Cricket wetten in der Schweiz – zwei Veranstalter, ein Regelwerk, viele Fragen

Updated Oktober 2026
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Seit dem 1. Januar 2019 ist Sportwetten in der Schweiz ein Grossspiel, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande führt Jouez Sport. Wer trotzdem bei einem der vielen ausländischen Anbieter landet, trifft dort auf ein anderes Land, ein anderes Recht und einen anderen Umgang mit einem Konto. Das ist keine Fussnote, das ist der Kern dieses Themas.

Ein ovales Cricketfeld mit gemähtem Rasen und hellem Mittelstreifen am frühen Morgen, Nebel zwischen den Bäumen am Rand
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber.

Stand: 29. Oktober 2026. Die Bewilligungsangaben in diesem Text wurden gegen die Veranstalter- und Spielbewilligungen nach dem Geldspielgesetz geprüft, wie sie die interkantonale Aufsicht Gespa führt.

Spielplan und Wettbewerbe: was beim Cricket überhaupt angesetzt ist

Cricket ist ein Sport, der seine eigene Zeitrechnung hat. Zwei Mannschaften stehen sich mit je elf Spielern gegenüber, ein Spiel kennt zwei oder vier Innings, und ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Wer zum ersten Mal eine Cricket-Quotenseite öffnet, sieht dort nicht ein Spiel, sondern ein Dutzend, verteilt über acht Zeitzonen. Die Frage ist nicht, ob Cricket läuft. Die Frage ist, welches Format man gerade vor sich hat.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einer Parkbank, dahinter ein Schweizer Dorf mit Kirchturm im Dunst
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Test-Match, One-Day-Spiel, Twenty20: drei Spielarten und ihre Einsätze

Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage, mit täglich drei Sessions von rund zwei Stunden. Ein One-Day International umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings. Ein Twenty20 bringt es auf 20 Overs pro Innings und höchstens 75 Minuten je Innings.

Diese drei Sätze entscheiden darüber, wie ein Spieler seinen Wettag plant. Beim T20 ist ein Abend vier Stunden, ein Innings ist nach gut einer Stunde vorbei, und die ersten Quoten stehen oft schon da, wenn der erste Ball geworfen wird. Beim Test-Match kann dieselbe Begegnung fünf Tage offen bleiben. Wer dort auf einen Sieger setzt, muss damit rechnen, dass sein Geld eine Arbeitswoche lang gebunden ist und am fünften Tag bei Regen als Unentschieden ohne Ergebnis endet. Das ist kein Nachteil des Sports, es ist der Preis einer langen Wette, und man sollte ihn kennen, bevor man ihn zahlt.

Wie ein Spiel endet – und wo eine Wette hängen bleibt

Ein Cricket-Spiel endet als Tie, wenn alle Innings beendet sind und der Punktestand gleich ist. Das gilt als sehr selten. Als Draw gilt in der Regel ein Spiel, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft.

Für den Wettschein sind das zwei völlig verschiedene Dinge, und sie sehen im Ergebnis gleich aus. Ein Unentschieden bei gleichem Punktestand ist ein Ergebnis, auf das man setzen kann und das die Wette entscheidet. Ein Draw ist das Auslaufen der Uhr, und welche Seite dabei die Nase vorn hatte, spielt für die Quote keine Rolle. Wer im Fünf-Tage-Cricket ein «Draw»-Angebot sieht, spielt nicht auf Chancengleichheit, sondern auf das Wetter und die Geduld der Kapitäne.

Grundlagen der Formate: Cricket verstehen, bevor die Quote steht

Die Begriffe stehen auf jedem Wettschein, meist abgekürzt, meist erklärt durch gar nichts. Test, ODI, T20 – das sind nicht drei Ligen, sondern drei Regeln dafür, wie lange gespielt wird. Und die Spieldauer bestimmt, wie schnell sich ein Markt bewegt, wie viele Zwischenstände es gibt und ob ein Regen eine Wette in eine Vorentscheidung verlegt.

Ein roter Lederball und ein Holzschläger liegen auf einer Rasenkante, dahinter ein unscharfer Zaun
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

Turniere und Ligen: vom Weltcup bis zum Ligaabend

Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt; seit 1987 sind es 50 Overs, zuvor waren es 60. Die erste Austragung war 1975 in England, Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Den World Cup 2023 gewann Australien vor indischem Publikum; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Der Weltcup ist damit der einzige Cricket-Wettbewerb, von dem ein Leser in der Schweiz mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal gehört hat – und genau deshalb trägt er unverhältnismässig viele Wetten. Neben ihm steht die Indian Premier League als Beispiel für eine nationale Twenty20-Liga mit internationalen Spielern, ein Format, das in wenigen Wochen zu Ende gespielt ist und deshalb bei Live-Wettenden beliebt ist. Dazwischen liegen die bilateralen Serien, die den grössten Teil des Jahres ausfüllen und in der Schweiz am wenigsten Aufmerksamkeit bekommen.

