Afrika-Cup-Wetten in der Schweiz – wer darf, wer darf nicht, und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026 — geprüft gegen die Bewilligungs- und Sperrlisten-Angaben von Gespa und Swisslos.

Ein ausgetrockneter Fussballplatz mit Rasenstreifen im warmen Nachmittagslicht, im Hintergrund Palmen und ein flaches Stadiondach.
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden.

Wer in Zürich oder Genf ein Konto für Wetten auf den Afrika-Cup sucht, stösst auf eine Liste, die sehr kurz ist. Zwei Veranstalter dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was unter afrikanischen Flaggen im Netz um Einsatz wirbt, arbeitet ohne Schweizer Bewilligung. Der Weg durch dieses Feld beginnt deshalb nicht bei der Frage, welche Quote am höchsten ist, sondern bei einer einfacheren: Wohne ich im richtigen Kanton, und bin ich dort auch registriert.

Damit ist die Reihenfolge dieses Textes schon gesetzt. Zuerst die Grenzen, die für jeden gelten, der überhaupt Geld setzt. Danach die Mechanik der Quoten und was eine Marge mit einem Preis macht. Dann der Spielplan, an dem sich der Wettkalender aufhängt. Dann der Vergleich der zehn Veranstalter samt dem, was ein Konto bei jedem von ihnen wirklich bedeutet. Danach Herkunft und Zuschnitt des Turniers. Am Schluss die Rechtslage — und die kommt nicht aus Höflichkeit nach hinten, sondern weil sie alles davor erst verständlich macht.

Verlustlimiten vor der ersten Wette: was die Schweiz vorschreibt

Wer zum ersten Mal ein Wettschein online ausfüllen will, trifft zuerst auf ein Formular. Bevor die erste Wette überhaupt möglich ist, müssen Spielende eigene Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Senken lässt sich eine so gesetzte Grenze sofort, erhöhen erst nach 72 Stunden. Das ist kein Trick des Anbieters, sondern die Bedingung, zu der in der Schweiz gewettet wird.

Ein Fussball liegt auf rotbraunem Sand am Rand eines Dorfes, die Abendsonne wirft lange Schatten.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Dahinter steht eine Aufteilung, die man kennen sollte: Der Staat legt keine feste Einzahlungsgrenze für Sportwetten fest, die gibt es in der Schweiz nicht. Er verlangt nur, dass der Veranstalter vom Spielenden Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsatz beziehungsweise Verlust verlangt. Die Zahl im Feld ist also die eigene, und genau darum die einzige, die niemand für einen verhandelt. Wer CHF 200 im Monat als Verlustlimite einträgt, hat damit nicht eine Empfehlung befolgt, sondern eine Entscheidung getroffen, die 72 Stunden später niemand mehr ohne Weiteres aufheben kann. Von dieser Sperrfrist profitiert genau der Moment, in dem man sie am liebsten umgehen würde.

Zusätzlich lässt sich bei Swisslos eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Sie liegt auf einer anderen Ebene als die Verlustlimite, was praktisch heisst: Der eine Wert begrenzt, was man einzahlt, der andere, was man verlieren darf. Zwei Kontobewegungen, zwei Kontrollen. Wer nur einen der beiden Werte nutzt, hat die Hälfte des Werkzeugkastens liegen gelassen.

Spielsperre: das Register, das nicht beim Veranstalter endet

Ein Spielender kann sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren. Vor Ablauf dieser Frist gibt es keine Aufhebung. Der Unterschied zwischen einer kurzen Auszeit und einer unbefristeten Sperre ist erheblich: Die unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt dann auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich hier sperrt, sperrt sich nicht bei einem Anbieter — er sperrt sich im ganzen zugelassenen Schweizer Angebot.

Die Sperre ist die härteste der verfügbaren Bremsen und die einzige mit institutioneller Rückendeckung. Die selbst gesetzte Verlustlimite schützt vor einem schlechten Abend. Die Sperre schützt vor dem nächsten halben Jahr. Beide wirken unabhängig davon, welches Turnier gerade läuft, und Afrika-Cup-Wetten mit einem Viertelfinale, das in die Nachspielzeit geht, sind genau die Situation, in der der Unterschied zwischen den beiden Werkzeugen spürbar wird.

