstruktur offenlegt. Ein Yankee bei zwei richtigen Tipps bringt einen kleinen Teilgewinn, bei drei richtigen einen grösseren, bei vier richtigen die volle Summe. Der Unterschied zwischen dem, was ein System bei drei Treffern zahlt, und dem, was eine einzelne Kombinationswette mit demselben Einsatz gezahlt hätte, ist die eigentliche Vergleichsgrösse — und sie fällt je nach Quotenhöhe unterschiedlich aus.
Wer die Struktur will, wählt den Yankee. Wer den maximalen Ertrag aus einer einzigen Kombination will, wählt eine Viererkombination mit demselben Gesamteinsatz. Beide Rechnungen führen zu unterschiedlichen Verlustprofilen, und es gibt kein objektiv richtiges Ergebnis — nur eines, das zu einem bestimmten Budget passt. Die elf Wetten sind eine Versicherung gegen einen einzelnen Fehler, und Versicherungen kosten Geld.
Ein Sonderfall: abhängige Ereignisse
Bemerkenswert ist eine Regel, die viele nicht kennen. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Für einen Yankee heisst das: Wer zwei Tipps aus demselben Spiel nimmt — sagen wir, dass eine Mannschaft gewinnt und dass in diesem Spiel über 2,5 Tore fallen —, muss diesen Weg über die Bet-Builder-Funktion gehen und nicht über zwei separate Positionen auf dem Wettschein. Das ist eine Formalie mit Folgen: Bei praktisch jeder anderen Kombination aus Ereignissen derselben Sportveranstaltung gilt sie ebenfalls, und eine ungültig erklärte Kombinationswette löscht nicht nur die zwei betroffenen Tipps, sondern die ganze Kombination.
Angebote und Zahlungswege: was die Anbieter über den Wettschein hinaus regeln
Der Vergleich nach den bewilligten Häusern und denjenigen ohne Bewilligung deckt die wesentlichen Punkte eines Yankee ab: die Rechtslage, das Systemwettenangebot, die Limiten und die Auszahlung. Was daraus für die Wahl folgt, ist weniger eine Rangliste als eine Weiche.
Drei Fragen führen zur Antwort. Erstens: In welchem Kanton wohne ich? Wer im Swisslos-Vertragsgebiet lebt, hat nur eine bewilligte Tür; wer in einem der sechs Westschweizer Kantone lebt, ebenfalls nur eine. Zweitens: Wie hoch ist mein Einsatz pro Yankee? Bis CHF 500 für eine Einzel- oder Kombiwette ist der Weg bei beiden Häusern offen; darüber wird der Unterschied spürbar. Drittens: Wie wichtig ist mir ein Anschluss an das Schweizer Sperrregister? Diese Frage ist die entscheidende, und sie lässt sich nicht mit einem Bonus beantworten.
Der Höchsteinsatz als stille Obergrenze
Der Höchsteinsatz ist die Grenze, die immer im Hintergrund steht. Bei Sporttip sind es CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette, bei Jouez Sport CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten sowie CHF 7’500 Gesamteinsatz für einen Multiple-Wettschein. Der Begriff «Höchsteinsatz» ist mehr als eine Zahl: Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, und Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.
Dass diese Limiten ohne Begründung angepasst werden können, ist ein Satz, der in Bedingungen steht und selten zitiert wird. Er bedeutet, dass eine heute gültige Grenze morgen eine andere sein kann — und wer seine Systemstrategie um eine bestimmte Obergrenze herum baut, baut auf Sand.
Wann welcher Weg zu welchem Wettenden passt
Der bewilligte Weg passt zu Wettenden, die einen Yankee mit überschaubarem Einsatz spielen, den Schweizer Rechtsschutz und die Sperrregister-Verknüpfung als Wert betrachten und mit dem begrenzten Sportarten- und Wettarten-Katalog leben können. Die Verzichtsliste ist bekannt: keine Eckball- und Kartenmärkte in der autorisierten Liste, Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe nur, wenn aufgeführt, keine Wetten auf Trainingsläufe.