Was ein Finale an Dramatik liefern kann, hat der Cricket World Cup 2019 in London gezeigt: nach 50 Overs stand es 241:241, nach dem Super Over 15:15, und England gewann am Ende über die Zahl der Boundaries. Ein Ausgang, für den es keine Quote gibt, die man vorher sinnvoll bewerten könnte. Genau dort liegt die Grenze jeder Cricket-Analyse.

Innings, Overs und die Länge eines Wettabends

Ein Innings ist ein Schlagdurchgang, ein Over fasst sechs reguläre Bälle, und diese Zahlen bleiben in jedem gepflegten Live-Wettmarkt das Raster, in dem sich die Quote bewegt. Beim Twenty20 ist das Innings auf 75 Minuten begrenzt. Beim ODI sind 50 Overs zu spielen, und der Abend zieht sich über sechs, sieben Stunden.

Was heisst das für den Spielenden? Ein Live-Markt auf ein T20 reagiert schnell. Ein Zwischenstand nach zehn Overs kann eine Quote innerhalb von Minuten umdrehen, und wer nicht am Bildschirm sitzt, findet seine Chance vorbei. Wer dagegen die Struktur kennt – wie viele Overs noch, wie viele Wickets in der Hand, wie ist das Run-Tempo – kann aus diesen Zahlen etwas ableiten, und genau das ist der Unterschied zwischen einem Cricket-Kenner und jemandem, der auf eine Quote schaut und den Sport im Hintergrund laufen lässt.

Zwei verschiedene Wege, eine Seite zu wählen

Im Cricket stehen sich mit Test-Match, ODI und T20 drei Spielarten gegenüber. Auf der einen Seite der klassische Fünf-Tage-Test, in dem ein Draw ein reguläres und quotiertes Ergebnis ist. Auf der anderen Seite das Kurzformat, in dem praktisch immer ein Sieger feststeht und ein Unentschieden die Ausnahme bleibt.

Für einen Gelegenheitswettenden ist das Kurzformat die klarere Sache. Ein Sieger, ein Verlierer, selten ein Unentschieden – man muss nichts über Wicket-Zählungen wissen, um zu verstehen, worauf man setzt. Der Test ist die Sache für jemanden, der die Mannschaften kennt und bereit ist, fünf Tage zu warten. Wer sich beide Formate auf einen Zettel schreibt und gleich behandelt, wird beim Test überrascht, und zwar nicht vom Sport, sondern von der Struktur.

Live-Wetten, Quoten und Margen im Cricket

Live-Wetten auf Cricket gibt es in der Schweiz bei einem Veranstalter, der über eine entsprechende Bewilligung für seine Entscheidung verfügt, vor dem Spiel und während des Spiels. Bei Sporttip gilt eine Live-Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Das ist eine wichtige Unterscheidung: es braucht keinen Stream, um live zu setzen, und wer wenigstens einen Teil des Spiels mit einem zweiten Bildschirm verfolgt, sitzt dennoch im Vorteil.

Quoten lesen: was ein Preis über das Spiel sagt

Eine Quote ist keine Vorhersage, sie ist ein Preis. Wer ihn liest, kann die Wahrscheinlichkeit ablesen, die der Veranstalter seinen eigenen Zahlen gibt, und darin steckt seine Marge. Wo research einen Spielplan und ein Programm nennt, nennt es auch eine Kurve: die Quoten auf denselben Ausgang verschieben sich bei jedem Over, bei jedem Wicket, bei jeder Verletzung.

Für Cricket heisst das konkret: eine Vorabquote auf ein ODI und eine Livequote nach 30 Overs auf dasselbe Spiel sind zwei verschiedene Wetten. Wer Vorab setzt, kauft die Information nicht, die das Spiel produziert. Wer live setzt, kauft sie und zahlt dafür die höhere Aufmerksamkeit. Das ist die Wahl, nicht der Zufall.

Duckworth-Lewis-Stern: wenn der Regen den Zielwert neu berechnet

Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird die Partie als «No Result» gewertet – es sei denn, ein Team ist all out oder hat das Ziel vorher erreicht.