Der Afrika-Cup findet ausserdem ohne Schweizer Beteiligung statt. Das klingt nach einem Nebensatz, hat aber einen praktischen Effekt: Es gibt keinen Heimatbezug, der eine Wette gefühlt vernünftiger macht, und keine Rivalität, die den Einsatz rechtfertigt. Ein Wettkalender ohne Nationalmannschaft ist ein Wettkalender, in dem ein Budget sehr viel leichter hält, was es soll. Wer die eigenen Limiten im Feld bereits kennt, merkt das eher, als wer sie nach dem dritten Gruppenspieltag sucht.

Quoten, Marge und was ein «Bonus» auf den Nettogewinn kostet

Eine Quote ist keine Prophezeiung. Sie ist eine Zahl mit einem eingebauten Aufschlag, und dieser Aufschlag lässt sich ausrechnen. Bei einem Beispielmarkt mit den Quoten 2.10 auf die Heimmannschaft, 3.40 auf das Unentschieden und 3.60 auf die Auswärtsmannschaft beträgt der Auszahlungsanteil des Marktes rund 95,4 %, was einer Marge von etwa 4,6 % entspricht. Die Rechnung dahinter ist die Auszahlungsquote: eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Der Rest bleibt beim Veranstalter — für diese Ausgabe über alle drei Ausgänge gerechnet, nicht für jede Wette einzeln.

Zwei Dinge folgen daraus sofort. Erstens: Die Marge ist eine Eigenschaft des Marktes, nicht der Wette. Ein Markt mit drei Ausgängen und ein Markt mit zwei Ausgängen verteilen denselben Aufschlag unterschiedlich, und die Zahl am Ende ist deshalb nur innerhalb desselben Marktes vergleichbar. Zweitens: Die Höhe der Marge ist bei einem Beispielmarkt wie diesem ein Rechenbeispiel, keine zugesicherte Grösse der Schweizer Anbieter — die tatsächlichen Quoten hängen vom Ereignis ab und ändern sich bis zum Anpfiff.

Das Beispiel ist mit Absicht harmlos gewählt. Wo die Marge dick wird, ist nicht der Spielausgang, sondern alles, was viele Ausgänge hat: Kombinationen aus mehreren Spielen, Spezialmärkte, Torschützen. Wer eine Kombiwette aus fünf Ausgängen zusammensetzt, multipliziert nicht nur die Quoten, sondern auch die Aufschläge. Aus vier Prozent pro Markt werden schnell mehr als zwanzig Prozent im fertigen Wettschein, ohne dass eine einzige Zahl auf dem Bildschirm das verrät. Ein Preis, der auf dem Wettschein glänzt, ist selten einer, der auf der Rechnung gut aussieht.

Verlängerung, Elfmeterschiessen und die Frage, was gewertet wird

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — im Fussball rund 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Das ist eine der Stellen, an denen ein K.-o.-Spiel anders aussieht als ein Gruppenspiel: Ein Ausgang, der in der 118. Minute zur Entscheidung wird, kann für eine Wette auf die reguläre Spielzeit bereits festgestanden haben.

Die Regel ist klar, ihre Konsequenz weniger. Wer auf den Gesamtsieger im Viertelfinale setzt und dabei den Markt auf die reguläre Spielzeit erwischt, hat im Fall einer Verlängerung zwei Chancen auf einen Verlust, die er nicht sieht: das Remis nach 90 Minuten und die Entscheidung danach. Das Wettprogramm nennt es, die Verantwortung liegt aber beim Lesen. Beim Afrika-Cup 2025 hat das Finale die längste mögliche Fassung dieser Frage geliefert: Senegal gewann am 18. Januar 2026 gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Nach 90 Minuten stand es torlos. Wer auf einen Ausgang nach regulärer Spielzeit gesetzt hatte, hatte ihn richtig eingeschätzt und falsch getippt.

Cash-Out und Livewetten: zwei Features, die man verstehen muss

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie, dass jeder Markt dazu berechtigt ist, besteht nicht. Der ausgezahlte Betrag liegt tiefer als der mögliche Gewinn, wenn man die Wette durchlaufen lässt, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden.

