Asiatische Wetten in der Schweiz: Was eine Linie mit Ihrem Einsatz macht

Updated Oktober 2026
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29. Oktober 2026 — geprüft gegen die Bewilligungen und Spielregeln von Swisslos (Sporttip) und der Loterie Romande (Jouez Sport) sowie gegen die Liste der von der Gespa bewilligten Wettarten.

Ein Fussball und ein Massband liegen auf kurz geschnittenem Rasen neben einer Kreidelinie, Morgenlicht von der Seite.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Eine Wette auf 1.90 mit CHF 100 Einsatz zahlt bei einem Treffer CHF 190 zurück. Zwischen diesen CHF 100 und diesen CHF 190 liegen 10 Franken, die dem Wettenden vor jedem Anpfiff abgezogen werden, denn die beiden Quoten eines Zweiwegemarkts beschreiben zusammen nicht 100 Prozent Rückzahlung, sondern etwas weniger. Diesen Abstand nennt der Markt den Quotenschlüssel, und sein Gegenstück heisst Marge. Wer asiatische Wetten verstehen will, sollte mit dieser Zahl anfangen, nicht mit der exotischsten Linie des Programms. Zwei Quoten von je 1.90 ergeben eine Auszahlungsquote von rund 95 Prozent; die Marge liegt also bei etwa 5 Prozent. Das ist keine Kleinigkeit, sondern die Eintrittsgebühr jedes einzelnen Tipps, und sie ist der Grund, warum ein asiatisches Handicap mit halber Linie weniger spektakulär ist, als es klingt: Es verschiebt nicht das Verhältnis von Gewinn und Verlust, es verschiebt nur, wer auf welcher Seite des Ergebnisses steht.

Wer in der Schweiz wettet, hat es mit einer kleinen, klar umrissenen Welt zu tun. Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes, sie stehen unter der Aufsicht der Gespa in Bern, und als Veranstalterinnen zugelassen sind genau zwei: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ein Online-Konto erhält nur, wer im jeweiligen Vertragsgebiet wohnt. Alle anderen Namen, die in Schweizer Wohnzimmern auf dem Bildschirm auftauchen, liegen ausserhalb dieser Ordnung, ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg. Die Wahl besteht deshalb nicht zwischen zwanzig Anbietern, sondern zwischen zwei Wegen, und der zweite Weg, der ausländische, ist kein gleichwertiger zweiter Weg. Er bringt ein breiteres Programm, aber er bringt es ohne den Schutz, den die Schweiz dem Spielenden zuschreibt. Wer asiatische Wetten sucht, entscheidet zuerst, welchen dieser beiden Wege er gehen will, und erst danach, welche Linie ihm gefällt.

Schutz vor dem eigenen Ehrgeiz: Warum asiatische Wetten Disziplin brauchen

Ein asiatisches Handicap mit Viertellinie zerlegt einen Einsatz in zwei Hälften, und jede Hälfte geht in eine eigene Wette. Auf dem Wettschein steht trotzdem eine Zeile. Genau hier liegt ein Risiko, das mit der Wettleidenschaft zu tun hat und nichts mit der Mathematik: Der Betrag, den jemand im Kopf als «meine Wette» führt, ist kleiner als der Betrag, den er tatsächlich riskiert, weil dieselbe Überzeugung mehrfach abgerechnet wird. Wer fünf Handicaps desselben Spiels mit je CHF 50 spielt, hat nicht eine Wette über CHF 50, sondern ein Paket über CHF 250 — bei Sporttip stösst er damit lange vor dem Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette an die eigene Einsicht, nicht an die Regel. Die Aufteilung ist bequem, und weil sie bequem ist, wird sie zum Ausgabentreiber.

Ein Seeufer mit einem hölzernen Steg, Nebel liegt über dem Wasser, am anderen Ufer erheben sich Berge.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Verlustlimiten als Schutz bei komplexen Wettarten

Wer bei Sporttip zum ersten Mal teilnimmt, muss vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Diese 72 Stunden sind der eigentliche Wert des ganzen Mechanismus. Sie sind die Zeit, in der ein schlechter Abend nicht in eine Verdopplung des Rahmens mündet, und für einen Spielenden, der seine Einsätze ohnehin auf vier Linien verteilt, ist die Verlustlimite die einzige Zahl auf der Seite, die nicht mit dem eigenen Optimismus verhandelt. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen.

Die 24 Stunden, die das Gesetz für die Erhöhung einer Limite nennt, sind ein Mindeststandard; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Wer eine Limite senkt, braucht sich darüber keine Gedanken zu machen: Die Senkung wirkt beim nächsten Ladevorgang, nicht nach drei Tagen.