Der Weg zu einem Anbieter ohne Bewilligung passt zu niemandem, der Schweizer Rechtsschutz sucht — und genau das ist die ehrlichste Zusammenfassung. Wer ihn dennoch wählt, wählt ein Angebot, das nach eigenen Regeln läuft, nicht an das Sperrregister angeschlossen ist und dessen Domains jederzeit auf die Sperrliste gesetzt werden können. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden. Wer das alles weiss und trotzdem dort spielt, hat seine Gründe, aber er hat sie ohne die Schweiz auf seiner Seite.
Wann die Steuer zum Thema wird und wann nicht
Der Kopf schüttelt sich bei der Lektüre einschlägiger Steuerforen. Die Regel ist einfacher, als sie dort klingt: Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — und die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der eidgenössische Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht davon ab, sie unterscheidet sich je nach Kanton.
Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, und die lässt sich über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückfordern. Ein typischer Wettender gewinnt weit unterhalb dieser Grenze und zahlt deshalb weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.
Bei Gewinnen von ausländischen Anbietern ist die Lage eine andere. Sie sind nicht der Verrechnungssteuer unterworfen, aber die kantonale Steuerpraxis des Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer dort spielt, sollte sich nicht auf die Schweizer Freibetragsregel verlassen. Das ist eine allgemeine Information und keine Steuerberatung; wer es genau wissen will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Was von einem Yankee-Anbietervergleich bleibt
Zwei bewilligte Häuser, acht ohne Bewilligung, ein Systemwetten-Deckel von CHF 10’000 bei Swisslos und CHF 7’500 Gesamteinsatz bei Jouez Sport, ein Kombiboost, der vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 verlangt, und eine Rundung auf 5 Rappen, die immer rundet und nie aufrundet. Das ist der Bestand.
Die Wahl fällt damit nicht zwischen zehn vergleichbaren Angeboten, sondern zwischen einem bewilligten Weg mit schmaler Auswahl und einem unbewilligten ohne Schweizer Schutz. Wer das einmal durchgerechnet hat, entscheidet anders als jemand, der nach dem lautesten Bonus sucht.
Häufig gestellte Fragen
Was genau ist eine Yankee-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?
Sie bündelt vier Voraussagen zu elf Wetten: sechs Zweierkombinationen, vier Dreierkombinationen und eine Viererkombination. Ein einziger richtiger Tipp bringt nichts ein, zwei oder drei dagegen einen Teilgewinn. In der Schweiz verlangt der Wettschein dafür einen Anbieter, der Systemwetten führt.
Wie viele Tipps müssen bei einer Yankee-Wette stimmen, damit etwas herauskommt?
Mindestens zwei. Erst dann wird eine der sechs Zweierkombinationen gewertet. Bei drei Treffern kommen die Dreierkombinationen hinzu, bei vier die abschliessende Viererkombination. Zieht kein Tipp, ist der gesamte Einsatz über alle elf Teilwetten verloren, und es gibt kein Rückgängigmachen.
Welcher Höchsteinsatz gilt bei Sporttip für eine Systemwette?
CHF 10’000. Einzel- und Kombinationswetten sind bei Sporttip dagegen auf CHF 1’000 begrenzt, der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Worin unterscheiden sich Yankee, Super Yankee und Heinz?
Vor allem in der Zahl der Voraussagen. Der Yankee bündelt vier Tipps zu elf Wetten, der Super Yankee fünf zu 26, der Heinz sechs zu 57. Mit jeder zusätzlichen Voraussage wächst der Gesamteinsatz überproportional, während die Trefferquote, die für einen Ertrag nötig ist, gleich bleibt.
Wie präzise rechnen Yankee-Wettrechner, und was lassen sie aus?
Sie addieren die Teilwetten, Teil- und Gesamtquoten korrekt. Ausgelassen werden die Marge des Anbieters in jeder Teilwette, die Rundung des Gewinnbetrags auf 5 Rappen bei Swisslos, die Stornoregel bei Absagen und alle Einsatzlimiten des jeweiligen Veranstalters. Das Papier ist deshalb optimistischer als der Auszahlungsbeleg.
Welche Organisatoren bieten in der Schweiz Systemwetten an, und was gilt bei ausländischen Seiten?
Bewilligt sind nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport, jeweils für ihr Vertragsgebiet. Ausländische Seiten haben keine Schweizer Bewilligung, sind nicht an das Sperrregister angeschlossen, bieten keinen Schweizer Rechtsschutz, und ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.
Wettarten – gratistippsch.com
Inhalt erstellt vom Team «gratistippsch.com»