Zwei praktische Folgen. Erstens ist Cash-Out damit kein Sicherheitsnetz, sondern ein zweites Geschäft: Der Wert, den man verkauft, enthält immer den Aufschlag des Veranstalters, und der liegt beim vorzeitigen Ausstieg noch einmal anders als in der ursprünglichen Quote. Zweitens hat der Ausstieg eine Nebenwirkung, die man leicht übersieht, wenn es um verstärkte Gewinne geht: Wer eine Quote mit einem Quoten- oder Profitboost nutzt und dann cash-out betätigt, verliert den Boost. Das verfügbare Werkzeug verfällt in genau dem Moment, in dem man es braucht.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die erst nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wettabgaben ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Der Einsatz kommt dann zurück, der Gewinn fehlt. Wer live auf ein Ereignis setzt, das er nicht sieht, handelt schneller als der Zeitstempel, und diese Regel ist der Grund, warum das schiefgeht.

Verstärkte Quoten und Kombiboosts: rechnen lohnt sich

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online, für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro wettende Person nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung begrenzt, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und staffelt die Erhöhung des Nettogewinns: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen.

Diese Staffelung liest sich auf der Werbefläche wie ein Geschenk und in der Praxis wie eine Wette auf die eigene Trefferquote. Fünf Voraussagen mit Quote 1.50 oder höher bedeuten bei einem ausgewogenen Buch etwa 1.50 hoch fünf an möglichem Ertrag — und eine Trefferwahrscheinlichkeit, die deutlich unter der Hälfte liegt. Der Boost ist damit ein Zuschlag auf ein seltenes Ereignis, nicht auf ein häufiges. Wer ihn einplant wie einen Rabatt auf jede Kombiwette, hat die Staffelung als Zusage gelesen statt als Angebot.

Spielplan des Afrika-Cups: von der Gruppenphase bis zum Finale

Der Afrika-Cup ist ein Turnier der Kontinentalverbands CAF und wurde erstmals 1957 ausgetragen. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil, nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden. Für den Wettkalender zählt vor allem eines: Der Modus legt fest, welche Märkte zu welchem Zeitpunkt überhaupt sinnvoll sind.

Die letzte Ausgabe, der Afrika-Cup 2025, wurde vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko ausgetragen — verschoben vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025. Die nächste Ausgabe, der Afrika-Cup 2027, soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an. Wer heute einen Überblick über einen afrikanischen Wettkalender sucht, liest also in der Regel Zahlen aus der abgelaufenen Ausgabe und Planungsdaten der kommenden — zwei Quellen mit sehr unterschiedlicher Härte.

Gruppenphase: sechs Vierergruppen und der Umweg über die Dritten

Beim Afrika-Cup 2025 wurden sechs Vierergruppen gespielt. Die Gruppenersten und -zweiten kamen weiter, dazu die besten vier Gruppendritten; danach folgte ein K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschiessen bei Gleichstand. Diese Struktur ist der wichtigste Satz für jeden, der auf die Gruppenphase setzen will: Es gibt dritte Plätze, die weiterkommen, und deshalb gibt es Spiele, in denen ein Unentschieden beiden Seiten nützt.

Genau das lässt sich vor einem Gruppenspiel nur begrenzt ausrechnen, weil der Vergleich über die Gruppen hinweg erst nach dem letzten Ballkontakt der dritten Runde feststeht. Ein Punkt, der in der Tabelle nach zwei Spielen harmlos aussieht, kann in der letzten Runde zum Ticket werden. Wer auf Spielausgänge in der Gruppenphase setzt, sollte den Tabellenstand aller sechs Gruppen im Blick haben und nicht nur den der eigenen Mannschaft — sonst bewertet er ein Spiel nach einem Massstab, den es nicht gibt.

Für den Vergleich der Vorrundenmärkte lohnt sich ein zweiter Blick auf die Struktur. Sechs Vierergruppen bedeuten 36 Gruppenspiele, verteilt auf gut vier Wochen. Wer über den ganzen Turnierverlauf setzen will, hat damit reichlich Gelegenheit, seinen Einsatz auf viele kleine Wetten zu streuen statt auf wenige grosse. Die Verlustlimite für 30 Tage ist ein Wert, der über ein solches Turnier hinweg greift, und die dritten Gruppenspieltage liegen zeitlich dicht genug beieinander, dass eine Serie schnell sichtbar wird.