Teilrückzahlung als Rechner, nicht als Sicherheitsnetz

Bei einem Zwischenergebnis wird ein Teil des Einsatzes zurückgezahlt, und genau das ist die Stelle, an der die Psychologie der Buchhaltung die Zahlen übernimmt. Ein grosszügiges «halb gewonnen, halb zurück» liest sich wie ein halber Sieg. In Franken gerechnet ist es eine Rückzahlung von CHF 25 auf einen Einsatz von CHF 50, ohne jeden Gewinn auf beiden Hälften. Die Wette war korrekt ausgewertet und trotzdem unrentabel, und nichts an dieser Rückzahlung spricht dafür, dass die nächste Wette dieses Spiels besser liegt. Wer bei jedem Push das Modell überdenkt, verwechselt Zufall mit Rückmeldung.

Der eigene Rahmen vor dem Spielverlauf

Wer die 30-Tage-Limite hoch und die 1-Tage-Limite niedrig setzt, hat sich zwei Instrumente gebaut, die zusammen besser funktionieren als jedes einzelne: einen Monatsrahmen, der das Gesamtvolumen begrenzt, und einen Tagesrahmen, der ein einzelnes Spiel davor bewahrt, auszuplündern, was für vier Wochen gedacht war. Eine asiatische Linie zählt zu den Wetten, bei denen ein einzelner Tag mehr Einsatz bindet als geplant, weil dieselbe Meinung, wie oben beschrieben, mehrfach bezahlt wird. Die 1-Tage-Grenze ist die Antwort.

Spielsperre, Pausenregister und Verkaufsstellen

Wer sich für einen Zeitraum vom Spiel ausschliessen will, kann den Zugang bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren; eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt dann auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer eine Spielsperre aufweist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne; auch Minderjährige haben ihn nicht. Ein freiwilliger Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss von der Veranstalterin angeboten werden.

Ein Detail dieser Architektur ist über die Jahre zu einem hübschen Prüfstein geworden: Bei Testkäufen der Aufsicht im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Verkaufsstellen, an denen Jouez-Sport-Scheine für wenige Franken erhältlich sind, sollte man also nicht als Bollwerk gegen den Zugang Jugendlicher lesen. Ihre Sperrmechanik schützt niemanden, aber die Selbstsperre im Register tut es, und beide werden im Sprachgebrauch gern in einen Topf geworfen.

Wo die Limiten nicht greifen

Die Limiten von Swisslos gelten für das Swisslos-Konto. Sie kennen keine ausländische Website, und die Schweiz hat kein Werkzeug, das Zahlungen an unzugängliche Wettseiten sperrt; Banken und Kartensysteme blockieren solche Zahlungen nicht. Die Aufsicht veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domänen, die Schweizer Telekom-Anbieter über DNS blockieren, aber gesperrte Domänen werden innert Stunden ersetzt. Wer über eine solche Seite spielt, hat die ganze Verlustlogik auf jeder Seite, die er offenlässt, und keinen der hiesigen Rechner darüber.

Das Guthaben, das nicht jeden Verlustwert zeigt

Ein Detail aus den Swisslos-Bedingungen ist nüchterner als sein Ruf: Gratispiele lassen sich online über PostFinance Pay oder per Einzahlungsschein aufladen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen und nur, solange das Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Ein Gratspielguthaben aus einer Promotion ist nicht auszahlbar. Wer sein Konto mit solchem Guthaben auffüllt, spielt mit, kann aber nichts davon abziehen.

Grundlagen der asiatischen Wette: zwei Linien, drei Ausgänge

Bei einer klassischen Wette gibt es zwei Ausgänge: Sie haben recht oder nicht. Asiatische Wetten verändern nicht die Meinung, sondern den Rand des Ergebnisses. Beim asiatischen Handicap wird der Favoritenmannschaft vor dem Anpfiff ein Vorsprung abgezogen oder der Aussenseiterin dazugerechnet. Bei asiatischen Gesamttoren geht es um die Summe der Treffer beider Mannschaften, wobei ebenfalls mit halben Linien gearbeitet wird. Die Welt ist dieselbe. Die Grenze, an der «gewonnen» aufhört, ist eine andere.

Ein Kajak liegt am Ufer eines Bergsees, daneben ein Paddel, das Wasser ist glatt und der Himmel klar.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Handicap, Gesamttore und die halbe Zahl

Beim Handicap steht auf dem Zettel zum Beispiel ein Zwei-Tore-Vorteil: Das Favoritenteam muss also höher gewinnen, als die Linie verlangt, damit die Wette aufgeht, und ein Sieg mit genau diesem Vorsprung ergibt keine Wette, sondern eine Rückzahlung. Bei den Gesamttoren ist es dasselbe Muster: Eine Linie von 2.5 kennt keinen Gleichstand — es gibt 2 oder 3 Treffer, und einer der beiden Fälle gewinnt. Eine Linie von 3.0 kennt den Gleichstand bei genau drei Treffern, und dann wird der Einsatz zurückgezahlt. Der halbe Treffer, der auf keinem Platz je fallen kann, ist die ganze Erfindung dieser Wettart. Sie ist unaufgeregt und sie hat einen Preis, denn die Rückzahlung eines Einsatzes ist keine Leistung des Anbieters, sondern nur die Abwesenheit einer Niederlage.