Das Verfahren wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council offiziell übernommen; seit November 2014 trägt es nach Steven Stern den Namen Duckworth–Lewis–Stern. Für den Wettschein bedeutet es zweierlei. Erstens kann ein Regen das Ziel der zweiten Mannschaft senken oder heben, je nachdem, wie viele Wickets noch in der Hand sind und wie viele Overs verloren gehen. Zweitens kann ein Regen die ganze Wette ins Nichts auflösen: bei zu wenig gespielten Overs gibt es kein Ergebnis, und dann gilt es, die Wettregeln des Veranstalters zur Handlung bei No Result zu lesen – nicht die Hoffnung.

Wer auf ein Limited-Overs-Spiel setzt, tut also gut daran, den Wetterbericht nicht als Zierde zu betrachten. Es ist Teil des Spiels.

Was die Marge in einem Zwei-Wege-Markt ausmacht

Die Quote, die auf dem Schirm steht, ist bereits bezahlt. Diese Zahl ist kein Naturereignis, sondern ein Preis mit einem eingebauten Anteil für den Veranstalter – dem Quotenschlüssel beziehungsweise der Auszahlungsquote, dem Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt. Der Quotenschlüssel ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes, die Marge ist 100 Prozent minus diesen Wert.

Anschaulich wird es bei einem Markt, den es im Cricket ständig gibt: zwei Ausgänge – die eine Mannschaft gewinnt, die andere gewinnt – und die Handelsübung setzt beide Seiten auf 1.90. Das sind hier Beispielquoten, keine Angebote eines benannten Anbieters, und man sollte ausdrücklich ohne einen solchen Vergleich rechnen. Zwei Kehrwerte von je 0,5263 ergeben zusammen 1,0526. Der Quotenschlüssel liegt also bei rund 94,7 Prozent, die Marge bei rund 5,3 Prozent. Anders gesagt: Wer auf beiden Seiten gleich viel setzt, bekommt knapp 19 Franken von jedem 20er zurück – und wenn ihre Marge niedriger ist, weil der Anbieter einen schärferen Preis stellt, fällt dieser Wert entsprechend tiefer. Diese Marge ist ein statistischer Durchschnitt über viele Wetten, nicht ein Abzug vom einzelnen Gewinn. Sie zeigt sich daran, was eine Wette kostet, nicht daran, ob sie gewinnt.

Wer die Marge tiefer ansetzt, verliert trotzdem langfristig, wenn die Wahrscheinlichkeit der eigenen Meinung falsch ist. Darauf gibt es keine Antwort ausser weniger setzen, besser wissen oder beides.

Der Vergleich: zehn Anbieter, zwei Gruppen

Die Schweiz kennt keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domains – und über die ausländischen Anbieter sagt das mehr aus als jede Werbung. Deshalb stehen in der folgenden Übersicht beide Gruppen nebeneinander, klar getrennt: zuerst die zwei Veranstalter mit Bewilligung, danach acht ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung.

Einordnung und Bewilligungsstatus

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
Betscore ohne Schweizer Bewilligung keine tragfähige Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
22Bet ohne Schweizer Bewilligung keine tragfähige Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
bet-at-home ohne Schweizer Bewilligung keine tragfähige Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
Betify ohne Schweizer Bewilligung keine tragfähige Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
ZotaBet ohne Schweizer Bewilligung keine tragfähige Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung keine tragfähige Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung keine tragfähige Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)
BetFury ohne Schweizer Bewilligung keine tragfähige Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS)

Die beiden Spalten sind nicht symmetrisch, und das lässt sich nicht glattbügeln. Bei den Schweizer Veranstaltern ist die Bewilligung bis auf die Aufsichtsbehörde dokumentiert. Bei den acht ausländischen Marken steht auf der einen Seite ein Nein, auf der anderen eine leere Stelle. Diese Leere ist selbst die Information: Eine Bewilligung, die nicht benannt werden kann, hat in der Schweiz keine Wirkung, und was nicht wirkt, schützt auch nicht.

Woher der Unterschied kommt und was er kostet

Der Bewilligungsunterschied ist keine Formalie, er verändert jedes einzelne Konto. Ein Schweizer Veranstalter führt ein Spielerkonto mit geprüfter Identität, zahlt Gewinne und Salden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers aus, gewährt keinen Kredit an Spielende und meldet eine unbefristete Spielsperre in das schweizweite Register, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und für Liechtenstein gilt. Anonymous- oder Krypto-Auszahlungen existieren in der bewilligten Schweizer Sportwette nicht.