Viertelfinale, Halbfinale und die K.-o.-Logik

Ab dem Viertelfinale gibt es keine zweite Chance mehr und keine Rechnung mit dritten Plätzen. Der K.-o.-Modus führt bei Gleichstand zur Verlängerung und, wenn es dann noch steht, zum Elfmeterschiessen. Für den Spielausgang heisst das: Es gibt drei mögliche Ausgänge statt zwei, weil das Remis nach regulärer Spielzeit auch in einem K.-o.-Spiel ein valides Ergebnis ist. Wer das übersieht und ein Ausscheidungsspiel wie ein Endspiel behandelt, bei dem einer gewinnen muss, setzt auf einen Ausgang, den es im Markt nicht gibt.

Der Unterschied zwischen den Runden liegt in der Zahl der Spiele, nicht in ihrer Struktur. Viertelfinale und Halbfinale teilen denselben Modus, das Finale ebenfalls. Für den Wettenden heisst das: In den letzten drei Runden ist die Menge der Partien klein, und die verfügbaren Märkte verschieben sich entsprechend auf Ergebnis, Spielverlauf und die Frage, wer im Turnier noch wie weit kommt. Wer früh auf den Turniersieger setzt, hält eine Wette über Wochen, deren Ertragschance sich mit jedem Spieltag verschiebt. Das ist kein Fehler, aber es ist eine andere Art Wette als ein Einsatz auf einen einzelnen Anpfiff.

Wo der Spielplan an Informationswert gewinnt — und wo die Grenze liegt

Der Turnierkalender trägt einen Teil der Entscheidung schon in sich. Eine Vorrunde mit drei Spieltagen in kurzer Abfolge erzeugt Formkurven, die sich aus dem ersten Spiel noch nicht ablesen lassen. Die Setzliste und die Anreisebedingungen in Marokko 2025, in drei Gastgeberländern 2027 sind Faktoren, die auf der Ansetzung beruhen und nicht auf der Form am Tag des Spiels.

Was der Plan nicht liefert: keine Prognose, kein Favoritenstatus, kein Ergebnis. Der Ort eines Spiels im Kalender sagt, wann es stattfindet und welche Mannschaften unter welchen Bedingungen antreten, nicht wer gewinnt. Wer den Spielplan als Argument für einen Tipp liest, verwechselt Struktur mit Vorhersage. Die Beschränkung auf das, was der Plan tatsächlich enthält, ist der ehrlichere Umgang mit ihm.

Die zehn Veranstalter im Vergleich: Bewilligung, Angebot, Bewertung

Die folgende Einordnung trennt zwei Gruppen, und die Trennung ist nicht optisch. Auf der einen Seite stehen die beiden Veranstalter, die nach dem Geldspielgesetz in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten dürfen. Auf der anderen stehen ausländische Marken, die ohne Schweizer Bewilligung auftreten und die Schweizer Spielende im Netz antreffen. Ein Vergleich über beide Gruppen hinweg ist nur insofern sinnvoll, als er auf denselben Feldern stattfindet — und weil die Felder unterschiedlich gefüllt sind, steht das entsprechende Urteil am Ende bei jedem Eintrag.

Veranstalter Bewilligung in der Schweiz Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; Gespa Sperrliste möglich
1xBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; Gespa Sperrliste möglich
Funbet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; Gespa Sperrliste möglich
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; Gespa Sperrliste möglich
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; Gespa Sperrliste möglich
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; Gespa Sperrliste möglich
Pribet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; Gespa Sperrliste möglich
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; Gespa Sperrliste möglich

Die Spalte mit der Bewilligung ist die einzige, in der sich die beiden Gruppen überhaupt unterscheiden lassen, und sie ist deshalb die erste. Was in der dritten Spalte steht, ist bei acht von zehn Einträgen dieselbe Aussage in unterschiedlicher Länge: keine in der Schweiz wirksame Bewilligung. Das ist keine Schwäche der Tabelle, sondern ihr Ergebnis. Ein Bewilligungsregister, das zwei Einträge für Sportwetten führt, erzeugt eine Vergleichstabelle mit zwei relevanten Zeilen und acht Wiederholungen.

Wer die Tabelle als Rangliste liest, liest sie falsch. Sie beantwortet die Frage, wer in der Schweiz überhaupt darf, nicht die Frage, wer die bessere Quote hat. Die beiden Fragen liegen auf verschiedenen Ebenen, und die zweite lässt sich nur bei den Anbietern stellen, die zur ersten überhaupt zugelassen sind.

Swisslos Sporttip: der Veranstalter für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Durchgeführt wird Sporttip im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet möglich.