Was «halb gewonnen, halb zurück» wirklich heisst

Die halbe Linie entsteht, wenn zwei benachbarte Linien mit je halbem Einsatz gemittelt werden. Eine viertel Linie wie +0.25 auf einen Aussenseiter ergibt deshalb zwei Wetten: eine Hälfte auf 0.0, eine Hälfte auf +0.5. Gewinnt die Mannschaft, gewinnen beide Hälften, und der volle Gewinn fällt an. Endet das Spiel unentschieden, ist die 0.0-Hälfte ein Push, während die +0.5-Hälfte gewinnt: Der halbe Einsatz gewinnt, der halbe Einsatz kommt unverändert zurück. Verliert die Mannschaft, verlieren beide Hälften. Das ist die ganze Mechanik, und sie erklärt auch, warum ein Buchhalter, der nur «halber Gewinn» liest, sich freut, während ein Betrachter des Kontostands die Bewegung kaum sieht. Die Asymmetrie liegt vollständig im oberen Fall: Bei einem Sieg bleibt der Gewinn voll, bei einem Unentschieden schrumpft er zur Hälfte des möglichen Gewinns plus Rückzahlung des nicht gewagten Anteils.

Was ein Auszahlungsschlüssel ist

Zieht ein Zweiwegemarkt mit zwei Quoten von je 1.90 vorüber, geht eine Wette von CHF 100 im Trefferfall mit CHF 190 zurück. Kehrwert der Quote für dieses Ergebnis, addiert über beide Seiten, ergibt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = rund 0’526 pro Seite, was zusammen 1.0526 ergibt; der Kehrwert davon ist eine Auszahlungsquote von etwa 95 Prozent. Die Marge ist der Rest, also rund 5 Prozent. Dieser Wert gilt nur für dieses eine Zweiwegemarkt-Beispiel, nicht für jede asiatische Linie im Programm und nicht für jeden Wettmarkt. Eine Dreierlinie mit einem zusätzlichen Ausgang braucht mehr Margen, und die Shows der Buchhalter sind bekannt.

Wo Linie und Quote zusammenarbeiten

Die Linie verschiebt, was als Ergebnis zählt; die Quote stapelt sich darüber, was es auszahlt. Auf dem Weg zwischen der Linie und dem Auszahlungsschlüssel ändert sich an der Grundregel nichts: Die Zahl auf der Tafel enthält die Marge bereits, und eine gut gewählte Linie oder ein kluger Gegentipp kann diesen Vorteil verringern, aber nicht umkehren. Die Buchhalter kennen alle drei Linien, und die Marge bezahlt die Seiten, die diesen Abschnitt so lang machen.

Wie die Auswertung abläuft: rechnen, vergleichen, abrechnen

Die Auswertung ist eine Tabelle, die in drei Schritten abgearbeitet wird, und sie ist am Wettschein nicht schwerer als das Zusammenrechnen von Punkteständen. Ein Beispiel: Die Heimmannschaft beginnt mit einem Handicap von −1.0, die Quote beträgt 2.10, der Einsatz CHF 50. Bei einem Endstand mit zwei oder mehr Toren Vorsprung ist die Wette gewonnen; bei einem Tor Vorsprung oder weniger ist sie verloren; bei genau einem Tor Vorsprung — hier die Linie −1.0 mit einem Beispielversatz — fällt das Ergebnis auf die Linie, und der Einsatz wird zurückgezahlt. Verwendet der Spielende stattdessen die Halblinie −1.25, so teilt sich der Einsatz in −1.0 und −1.5, und die Auswertung erfolgt auf beiden Teilen getrennt.

Spielstand addieren

Addiert man zur Torsumme oder zum Handicap hinzu, entsteht eine Zahl, die sich mit dem Endstand vergleichen lässt. Diese Zahl ist die einzige Grundlage der Auswertung; sie entsteht vor dem Anpfiff und ändert sich danach nicht. Alles, was nach dem Schlusspfiff diskutiert wird — ob die Linie hoch war, ob die Mannschaft es verdient hätte — ist für das Ergebnis ohne Bedeutung.

Reguläre Spielzeit und Nachspielzeit

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Fussball heisst das: 90 Minuten plus Nachspielzeit. Ein Tor in der 94. Minute zählt also für eine Torwette, ein Tor in der Verlängerung nicht, sofern das Programm nicht ausdrücklich etwas anderes sagt. Wer auf ein Pokalspiel mit Handicap setzt, sollte vor dem Kauf der Wette einen Blick auf das Wettprogramm werfen. Es ist eine Zeile, die man später nicht mehr korrigieren kann.

Live-Wetten mit Handicap

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die erst nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Live-Handicap und Live-Torsumme sind in der Schweiz erlaubt, wo die Veranstalterin über eine entsprechende Bewilligung verfügt, und das Gesetz kennt keine Beschränkung auf einzelne Live-Märkte.

Wann eine Wette ungültig wird

Wird ein Swisslos-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Wer eine Kombination aus drei asiatischen Handicaps spielt und eines davon in einem abgesagten Spiel liegt, behält die ganze Kombination — sie rechnet nur mit einer Quote von 1.00 an dieser Stelle weiter.