Bei einem ausländischen Anbieter fehlt all das – nicht weil er schlecht arbeitet, sondern weil diese Pflichten nur an eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz anknüpfen. Kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht. Dafür fällt dort auch die Steuerfrage anders aus. Und ein Schweizer Zahlungsverbot gegen unbewilligte Wettseiten gibt es nicht: Banken und Kartennetzwerke sperren solche Zahlungen nicht automatisch. Wer sich darauf verlässt, verlässt sich auf nichts.

Wo der Vergleich an seine eigene Grenze stösst

Ein Vergleich kann nur prüfen, was sich prüfen lässt, und das sind hier Bewilligungsstatus, Einsatzgrenzen und die Auszahlung auf das eigene Konto. Die Bewilligung ist für die beiden Schweizer Veranstalter belegt, für die acht übrigen Marken nicht – das ist ein kategorialer Unterschied und keine Rangfolge. Bei Einsatzlimiten sieht es anders aus: Sporttip nennt Mindesteinsatz und Höchsteinsatz in seinen Teilnahmebedingungen, die ausländischen Marken führen in diesem Vergleich keine vergleichbaren Zahlen.

Ausserdem vergleicht man hier nicht nur Anbieter, sondern auch Rechtsräume. Ein Vergleich, der eine ausländische Quote neben eine Schweizer Quote stellt und daraus einen «Sieger» ableitet, verschweigt die Hälfte. Die Zahl mag besser sein. Der Rechtsweg bei Streit ist es nicht.

Cricket bei Swisslos Sporttip: das Angebot für die Deutschschweiz

Sporttip ist das Sportwettenprodukt von Swisslos, der interkantonalen Landeslotterie-Genossenschaft mit Sitz in Basel. Swisslos veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; im Geschäftsjahr 2025 verteilte sie einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Aus den Sportwetten selbst stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.

Durchgeführt wird Sporttip in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin sowie im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Wer in Genf oder Freiburg wohnt, ist hier aussen vor – nicht aus Willkür, sondern weil die Kantone die Veranstaltung aufgeteilt haben.

Konto, Alter und was die Registrierung voraussetzt

Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Limiten, Spielsperre und Selbstschutz bei Sporttip

Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Die 72 Stunden sind der eigentliche Mechanismus. Wer sich in einem schwachen Moment höher setzen will, kommt an einen Zeitverzug, und dieser Verzug ist der Schutz. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Einsatz, Cash-Out und die Grenzen der Produktregeln

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Erhältlich ist er für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Das ist die klarste Stelle im ganzen Programm. «Cash-Out» klingt nach Notausgang, und tatsächlich ist es einer mit einer Gebühr, die nie beziffert wird, weil sie im Abstand zwischen Auszahlungsbetrag und möglichem Gewinn steckt. Wer den Knopf drückt, tauscht einen unsicheren grösseren Betrag gegen einen sicheren kleineren. Das kann richtig sein. Es ist nie gratis.

Ein Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, ein Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das englische «Boost» steht also für eine kleine, einmalige, leicht zu verspielende Zulage – und wer erst den Cash-Out drückt und sich dann an den Boost erinnert, hat ihn schon verloren.

Prinzipiell gilt: Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei Live-Wetten zählt eine Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Für wen Sporttip passt

Die Stärke liegt im Rahmen, nicht im Sortiment. Wer eine Wette an einem reglementierten Ort platzieren will, mit geprüfter Identität, Auszahlung auf das eigene Konto und einer Verlustlimite, die er selbst senkt und nur mit Verzug erhöht, findet hier das, was ausländische Seiten nicht liefern können. Wer dagegen maximale Quote und maximale Auswahl sucht, wird von CHF 1’000 Höchsteinsatz pro Einzelwette und von einem geschlossenen Bewilligungsrahmen gebremst. Das ist der Kompromiss, und er wird nicht verschwiegen.

Cricket bei Loterie Romande: Jouez Sport für die Westschweiz

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende.

Für einen Wettenden in Genf ist das die einzige bewilligte Adresse, und das ist keine Nebensache. Die Zuständigkeit folgt dem Wohnsitz, nicht der Sprache: Wer im Wallis wohnt und sich bei Sporttip anmelden möchte, wird dort nicht zugelassen, und wer im Kanton Bern wohnt, findet bei Jouez Sport kein Konto. Wer umzieht, sollte das bei seinem Veranstalter anmelden, bevor er es an der Kasse merkt.