Die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und eine einmalige Registrierung pro Person. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist der aufwendigste Teil des Einstiegs und derjenige, der am wenigsten verhandelbar ist. Ein Konto lässt sich nicht schnell anlegen, und das ist der Preis für ein Angebot, das im Gegenzug im Schweizer Rechtssystem steht.

Zum Wettangebot selbst gehören Einzel-, Kombinations- und Systemwetten sowie Livewetten. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Diese Werte kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Unterschied zwischen den beiden Höchstwerten ist der praktisch wichtigste Satz in dieser Aufzählung: Eine Systemwette bündelt mehrere Kombinationen und erlaubt deshalb den zehnfachen Einsatz. Wer sein Budget in Systemwetten steckt, kann pro Wettschein deutlich mehr bewegen, als ihm ein einzelner Schein über CHF 1’000 suggeriert.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer zwei Märkte desselben Spiels zusammenlegt, sollte deshalb prüfen, ob das über die dafür vorgesehene Funktion geschieht.

Zum Vergleich der beiden Schweizer Veranstalter gehört eine Zahl, die über die Sportwetten hinausgeht: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang im Sportwettenteil ist der interessantere Wert. Das Geschäft wächst in der Lotterie und schrumpft dort, wo der Wettbewerb über den Bildschirmrand hinausgeht.

Herkunft und Zuschnitt des Turniers: was der Afrika-Cup ist

Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen. Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 nehmen erstmals 24 Mannschaften teil; nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden. Diese drei Sätze sind der Rahmen, in dem jede Wette auf das Turnier steht — und sie erklären, warum der Kalender um den Afrika-Cup herum ein anderer ist als etwa um eine europäische Liga.

Ein Turnier, das alle zwei Jahre stattfindet und auf vier Jahre umgestellt wird, verschiebt die Planungshorizonte. Wer den Afrika-Cup als jährlichen Fixpunkt im Wettkalender einplant, wird nach 2027 eine Lücke finden. Für Spielende ist das kein Nachteil, aber eine brauchbare Information: Die Vertrautheit mit dem Turnier, die sich über mehrere Ausgaben aufbaut, entwertet langsamer, wenn die nächste Ausgabe erst vier Jahre später ansteht. Man setzt auf Mannschaften, deren Kader sich bis dahin weitgehend erneuert haben wird.

Die abgelaufene Ausgabe: Marokko 2025 und der verschobene Termin

Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt, nachdem das Turnier wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel verschoben worden war. Die Verschiebung ist mehr als eine Randnotiz: Sie führte dazu, dass ein Turnier, das üblicherweise in der europäischen Sommerpause läge, mitten in die laufende Saison der europäischen Ligen fiel. Für Wetten heisst das, dass die Form der Nationalspieler im Dezember eine andere war als im Juni.

Torschützenkönig wurde Brahim Díaz aus Marokko mit fünf Toren. Im Spiel um Platz drei gewann Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschiessen mit 4:2. Beide Angaben beschreiben einen Turnierverlauf, der sich nur begrenzt auf die nächste Ausgabe übertragen lässt; sie gehören zur Einordnung der abgelaufenen Auflage und nicht zu einer Erwartung an 2027.

Das Finale und der nachträglich geänderte Ausgang

Im Finale des Afrika-Cups 2025 gewann am 18. Januar 2026 Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Zwei Monate später wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Das ist der ungewöhnlichste Vorgang der letzten Ausgabe und für Wettende ein Fall, der Erklärungen verlangt.

Wie ein nachträglich geänderter Turnierausgang auf abgerechnete Wetten wirkt, lässt sich nicht in einem Satz beantworten. Es hängt davon ab, welche Regel der jeweilige Wettanbieter für die Auswertung zugrunde legt und ob eine Wette auf den Ausgang des Finales auf das Ergebnis auf dem Platz oder auf die offizielle Wertung abstellt. Wer auf die nächste Ausgabe setzt und eine parallele Konstellation für undenkbar hält, sollte in den Wettregeln nach der Klausel zur nachträglichen Ergebnisänderung suchen — sie ist dort üblicherweise als eigener Absatz geführt.