Kombination und System

Bei Sporttip müssen voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Bei asiatischen Wettarten ist die Linie oft die eigentliche Aussage, und wer zwei Linien desselben Spiels kombiniert, tut das über die dafür vorgesehene Funktion oder gar nicht.

Guthaben, Auszahlung, Verfall

Der Gewinn einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Die Berechnung wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese Abrundung ist die einzige Stelle, an der die Auszahlung von der reinen Multiplikation abweicht, und sie betrifft Beträge im Rappenbereich. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 gehen bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Auszahlungen von Spielguthaben sind innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis möglich, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent anfallen, und die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos; wer eine Auszahlung bestreiten will, muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache erheben. Wer einen Wettschein in der Schublade vergisst, verliert ihn also nicht am nächsten Tag, aber auch nicht für immer.

Cash-Out und asiatische Linien

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Bei einer halben Linie, deren eine Hälfte bereits als Push feststeht, ist der angebotene Betrag besonders wenig aussagekräftig: Er bepreist eine Wette, deren Ausgang zum Teil schon geschehen ist.

Asiatische Wetten bei den zugelassenen Anbietern im Vergleich

Die folgende Einordnung nennt die beiden Schweizer Veranstalterinnen zuerst und danach die ausländischen Namen, die Schweizer Spielende antreffen. Die letzteren tragen keine Schweizer Bewilligung, und dieses Merkmal ist das wichtigste in der Tabelle, nicht das unwichtigste.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Boomerang Bet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz
BDMBet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz
22Bet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz
X3Bet keine Schweizer Bewilligung Tobique (Kanada), ohne Wirkung in der Schweiz
IviBet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz
Bettilt keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz
Betclic keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz

Acht der zehn Zeilen tragen dasselbe Wort, und genau das ist die Aussage: Nicht der ausländische Anbieter sucht sich eine Schweizer Bewilligung, wenn er keine will — er sucht sie nicht, weil er sie auf seinem Weg nicht braucht, und mit ihr fällt der gesamte Schutz weg, den ein Spielender im Inland für selbstverständlich hält. Wer die beiden oberen Zeilen mit den acht unteren vergleicht, vergleicht nicht zwei Produkte, sondern zwei Rechtsordnungen. Und weil das so ist, gehört die Marge, das eigentliche Preismerkmal, in diesen Vergleich hinein.

Der Quotenschlüssel, mit dem sich vergleichen lässt

Ein Zweiwegemarkt mit zwei Quoten von je 1.90 zahlt rund 95 Prozent der Einsätze in diesem Markt zurück; die Marge liegt bei etwa 5 Prozent. Das ist ein illustratives Beispiel und kein zitierter Preis: Die Schweiz nennt keine Marktmarge in ihren Regeln, und verglichen wird deshalb mit dem Quotenschlüssel im Programm, nicht mit einem nationalen Richtwert. Eine Dreiweglinie mit einem zusätzlichen Ausgang braucht mehr Marge, weil mehr Ausgänge zu bezahlen sind; eine Linie ohne Gleichstand braucht weniger. Über einen Abend mit zwanzig Wetten von je CHF 50, also CHF 1’000 Umsatz, entspricht eine Marge von rund 5 Prozent im statistischen Mittel einem Betrag in der Grössenordnung von CHF 50, unabhängig davon, wer die einzelnen Tipps gewinnt. Diese Zahl ist eine Schätzung über viele Wetten und keine Zusage über den eigenen Abend; wer bei zwanzig Wetten mehrfach falsch liegt, verliert mehr als die Marge.

Das ist der Satz, den man beim Vergleich der zwei Wege im Kopf behalten sollte: Der Vorteil der ausländischen Programme — breitere Auswahl, andere Wettarten, längere Listen — ist nicht gratis. Er wird als zusätzliche Marge oder als zusätzliches Volumen bezahlt, und bei einem Spielenden mit viel Ehrgeiz und wenig Geduld ist der zweite Posten der teurere.

Was die Schweizer Liste erlaubt und was nicht

Welche Wettarten angeboten werden dürfen, steht in der Liste der Aufsicht, nicht im Ermessen der Veranstalterin. Sie ist ein geschlossener Katalog bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Fassung vom 10.09.2026. Qualifikationsrunden sind nur aufgeführt, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder einen Podestplatz entscheidet, und Trainingsläufe sind nie Gegenstand einer Wette. Die Liste weist keine Ecken- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich aus. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Wo die Liste den Leser ausbremst

Wer im Ausland eine asiatische Linie auf ein Frauenspiel gesehen hat und sie hier sucht, findet sie nur, wenn dieser Wettbewerb in der Liste steht. Dasselbe gilt für ein Qualifikationsspiel und für jede Ranglistenwette, die nicht über die Teilnahme oder den Podiumsplatz entscheidet. Das ist ein eigentümliches Gefühl: Die Auswahl ist im Inland enger, obwohl das Inland der Ort mit dem besseren Schutz ist. Für einen Spielenden, der fast nur die grossen Ligen spielt, macht der geschlossene Katalog kaum einen Unterschied. Für einen, der Nischenligen und Qualifikationen mit Handicap bearbeiten will, ist er die entscheidende Grenze. Beide Wege sind folgerichtig; sie bedienen unterschiedliche Leute.