Wie die Westschweiz organisiert ist

Die Aufteilung in zwei Vertragsgebiete ist die direkte Folge der kantonalen Hoheit über die Lotterien und Sportwetten. Sechs Kantone werden von Lausanne aus bedient, der Rest von Basel aus, und für jeden Anbieter gibt es genau ein Gebiet. Zwei bewilligte Veranstalter bedeutet damit nicht zwei Angebote, zwischen denen ein Spielender frei wählen könnte – es bedeutet ein Angebot pro Wohnort. Der Vergleich zwischen Sporttip und Jouez Sport ist deshalb für die meisten Leser ein Vergleich auf dem Papier, und das ist ehrlicher als eine Empfehlung, die man nicht umsetzen kann.

Was für die Westschweiz gleich und was anders läuft

Die Bewilligungsgrundlage ist für beide Veranstalter dieselbe: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, SR 935.51, unter Aufsicht der Gespa. Die Spielerschutzpflichten – Verlustlimiten mit sofortiger Senkung und Verzug bei der Erhöhung, die Möglichkeit der Selbstsperre, die Meldung an das schweizweite Register – knüpfen ebenfalls an die Bewilligung und nicht an den Sitz an. Wer in der Westschweiz spielt, bekommt denselben Rechtsrahmen wie in Zürich.

Der Ablauf, bis die erste Wette steht

Die Reihenfolge ist bei einem bewilligten Veranstalter immer dieselbe, und sie erklärt, warum das Konto am ersten Abend nicht zwingend spielbereit ist. Zuerst registriert man sich mit Ausweis und Wohnsitznachweis im Vertragsgebiet. Danach wird die Identität geprüft. Dann – und erst dann – setzt man die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, bevor die erste Teilnahme überhaupt möglich ist. Erst anschliessend steht ein Spielerkonto zur Verfügung, auf das auch eine Auszahlung laufen kann, und auf den Namen des Kontoinhabers.

Wer diesen Weg einmal gegangen ist, hat ihn für jedes weitere Konto bei demselben Veranstalter hinter sich. Wer ihn vermeiden will und deshalb zu einer ausländischen Seite geht, tauscht eine Woche Formalitäten gegen den Verlust jeder Schweizer Durchsetzbarkeit. Das ist der Handel.

Für wen Jouez Sport passt

Der praktische Wert dieses Veranstalters liegt in seiner Geografie. Für einen Wettenden in Lausanne oder Sitten ist er die einzige Türe zu einem legalen Schweizer Sportwettenkonto, und die Alternative ist kein zweiter Schweizer Anbieter, sondern ein ausländischer ohne Bewilligung. Das ist ein Urteil über die Struktur und nicht über das Produkt: Wer ausserhalb der sechs Kantone wohnt, kann mit Jouez Sport nichts anfangen, so gut das Angebot auch sein mag.

Bewilligung, Recht und Sperrliste: der Rahmen für Cricket-Wetten in der Schweiz

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, deren Geldspielkonkordat seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel und gilt nur in der Schweiz, Art. 4 BGS.

Über die Sperrliste hinaus existiert keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Die ersten Domains standen am 3. September 2019 darauf, Ende 2025 waren es 671. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, was die Aufsicht selber Domain-Hopping nennt.

Der geschlossene Katalog: worauf gewettet werden darf

Die zulässige Angebotspalette ist eine geschlossene Liste – die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, Fassung 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Qualifikationsrunden stehen nur auf der Liste, wenn sie dort stehen; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet; auf Trainingsläufe darf nie gewettet werden. Die Liste führt keine Corner- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich.

Erlaubt sind nur Sportwetten: Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zulässig. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen. Live-Wetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt; das Gesetz kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Virtuelle Sportarten sind in ihrer Zulässigkeit nicht geklärt.

Für Cricket heisst das: Ob und in welchem Umfang Cricket überhaupt im Programm steht, hängt davon ab, ob es auf dieser Liste auftaucht. Wer das prüfen will, findet die Liste bei der Aufsicht, und wer wissen will, welche Cricket-Märkte ein Veranstalter tatsächlich führt, schaut in dessen Wettprogramm.

Ausländische Anbieter: was fehlt, und was das kostet

Eine ausländische Bewilligung – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Kraft, Art. 4 BGS. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre, Art. 130 BGS. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Es besteht kein Schweizer Schutz und keine Fairplay-Kontrolle.