Was der Afrika-Cup im Vergleich zur Europameisterschaft auszeichnet

Wer die letzten grossen Turniere verfolgt hat, kennt den Rhythmus der Europameisterschaft und ihren Modus mit 24 Teilnehmern. Beide Turniere teilen die Zahl der Mannschaften. Sie teilen nicht die Verfügbarkeit von Daten: Auf eine EM-Ausgabe folgen mehrere Jahre dichter Spielbetrieb mit denselben Mannschaften in derselben Verfassung. Beim Afrika-Cup liegen zwischen den Ausgaben zwei Jahre, Kader verändern sich, einzelnen Spielern fehlt die sichtbare Form über den ganzen Turnierrhythmus.

Die UEFA Super League oder Vergleichbares existiert nicht, dafür gibt es den Afrika-Cup der CAF als festen Bestandteil des Kontinentalwettbewerbs, und für Schweizer Spielende ist der Afrika-Cup ein Turnier, dessen Spiele zu Zeiten stattfinden, die mit dem eigenen Tagesablauf kollidieren. Viele Partien liegen am späten Abend oder in der Nacht. Das ist eine Randbedingung des Marktes, die sich unmittelbar auf Livewetten auswirkt: Wer nachts am Bildschirm sitzt und auf ein laufendes Spiel setzt, entscheidet unter anderen Bedingungen als jemand, der am Nachmittag einen Prematch-Schein ausfüllt. Die eigene Verlustlimite wird durch den Anpfiffzeitpunkt nicht verhandelbarer, aber die Wahrscheinlichkeit, sie umgehen zu wollen, wächst mit der Uhrzeit.

Was die Rechtslage in der Schweiz für Afrika-Cup-Wetten wirklich bedeutet

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, deren Geldspielkonkordat seit 1. Januar 2021 in Kraft ist. Nicht zuständig ist die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt — deshalb die kurze Liste.

Ein Bergpass in den Schweizer Alpen mit leerer Strasse und Schneeresten am Rand im ersten Frühlicht.
Im Finale des Afrika-Cups 2025 am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung.

Auf was gewettet werden darf, steht in keiner offenen Liste. Erlaubt ist eine geschlossene Aufstellung: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026). Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie dort aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie dort stehen, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Die Liste enthält keine Ecken- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und live, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht.

Für Afrika-Cup-Wetten heisst das: Das Turnier muss als Wettkampf auf der Liste stehen, und die konkrete Wettart ebenfalls. Wer einen Markt in einem Sporttip-Wettprogramm findet, kann davon ausgehen, dass er freigegeben ist — es gibt kein freies Angebot daneben. Was nicht auf der Liste steht, ist nicht verboten, weil es unanständig wäre, sondern weil es nicht bewilligt ist. Der Unterschied ist im Streitfall erheblich.

Cash-Out wiederum ist gesetzlich nicht geregelt. Es ist ein Feature des jeweiligen Veranstalters, keine vorgeschriebene Leistung, und deshalb gibt es auch keine einheitliche Zusicherung darüber, für welche Märkte es verfügbar ist. Steht bei einem Schedule Cash-Out in den Geschäftsbedingungen, ist das eine Zusage des Veranstalters. Fehlt es dort, ist es keine.

Was von Seiten des Schutzes vorgeschrieben ist

Neben der bewilligten Liste steht eine zweite Hälfte des Rahmens, die den Spielenden selbst betrifft. Eine Sperre nach Artikeln des BGS erfasst überschuldete oder suchtgefährdete Personen und die Selbstsperre; sie wird in einem gemeinsam geführten Register der gesperrten Personen geführt. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, wobei eine Fachstelle einbezogen wird. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss vom Veranstalter angeboten werden. Gesperrte und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Auf Seite der Zahlungen gilt: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht, und Kredite an Spielende sind nicht erlaubt. Die Verordnung regelt den Empfänger, nicht die Marke: Welche Zahlungsdienstleister ein Veranstalter akzeptiert, steht in dessen eigenen Bedingungen. Die Schweiz kennt kein Instrument, mit dem Banken oder Kartennetzwerke Zahlungen an nicht bewilligte Wettanbieter blockieren — wer das annimmt, verlässt sich auf einen Mechanismus, den es nicht gibt.

Für Afrika-Cup-Wetten, die für den ganzen Turnierzeitraum laufen, ist das relevant: Ein Langzeit- oder Turniersiegerschein fällt nicht unter die Regeln eines einzelnen Abends, und die Verlustlimite für 30 Tage deckt einen Turnierzeitraum nur dann sauber ab, wenn sich der Einsatz auf mehrere Wettscheine verteilt. Wer die ganze Turnierdauer in einer Wette bündelt, hat im Limitenraster weniger Spielraum für die Spiele, die dann tatsächlich kommen.