Was kein Weg hergibt

Weder hier noch dort ist ein Ergebnis sicher. Keine Linie, kein Bonus und kein Auszahlungsschlüssel sagt voraus, welches Spiel wie endet. Eine niedrige Marge bedeutet, dass weniger Geld an der Tür abgegeben wird — nicht, dass an der Tür etwas für den Spielenden zurückgelegt worden wäre.

Die Kernbegriffe in fünf Sätzen: Was eine asiatische Wette ist und wem sie passt

Asiatische Wetten sind Wetten auf Tore und Handicaps, bei denen eine Linie den Abstand zwischen den Mannschaften vor dem Anpfiff verschiebt. Es gibt sie als Handicap, bei dem ein Vorsprung gutgeschrieben oder abgezogen wird, und als Gesamttorwette, bei der die Summe beider Mannschaften über oder unter einer Zahl liegt. Die Linien erscheinen als Drittel-, Halb- und Viertelwerte; die Viertelwerte teilen den Einsatz, und die Ganzzahlwerte lassen ein genaues Ergebnis zu, bei dem der Einsatz unverändert zurückfliesst. Wer sie versteht, kann einer Mannschaft ein Spiel zugestehen, ohne sich auf einen Sieg festzulegen, und für einen Spielenden, der in Kampfbetonten Ligen Situationen liest und sich nicht für Fussball-Feeling und Show begeistern kann, sind sie ein präziseres Werkzeug. Es ist keine Wettart für einen, der sich von einer einzigen Meinung eine ganze Woche verspricht.

Für wen sich dieser Aufwand lohnt

Wer die Linie nur auswendig lernt, aber den Auszahlungsschlüssel nicht im Kopf hat, hat die Hälfte gelernt. Die asiatische Wette erklärt dem Spielenden nicht, ob er einen Vorteil hat, sondern erst, dass er einen Preis zahlt — und die Linie ist der Teil des Preises, den der Anbieter am liebsten sichtbar macht: zwei Quoten, eine Meinung, ein scheinbar symmetrischer Vorgang. Ein Spielender, der sich in einem Markt mit zwei Ausgängen und rund 5 Prozent Marge bewegt, wird mit einem kleinen, aber dauerhaften Nachteil jeden Betrag, den er riskiert, abgeben, sofern er nicht überdurchschnittlich gut darin ist, Ergebnisse über dem Marktdurchschnitt zu lesen. Die Linie erfordert keine Vorhersage über den Markt selbst, nur eine über ein Ergebnis. Wer diese Sicherheit braucht, für den ist sie richtig; wer sie nicht hat, für den bleibt sie teuer. Sehr gut ist sie für jemanden, der die eigene Meinung an einer präzisen Zahl aufhängen kann. Sehr unglücklich ist sie für jemanden, der bei vier Spielen dieselbe Meinung in vier Linien ausdrückt.

Wo es ungemütlich wird

Wenn eine Linie bei einem wichtigen Zwischenstand offensteht, kann sie mitten im Spiel ihre Richtung ändern. Bei einer Livewette mit asiatischem Handicap gilt das Handicap zum Zeitpunkt der Platzierung; ändert sich diese Linie vor dem Platzen der Wette, ändert sich auch das Problem. Von aussen sieht die Livewette aus wie gewöhnlich: ein Markt, zwei Hälften, eine Auszahlung. Wie die eigenen Teilhälften bei einem Unentschieden und einer halben Linie zueinander stehen, wird oft erst nach dem Schlusspfiff sichtbar. Man sollte an einer solchen Linie nicht mit einer Ratenzahlung rechnen. Wer wirklich jede halbe Linie sauber aufteilt, sieht einem vollen Salat zu, bevor er überhaupt angefangen hat.

Recht und Regulierung: der Rahmen, in dem asiatische Wetten stattfinden

Wer in der Schweiz Wetten veranstalten darf

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und stehen unter der Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Nicht zuständig ist die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21 bis 25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt keine Liste weiterer zugelassener Buchhalter, weil es keine gibt.

Zwei Veranstalterinnen, zwei Gebiete

Swisslos mit Sporttip ist die Veranstalterin für die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu für den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande mit Jouez Sport veranstaltet für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und nennt in Lausanne 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto erfordert einen Wohnsitz in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis einen Wohnsitz im jeweiligen Gebiet. Zur Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Was in der Schweiz gewettet werden darf

Wetten sind nur auf Sportereignisse möglich; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Massgeblich ist die Liste der Gespa der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Fassung vom 10.09.2026 (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Sie ist abschliessend, und was nicht auf ihr steht, darf nicht angeboten werden.