Wer in der Schweiz für ein im Inland nicht bewilligtes Glücksspiel wirbt, verstösst gegen Art. 74 Abs. 3 BGS; Art. 131 BGS sieht dafür eine Busse bis CHF 500’000 vor. Werbung darf zudem nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Ein zeitliches Werbeverbot zu bestimmten Tageszeiten gibt es nicht. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa – 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbedingungen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Auch bei Sporttip gilt: Es braucht keine Quote, um ein Spiel zu verlieren, wenn die Seite die Wette wegen eines zwischenzeitlichen Ereignisses mit Quote 1.00 wertet. Ein Live-Konto, das technisch hinkt, ist in einem Wicket-Festival ein Wettnachteil, und dieser Nachteil wird nicht als solcher ausgewiesen.

Steuern: wann ein Gewinn in der Steuererklärung auftaucht

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen – die ESTV nennt die Sportwetten ausdrücklich – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag beträgt CHF 1’071’000 ab 1.1.2026, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab; hier gilt «je nach Kanton», und eine einzelne kantonale Zahl wäre irreführend. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Für einen typischen Wettenden liegt der Gewinn weit unter dem Freibetrag: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an. Die kantonale Praxis kann solche Gewinne dennoch voll erfassen – die Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Steuerfragen dieser Art klärt man mit einem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung.

Wie Cricket-Livewetten unter die Marge fallen

Eine Livewette auf ein Cricket-Spiel ist der Markt, in dem die Marge für den Spielenden am wenigsten sichtbar ist. Die Quote bewegt sich während des Spiels, und der Quotenschlüssel wird nach jeder Anpassung neu gebildet – beim Zwei-Wege-Markt im Beispiel oben sind es rund 94,7 Prozent Auszahlungsquote und damit rund 5,3 Prozent Marge. Wenn ein Veranstalter während des Spiels weniger Konkurrenz spürt, kann er diese Marge weiter anziehen; wenn mehrere Anbieter denselben Zwischenstand stellen, geht sie zurück. Genau deshalb ist ein Vergleich der Quoten vor dem Spiel nur ein Teilbild. Wer live spielt, sollte sich vorher überlegen, wie oft er die Quote während eines Innings prüfen kann, denn eine Livewette, die man nicht beobachtet, ist nur eine schlecht getimte Vorabwette.

Verantwortungsvolles Spielen: Limiten, Pausen und die Spielsperre

Die Schweiz setzt die Limiten nicht, sie verlangt sie. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen, Art. 87 VGS. Gesenkt wird eine solche Limite sofort, erhöht wird sie nach Gesetzestext nach 24 Stunden – Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Einen gesetzlich fixierten Einzahlungsdeckel kennt die Schweiz nicht. Bei Swisslos kann zusätzlich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage vereinbart werden.

Wer das für eine Formalie hält, hat den Mechanismus nicht verstanden. Eine Limite, die man in zwei Minuten nach oben setzt, ist keine Limite, sondern eine Absichtserklärung.

Selbstsperre: der eine Schalter, der nicht zurückgeht

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Nach dem Gesetz kann eine freiwillige Sperre erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und eine Fachstelle ist daran beteiligt; ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Das ist die wirksamste Regel im ganzen System, und sie ist unbequem. Die Sperre gilt nämlich nicht nur dort, wo man sie setzt: Sie wandert ins Register und trifft auch die Casinos und Liechtenstein. Wer sie also als taktische Pause versteht, hat die falsche Tür gewählt – es ist die breite.

Warum der Mehrtages-Cricket einen eigenen Schutz braucht

Ein Test-Match ist die längste Wettform, die ein Sportprogramm kennt. Fünf Tage, drei Sessions pro Tag, Zwischenstände im Stundentakt. Ein Wettender, der während dieser fünf Tage mehrfach nachsetzt, merkt nicht, wie aus einem Einsatz zehn werden, weil zwischen den einzelnen Wetten nie eine Entscheidung liegt. Über fünf Tage gibt es keinen Moment, in dem die Bilanz einmal stillsteht.

Deshalb ist hier die Tages- oder Wochenlimite mehr wert als bei jedem Fussballabend. Und deshalb ist die Pause, die dem Spieler etwas verweigert, der eigentliche Dienst am Kunden.

Auch die Aufsicht selbst beschäftigt sich mit dem Thema. Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch: an Verkaufsstellen wurde bei 200 Fällen in 47.5 Prozent der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl sagt nichts über ein Online-Konto mit Identitätsprüfung – sie sagt etwas über den Schutz am Schalter. Wer glaubt, die Kontrolle sei an jeder Stelle gleich streng, irrt.