Steuern auf Wettgewinne: der Schwellenwert und das «je nach Kanton»

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zu einem Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Auf Bundesebene liegt die Schwelle ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025: CHF 1’070’400). Oberhalb des Schwellenwerts behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die mit der Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Die kantonale Schwelle weicht ab — dazu gibt es keine einheitliche Zahl, sie ist je nach Kanton verschieden.

Auf einen typischen Einzeleinsatz gerechnet liegt ein Gewinn weit unter dem Betrag. Es fällt dann weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn an. Anders sieht es bei Gewinnen ausländischer Anbieter aus: Sie unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Die kantonale Praxis ist uneinheitlich, und mindestens ein Kanton behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Für den eigenen Fall ist eine Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Auskunft.

Ausländische Anbieter: was eine ausländische Bewilligung in der Schweiz gilt

Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Geltung. Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, begeht eine Straftat: bis zu drei Jahre oder eine Geldstrafe, gewerbsmässiger Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft. Das ist die gute Nachricht in diesem Absatz; es ist die einzige.

Im übrigen fehlt die ganze Infrastruktur. Ein ausländischer Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und Einsätze wie Gewinne können in einem Verfahren gegen die Veranstalterin eingezogen werden. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; die erste Liste datiert vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Das Blockieren trifft die Adresse, nicht das Angebot.

Für die Auswahl bedeutet das eine nüchterne Sachlage und keine einfache: Das bewilligte Angebot bietet vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste an Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzbedingung und eine identitätsgeprüfte Registrierung. Die Alternative bietet weniger Bedingungen und nichts von alledem. Keine der beiden Seiten ist die sichere Wahl, weil sie existiert.

Was Wetten auf den Afrika-Cup bei Swisslos kosten und was sie einbringen

Wer wissen will, was bei Sporttip unterm Strich stehen kann, muss zwei Zahlen zusammensetzen. Die erste liefert die Auszahlungsquote des Marktes — der Anteil aller Einsätze, den ein einzelner Markt über seine Ausgänge zurückzahlt. Die zweite liefert der Kombiboost, der den möglichen Nettogewinn einer Kombination erhöht, wenn die Voraussetzungen stimmen.

Bei einem Beispielmarkt mit den Quoten 2.10 auf den Heimsieg, 3.40 auf das Remis und 3.60 auf den Auswärtssieg ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95,4 % und damit eine Marge von etwa 4,6 %. Die Auszahlungsquote ist eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten, die Marge ist der Rest bis 100 %. Wer CHF 100 in diesem Beispielmarkt nacheinander auf alle drei Ausgänge setzte, hätte unabhängig vom Ergebnis rund CHF 95,4 zurück — nicht, weil das Ereignis so ausgeht, sondern weil der Preis so gebaut ist.

Bei einer Kombination aus vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 setzt der Kombiboost bei Swisslos 5 % auf den möglichen Nettogewinn obendrauf, bei sieben Voraussagen 20 %, bei zehn 40 % und bei fünfzehn 100 %, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung begrenzt sind. Die Staffelung folgt einer klaren Logik: Je länger die Kette, desto höher der Zuschlag — und desto unwahrscheinlicher, dass sie durchläuft. Der prozentual grösste Boost sitzt am unwahrscheinlichsten Ende. Wer fünfzehn Spiele richtig tippt, bekommt den doppelten Nettogewinn; wer fünfzehn Spiele richtig tippt, hat aber auch ein Ereignis erwischt, das an Seltenheit nicht zu überbieten ist. Der Boost verteuert das Risiko nicht, aber er belohnt es auch nicht so, wie die Prozentzahl nahelegt.

Beide Zahlen zusammen sagen etwas über den Rahmen und nichts über den einzelnen Wettschein. Die Marge ist ein Durchschnitt über viele Wetten und über den ganzen Markt gerechnet, nicht ein Abzug, den der einzelne Wettende in einer einzelnen Wette erlebt. Ob eine Wette aufgeht, entscheidet sich am Spiel und nicht an der Marge; ob der ganze Abend teuer wird, entscheidet die Marge sehr wohl mit.