Warum ein Anbieter ohne Bewilligung nicht «fast dasselbe» ist

Ausländische Lizenzen haben im Inland keine Rechtswirkung. Das unerlaubte Veranstalten von Sportwetten ist strafbar und kann gemäss Art. 130 BGS mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafen belegt werden, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahre. Für den Spielenden entfallen Schutzmechanismen wie das Sperrregister oder der Rechtsweg. Die Aufsicht führt zudem eine Sperrliste, die durch DNS-Blockaden von Schweizer Telekom-Anbietern durchgesetzt wird; gesperrte Domänen werden in der Praxis meist rasch durch neue Adressen substituiert.

Steuern: wann ein Gewinn gemeldet werden muss

Gewinne aus einem in der Schweiz bewilligten Grossspiel — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Freibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 auf Bundesebene, im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400; der kantonale Freibetrag weicht davon ab, also gilt hier «je nach Kanton». Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender gewinnt weit darunter und zahlt keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht. Diese Angaben sind allgemeiner Natur; für den eigenen Fall ist ein Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse.

Werbung und Gratisspielguthaben

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Aufsicht (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bonusbedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen der jeweiligen Veranstalterin. Es gibt kein zeitliches Werbeverbot.

Zahlungen und Identität

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS) — anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettbetrieb nicht, und eine Kreditgewährung an Spielende ist untersagt (Art. 75 Abs. 1 BGS). Swisslos bietet PostFinance Pay zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen.

Wo die beiden Wege sich nicht mehr vergleichen lassen

Wer im bewilligten Schweizer Rahmen spielt, hat einen klaren Ansprechpartner, einen geregelten Auszahlungsweg und ein Sperrregister, das ihn schützt. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat nichts davon, und die beiden Situationen sind keine zwei Varianten derselben Sache. Trotzdem ist der bewilligte Weg kein «sicherer Weg» im Wortsinn: Er garantiert keinen Gewinn, er verengt die Auswahl auf zwei Veranstalterinnen, und er verlangt Wohnsitz und Identitätsprüfung. Das ist der Preis des Schutzes, und es ist ein Preis, den viele Spielende ohne Murren zahlen, wenn sie ihn kennen.

Die geprüften Anbieter im Einzelnen

Zehn Namen, zwei Ordnungen. Die ersten beiden dürfen hier veranstalten, die übrigen acht nicht; wie sich schon in der Vergleichstabelle zeigt, ist die erste Frage an jeden Anbieter nicht der Bonus, sondern die Bewilligung.

Swisslos Sporttip: der Veranstalter mit Bewilligung und geschlossener Wettliste

Die Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel; Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Fundament ist eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS (SR 935.51) unter Aufsicht der Gespa — eine der beiden Veranstalterinnen, die das interkantonale Recht zulässt. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet möglich: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Angenehm für einen Spielenden, der es genau wissen will: Sporttip veröffentlicht ein Wettprogramm mit Einzel-, Kombinations- und Systemwetten, Live- und Langzeitwetten, mit Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten und mit Einzelwetten, deren Gewinn online direkt dem Wallet gutgeschrieben wird. Die Quoten schliessen die übliche Marge ein, die bei diesem Anbieter in der Gestaltung der Quoten selbst liegt. Weniger angenehm für den, der bei einem Anbieter ohne Swisslos-Konto spielt, ist die Einzahlungs- und Auszahlungsarchitektur: Das Guthaben wird über PostFinance Pay oder einen Einzahlungsschein aufgeladen, Auszahlungen gehen per Banküberweisung auf ein Konto in der Schweiz oder Liechtenstein und dauern 5 bis 10 Arbeitstage, und Gratisguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Was das für jemanden bedeutet, der kleine Beträge schnell bewegen will, ist schnell gesagt: Er wartet. Wer dagegen einen Betrag von einigen hundert Franken für einen ganzen Monat auf dem Guthaben plant, merkt von dieser Wartezeit nichts.

Bei den Bedingungen ist Sporttip auffallend ausführlich, und diese Ausführlichkeit ist ein Merkmal, das man lesen sollte, statt es zu überschlagen. Der Kombiboost gilt nur online, verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und erhöht den Nettogewinn um 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, und beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Die Zahl, die hier die Werbung entzaubert, ist die Schwelle von 1.50 je Voraussage, denn eine Kombination aus vier asiatischen Linien unterhalb dieser Grenze bekommt den Boost gar nicht. Wer die fünfzehn Voraussagen für die volle Erhöhung zusammenbringt, hat mindestens ein anspruchsvolles Vorhersageproblem gelöst.

Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Sporttip steht Personen ab 18 Jahren offen; Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Wer sein Spiel selbst begrenzen will, findet bei Sporttip ein Set aus Verlustlimiten, Einzahlungslimite und produktspezifischer Sperre, und die 72-Stunden-Regel für Erhöhungen ist strenger als der gesetzliche Mindeststandard. Was in diesem Block am hartnäckigsten zu einem Auswahlkriterium für den Leser passt, ist die verengte Auswahl selbst: Wer fast nur die grossen Ligen mit Handicap spielt, merkt vom geschlossenen Katalog nichts, wer Nischen sucht, spürt ihn jede Woche.