Der Zugang ist ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind online nicht zugelassen, und ein Konto pro Person mit verifizierter Identität ist die Regel. Wer sich für eine Selbstsperre oder eine tiefere Limite interessiert, findet die nötigen Angaben bei seinem Veranstalter und bei der Beratungsstelle, die er sonst nicht anruft.

Cricket-Märkte und Gewinne: so rechnet man eine Wette durch

Wer Cricket-Wetten abschliessen will, sollte vorher einen Gewinn ausrechnen können, ohne auf eine Anzeige zu schauen. Die Formel ist in der Schweiz überall dieselbe: Rückzahlung ist gleich Einsatz mal Quote. Der Nettogewinn ist Einsatz mal Quote minus eins. 20 Franken auf die Quote 2.10 ergeben eine Rückzahlung von 42 Franken und einen Nettogewinn von 22 Franken. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine zu einem einzigen Preis; zwei Beine zu je 1.80 ergeben 3.24, und aus 20 Franken werden 64.80 Franken, wenn beide aufgehen.

Warum die Quote allein noch nichts über die Wette sagt

Eine Quote von 2.10 sagt nichts darüber, wie wahrscheinlich das Ergebnis ist. Sie sagt nur, was der Veranstalter zu zahlen bereit ist. Erst zusammen mit der Anzahl der Ausgänge und der Marge wird daraus eine Information über das Spiel. Ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 – wie im Beispiel gerechnet – zahlt rund 94,7 Prozent aller Einsätze zurück. Das ist der Massstab, an dem ein Spielender erkennen kann, was eine Cricket-Partie, ein Innings-Markt oder ein Sieger-Markt tatsächlich kostet.

Was ein Regen aus einer Wette macht

Bei einem Limited-Overs-Spiel entscheiden die Duckworth-Lewis-Stern-Berechnung und die Mindestanzahl gespielter Overs darüber, ob es überhaupt ein Ergebnis gibt. In 50-Over-Spielen müssen mindestens 20 Overs gespielt werden, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als «No Result» gewertet – ausser ein Team ist all out oder erreicht das Ziel früher.

Für den Wettschein heisst No Result: die Wette findet kein Ergebnis, und die Regeln des Veranstalters dazu sind der einzige Ort, an dem die Antwort steht. Bei Anbietern ist das je nach Markt unterschiedlich geregelt; ein Spielender, der in einem regenreichen Monat auf Limited-Overs-Partien setzt, sollte das vorher wissen und nicht danach.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Die Reihenfolge dieses Abschnitts folgt der Bewilligung. Zuerst die beiden Veranstalter, die in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten dürfen, dann die acht ausländischen Marken, die in der Schweiz keine Bewilligung haben und hier ausschliesslich als Referenz stehen.

Swisslos Sporttip: der einzige Zugang für die Deutschschweiz unter den zwei Bewilligten

Das Konto ist an das Vertragsgebiet gebunden, die Limiten sind gesetzlich vorgeschrieben und selbst gesetzt, und der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000. Wen das nicht stört, bekommt dafür eine Umgebung, in der jede Pflicht gegenüber dem Spielenden an eine Bewilligung geknüpft ist, die es nur hier gibt. Wer mit einer Bet-Builder-Kombination aus abhängigen Ereignissen desselben Spiels liebäugelt, muss die dafür vorgesehene Funktion nutzen – sonst kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt und nur der Einsatz zurückerstattet werden.

Loterie Romande Jouez Sport: die Alternative heisst hier nicht ein anderer Anbieter

In der Westschweiz ist die Wahl keine Wahl. Sechs Kantone werden von der Loterie Romande bedient, und wer ausserhalb wohnt, kommt nicht hinein. Das ist die kantonal geteilte Veranstaltung von Sportwetten in ihrer konkretesten Form, und sie sagt mehr über den Schweizer Markt als jede Bewertung einzelner Quoten.

Betscore: Zweitmarke ohne Schweizer Wirkung

Betscore taucht bei Wettenden regelmässig auf. Für die Schweiz trägt das nichts: eine Bewilligung, die nicht benannt werden kann, hat nach Art. 4 BGS keine Kraft, und Anschluss an das hiesige Sperrregister besteht nicht. Das praktische Gewicht dieser Marke für einen Schweizer Leser ist damit gering.