Die zehn im Einzelnen: wer wofür steht

Swisslos Sporttip — der vollständige Rahmen mit Wohnsitzbedingung. Die Bewilligung als Grossspiel mit Aufsicht durch die Gespa und der Sitz der Genossenschaft in Basel sind die beiden Eckdaten. Dazu kommt die Zugehörigkeit zu einem Vertragsgebiet, das von Aargau bis Zürich sowie Tessin und Liechtenstein reicht. Ein Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet voraus, eine Ausweiskontrolle und die einmalige Registrierung. Beim Einsatz beginnt die Skala bei CHF 1 und endet bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette beziehungsweise CHF 10’000 für eine Systemwette. Wer sein Guthaben in Systemwetten umsetzt, kann pro Wettschein deutlich mehr bewegen als in Einzelwetten.

Ausserhalb des Vertragsgebiets ist der Zugang verschlossen, und das ganz ohne Kulanz. Das ist die klarste Grenze im ganzen Feld und für viele Leser die erste Entscheidung, die sie treffen müssen: nicht welche Quote, sondern ob überhaupt ein Konto möglich ist.

Loterie Romande Jouez Sport — derselbe Rahmen für sechs Kantone. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14 in Lausanne, sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet möglich. Die Bewilligungsgrundlage ist dieselbe wie bei Swisslos: ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz unter Gespa-Aufsicht.

Für einen Leser in Genf oder Lausanne ist das die einzige bewilligte Adresse. Wer in Zürich wohnt, kann dort kein Konto eröffnen, und vice versa. Die beiden Schweizer Veranstalter konkurrieren deshalb nicht um dieselben Spielenden, sondern teilen ein Land in zwei Gebiete auf.

Bruce Bet — ohne Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Bruce Bet tritt ohne diese Bewilligung auf; eine anderweitig gemeldete Bewilligung hat keine Geltung in der Schweiz, der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen und es besteht kein Schweizer Rechtsschutz. Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

1xBet — ohne Schweizer Bewilligung. Dieselbe Rechtslage. Kein Schweizer Veranstalterstatus, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste möglich.

Funbet — ohne Schweizer Bewilligung. Rechtslage siehe 1xBet.

Boomerang Bet — ohne Schweizer Bewilligung. Rechtslage siehe 1xBet.

BetLabel — ohne Schweizer Bewilligung. Rechtslage siehe 1xBet.

Gamdom — ohne Schweizer Bewilligung. Rechtslage siehe 1xBet.

Pribet — ohne Schweizer Bewilligung. Rechtslage siehe 1xBet.

WirWetten — ohne Schweizer Bewilligung. Rechtslage siehe 1xBet.

Häufige Fragen zu Afrika-Cup-Wetten in der Schweiz

Wer organisiert den Afrika-Cup, und wann findet die nächste Ausgabe statt?

Organisiert wird das Turnier von der CAF, dem afrikanischen Kontinentalverband. Die nächste Ausgabe ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda angesetzt. Für die Qualifikation haben sich 54 Mannschaften angemeldet. Ein Afrika-Cup mit der Jahreszahl 2026 existiert nicht.

Darf in der Schweiz auf den Afrika-Cup gewettet werden, und bei wem?

Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Voraussetzung ist, dass Ereignis und Wettart auf der Gespa-Liste stehen. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet voraus. Ausländische Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung.

Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Wette auf den Spielausgang zur regulären Spielzeit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer im K.-o.-Modus auf den Ausgang nach 90 Minuten setzt, kann bei einem Remis verlieren, auch wenn sein Team nach Verlängerung gewinnt.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der mögliche Rückzahlungsbetrag ist Einsatz mal Quote. Die Marge ist der Aufschlag, der in den Quoten steckt: Bei einem Beispielmarkt mit den Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 liegt der Auszahlungsanteil bei rund 95,4 %, die Marge also bei etwa 4,6 %. Sie ist eine Eigenschaft des Marktes, nicht der einzelnen Wette.

Wie funktionieren Verlustlimiten, und wie wird eine Spielsperre eingetragen?

Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 beziehungsweise CHF 1’000 unter 21 Jahren; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen, das auch Casinos erfasst.

Ab welchem Betrag fällt auf Wettgewinne Verrechnungssteuer an, und was heisst «je nach Kanton»?

Auf Bundesebene liegt der Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400. Oberhalb dieses Wertes behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein. Die kantonalen Schwellen weichen voneinander ab — deshalb «je nach Kanton». Typische Gewinne liegen weit darunter.

Inhalt erstellt vom Team «gratistippsch.com»