Loterie Romande Jouez Sport: der Westschweizer Weg mit festen Deckeln

Veranstalterin ist die Loterie Romande, die Société de la Loterie de la Suisse Romande; sie veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz mit 221 Mitarbeitenden. Die Bewilligungslage ist dieselbe wie bei Swisslos: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS (SR 935.51) unter Aufsicht der Gespa, ein Online-Konto nur für Personen mit Wohnsitz im Gebiet FR, GE, JU, NE, VD und VS.

Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Obergrenzen sind unspektakulär, bis man sie mit dem Höchsteinsatz zusammen liest: CHF 500 Einsatz pro Wette und CHF 300’000 Höchstgewinn bedeuten, dass eine Wette mit einer Quote jenseits von 600 zwar möglich, aber in ihrer Wirkung gedeckelt ist. Wer mit asiatischen Linien arbeitet, liegt mit seinen Quoten meilenweit unter dieser Zone — für ihn ist der Deckel Papier, für einen Freund spektakulärer Kombinationen ist er es nicht.

Geld, das aus einem Wettschein kommt, lässt sich pragmatisch abholen: Wettscheine mit einem Gewinn oder einer Einsatz-Rückerstattung bis CHF 200 können in jeder Jouez-Sport-Verkaufsstelle eingelöst werden, und bei genügend Bargeld darf eine Verkaufsstelle bis höchstens CHF 2’000 auszahlen. Das ist der Vorteil eines Netzes von Verkaufsstellen gegenüber einer reinen Online-Auszahlung, und es ist der Teil des Westschweizer Modells, den ein Spielender mit kleinen Einsätzen tatsächlich täglich merkt. Der Nachteil derselben Struktur liegt auf der Hand: Wer online spielt und nicht in der Westschweiz wohnt, kommt an dieses Netz gar nicht heran, denn ein Konto setzt den Wohnsitz im Gebiet voraus. Damit entscheidet nicht der Geschmack, sondern der Wohnort darüber, welche der beiden Veranstalterinnen einem offensteht — und für viele Spielende in der Schweiz ist die Wahl damit schon getroffen, bevor sie sich für eine Wettart entschieden haben.

Boomerang Bet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz

Boomerang Bet trägt keine Schweizer Bewilligung. Ein Konto dort steht nicht in Verbindung mit dem Schweizer Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domänen des Anbieters können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern über DNS blockiert werden. Eine im Ausland gemeldete Bewilligung hätte in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Für einen Spielenden, der eine bestimmte asiatische Linie nirgends sonst findet, ist das die eine Seite der Rechnung. Die andere ist, dass kein Schweizer Mechanismus ihn hier auffängt — weder bei einer Auszahlung noch bei einem Streit. Welche Wettarten der Anbieter führt, welche Limiten er setzt und wie er auszahlt, steht in seinen eigenen Bedingungen und wird hier nicht behauptet. Wer ihn dennoch prüft, findet dort auch die Antwort auf die Frage, ob eine Beschwerde überhaupt eine Adresse hat.

BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz

BDMBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Damit fehlt jede Anbindung an das Sperrregister oder den Schweizer Rechtsweg, und die Domänen unterliegen dem DNS-Block der Gespa. Da ausländische Lizenzen im Inland keine Geltung beanspruchen, stellt sich auch hier die Frage nach der Marge und dem Verzicht auf den hiesigen Schutz: Der Anbieter ist weder bewilligt noch beaufsichtigt, und sein Programm ist kein Ersatz für ein Konto bei einer Schweizer Veranstalterin.

22Bet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz

22Bet ist ohne Schweizer Bewilligung tätig und somit nicht in das Sperrregister oder den hiesigen Rechtsweg integriert. Die Domänen können auf der Sperrliste der Gespa landen. Bekanntheit im Ausland ersetzt bei diesem Anbieter keine regulatorische Einbindung; wer dort setzt, vermisst bei Problemen eine Schweizer Stelle, die die Interessen des Spielenden vertritt.

X3Bet: ohne Schweizer Bewilligung, gemeldete Bewilligung ohne Wirkung

X3Bet trägt keine Schweizer Bewilligung. Eine Registrierung aus Tobique in Kanada hat im Inland keine Relevanz. Da auch kein Anschluss an das Sperrregister oder der Schweizer Rechtsweg besteht, bleibt bei diesem Anbieter das übliche regulatorische Vakuum: Im Streitfall fehlt ein Ansprechpartner, der einer Schweizer Aufsicht untersteht.

IviBet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz

IviBet operiert ohne Schweizer Bewilligung, ohne Sperrregister-Anschluss und ohne Schweizer Rechtsweg. Die Domänen können gesperrt werden. Ein moderner Webauftritt ersetzt hier keine regulatorische Sicherheit: Wer sich für diesen Weg entscheidet, akzeptiert ein von Schweizer Regeln entkoppeltes Konto, bei dem der hiesige Schutzfaktor vollständig fehlt.