22Bet: grosses Programm, kein Schweizer Anschluss

Das Programm ist umfangreich, der Schweizer Bezug fehlt. Ohne Bewilligung gibt es weder Anschluss an das Sperrregister noch einen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste der Aufsicht gesetzt werden. Wer ein Konto dort führt, sollte das nicht als Äquivalent zu einem Schweizer Konto betrachten – die beiden unterscheiden sich in mehr als der Farbe des Knopfs.

bet-at-home: ein bekannter Name, rechtlich ein Fremdkörper

Der Name ist in der Schweiz seit Jahren präsent, was ihn nicht bewilligter macht. Eine ausländische Bewilligung – aus welchem Land auch immer – gilt in der Schweiz nicht, und die Aufsicht nennt diese Marke im Zusammenhang mit dem Domain-Hopping. Verwirrend bleibt allein, dass ein so bekannter Name keine Schweizer Bewilligung hat.

Betify: ein Konto ohne Ansprechstelle im Inland

Ohne Bewilligung ist der Anbieter in der Schweiz nicht fassbar. Wer eine Beschwerde hat, kann sie nicht bei einer Schweizer Aufsichtsbehörde vorbringen, und eine Spielsperre aus dem Schweizer Register kennt das Konto nicht.

ZotaBet: Verlockung, die den Wohnsitz nicht kennt

Marken wie ZotaBet sind darauf gebaut, Bewilligungsgrenzen einfach zu ignorieren. Das ist ihr Geschäftsmodell, nicht ihre Schwäche. Wer dort spielt, spielt bewusst nach fremden Regeln.

BetAlright: geringes Gewicht, derselbe Rechtsstatus

Die Marke tritt in der Schweiz nur am Rand in Erscheinung. Das ändert nichts an der Einordnung: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Geringe Sichtbarkeit ist kein Ersatz für eine Aufsicht.

N1 Bet: die Grenzen zeigen sich erst im Streitfall

Solange alles läuft, funktioniert jedes Konto. Der Unterschied wird erst sichtbar, wenn eine Auszahlung stockt oder ein Markt strittig wird – dann zählt, welche Aufsicht hinter dem Anbieter steht.

BetFury: Krypto-Umfeld ohne Schweizer Rahmen

Der Anbieter bewegt sich im Umfeld von Krypto- und Casinoangeboten, das mit dem Schweizer System der geprüften Identität und der Auszahlung auf ein Konto auf den Namen des Inhabers nichts zu tun hat. Zwei Systeme, keine Brücke.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich als Person aus der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande auf Cricket setzen?

Nur wenn Cricket auf der Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten steht und Sie im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters wohnen. Swisslos bedient die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande die sechs Westschweizer Kantone. Ein Konto ausserhalb des Gebiets ist nicht möglich.

Was bedeuten Test-Match, One-Day-Spiel und Twenty20 für die Auswahl meiner Wette?

Das Format bestimmt die Dauer und damit die Zahl der Zwischenstände. Ein Test-Match läuft bis zu fünf Tage, ein ODI in der Regel über 50 Overs pro Innings, ein Twenty20 über 20 Overs mit höchstens 75 Minuten je Innings. Kurzformate entscheiden schnell, lange Formate binden Geld über Tage.

Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regen auf meine Wette aus?

Sie berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen sind mindestens 20 Overs nötig, im Twenty20 mindestens fünf, sonst gilt das Spiel als «No Result». Was dann mit Ihrem Einsatz geschieht, steht in den Wettregeln Ihres Veranstalters.

Wie berechne ich den Gewinn aus Einsatz und Quote?

Rückzahlung gleich Einsatz mal Quote, Nettogewinn gleich Einsatz mal Quote minus eins. 20 Franken auf 2.10 ergeben 42 Franken zurück und 22 Franken Gewinn. Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der Beine zu einem Preis; 1.80 mal 1.80 ergibt 3.24.

Wie schätze ich die Marge in einem Cricket-Markt ab?

Der Quotenschlüssel ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes; die Marge ist 100 Prozent minus diesen Wert. Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 94,7 Prozent, die Marge bei rund 5,3 Prozent. Ob die Quoten auf dem Schirm stehen, entscheidet also mit.

Wie werden Gewinne bei ausländischen Seiten im Vergleich zu Sporttip-Gewinnen besteuert?

Bei bewilligten Schweizer Grossspielen sind Gewinne bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei – bundesrechtlich CHF 1’071’000 ab 1.1.2026, kantonal abweichend. Darüber behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein. Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an; die kantonale Praxis kann diese Gewinne dennoch voll erfassen. Fragen Sie einen Steuerberater oder Ihre kantonale Steuerverwaltung.

Inhalt erstellt vom Team «gratistippsch.com»