Bettilt: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz

Bettilt verfügt über keine Schweizer Bewilligung und bietet keinen Anschluss an das Sperrregister oder den Schweizer Rechtsweg. Die Domänen können auf der Sperrliste der Gespa landen. Dass der Name in Suchergebnissen häufig erscheint, ist kein Hinweis auf die Zuständigkeit einer Aufsicht. Wer dort setzt, gewinnt keine Sicherheit, sondern lediglich eine Zuständigkeit ohne Schweizer Anbindung.

FortuneJack: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz

FortuneJack trägt keine Schweizer Bewilligung; Sperrregister-Anschluss und Schweizer Rechtsweg fehlen, die Domänen können auf der Sperrliste der Gespa landen. Während der Anbieter oft mit Krypto-Optionen wirbt, gibt es diese im bewilligten Schweizer Betrieb nicht, da Auszahlungen strikt auf ein Konto des Inhabers erfolgen müssen (Art. 50 Abs. 2 VGS). Wer anonyme Krypto-Optionen sucht, findet diese nicht bei den Schweizer Veranstalterinnen.

Betclic: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz

Betclic trägt keine Schweizer Bewilligung, bietet keinen Anschluss an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg; die Seiten werden regelmässig auf der Sperrliste geführt. Internationale Bekanntheit ersetzt hier keine lokale Erlaubnis. Wer bei einem solchen Anbieter spielt, verzichtet auf den Schutz einer Schweizer Aufsicht und riskiert, dass Gewinne je nach kantonaler Steuerpraxis (wie etwa im Thurgau) als voll steuerbares Einkommen behandelt werden.

Wo bleibt die Marge, wenn die Linie geteilt wird

Eine Zusammenfassung des Preises, den asiatische Wetten kosten, gehört an das Ende des Vergleichs und nicht in eine Fussnote. Ein Zweiwegemarkt mit zwei Quoten von je 1.90 zahlt rund 95 Prozent zurück, die Marge liegt bei etwa 5 Prozent; über einen Abend mit zwanzig Wetten von je CHF 50 ist das im statistischen Mittel ein Betrag in der Grössenordnung von CHF 50, unabhängig davon, welche Seite jede einzelne Wette gewinnt. Diese Schätzung gilt über viele Wetten und sagt über keinen einzelnen Abend etwas Sicheres. Wer asiatische Linien mit geteiltem Einsatz spielt, verdoppelt die Zahl der Positionen und damit die Zahl der Margen, die anfallen, ohne die Marge pro Wette zu senken. Eine halbe Linie ist kein Rabatt auf den Quotenschlüssel; sie ist eine Verdopplung der Abrechnung.

Häufige Fragen zu asiatischen Wetten

Was sind asiatische Wetten?

Es sind Wetten auf Tore und Handicaps, bei denen eine Linie den Abstand zwischen zwei Mannschaften vor dem Anpfiff verschiebt — beim Handicap durch einen gutgeschriebenen oder abgezogenen Vorsprung, bei den Gesamttoren durch eine Zahl, die über oder unter der Summe beider Teams liegen muss. Halbe und Viertelwerte lassen Zwischenergebnisse möglich werden.

Was bedeutet eine asiatische Wette bei Torwetten?

Bei Torwetten wird eine Zahl von Treffern beider Mannschaften als Linie festgelegt. Liegt die Summe darüber oder darunter, wird die Wette je nach gewählter Seite gewonnen oder verloren; fällt die Summe genau auf eine Ganzzahl-Linie, wird der Einsatz zurückgezahlt. Bei Viertellinien teilt sich der Einsatz in zwei benachbarte Linien.

Wie unterscheiden sich asiatische Torwetten von der klassischen Über-Unter-Wette?

Die klassische Über-Unter-Wette kennt zwei Ergebnisse, und eine Linie auf einer Ganzzahl ergibt häufig einen Push. Asiatische Torwetten arbeiten mit halben und Viertelwerten: Die halbe Linie schliesst den Gleichstand aus, und die Viertellinie teilt den Einsatz, sodass ein Teil gewinnen und ein Teil zurückgezahlt werden kann.

Wie wird der Spielstand bei Live-Wetten mit Handicap gewertet?

Bei Sporttip gilt die Wette zum Zeitpunkt der Platzierung, unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Welche Anbieter dürfen solche Wetten in der Schweiz anbieten?

Nur zwei Veranstalterinnen, und ihre Zahl ist gesetzlich begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport, jede für ihr eigenes Vertragsgebiet. Ausländische Namen sind ohne Schweizer Bewilligung tätig, nicht an das Sperrregister angeschlossen und ohne Schweizer Rechtsweg.

Welche Rolle spielen Verlustlimiten, wenn der Einsatz auf mehrere Handicaps aufgeteilt wird?

Verlustlimiten begrenzen den Gesamtbetrag und nicht die Zahl der Positionen, weshalb eine aufgeteilte asiatische Linie doppelt zählt. Bei Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vorgeschrieben, die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 und für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000; Senkungen gelten sofort, Erhöhungen nach 72 Stunden.

Inhalt erstellt vom Team «gratistippsch.com»