Rugbywetten in der Schweiz: wer darf, wer zahlt, was es kostet
Unter dieser Zeile steht, worauf sich alles Weitere bezieht: 29. Oktober 2026, geprüft gegen die Bewilligungsangaben der Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht in Bern, und die Spielregeln der beiden Veranstalter.

Rugby ist in der Schweiz ein Sport mit kleinem Publikum und einer kleinen Auswahl an Orten, an denen man darauf wetten darf. Genau zwei Veranstalter besitzen hier eine Bewilligung. Wer aus Zürich, Bern oder Basel auf ein Six-Nations-Spiel setzen will, landet bei Swisslos und dessen Produkt Sporttip. Wer aus Genf, Lausanne oder Sitten kommt, bei der Loterie Romande und Jouez Sport. Wer aus der Ostschweiz auf einer der zahlreichen ausländischen Seiten mit deutlich grösserem Rugby-Programm landet, verlässt damit das Bewilligungssystem und alles, was daran hängt: das Sperrregister, das Limitenrecht, die Rechenschaft über die Auszahlung, den Ansprechpartner bei einem Streit.
Was ein Versuch zählt, wie lange ein Spiel dauert, welche Turniere es gibt, wie eine Quote zustande kommt und was von einem Bonus übrig bleibt — darum geht es hier.
Verantwortungsvoll wetten: was der Schweizer Rahmen wirklich kostet
Die Reihenfolge auf dieser Seite beginnt nicht zufällig dort, wo eine Wette am teuersten wird. Wer ein Konto eröffnet, ohne die Limiten zu kennen, hat die erste Entscheidung schon getroffen — und es ist die einzige, die später nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Die Limiten gehören dem Wettenden, nicht dem Veranstalter
In der Schweiz setzt niemand von Amtes wegen eine Einsatzgrenze. Der Veranstalter muss von seinen Kundinnen und Kunden verlangen, dass sie sich selbst Werte setzen — für Tag, Woche oder Monat, wie es in der Verordnung zur Ausführung des Geldspielgesetzes steht (Art. 87 VGS). Es gibt in diesem Land keine gesetzlich festgeschriebene Einzahlungslimite. Wer in einschlägigen Foren liest, das Gesetz deckle die Einzahlungen, hat etwas verwechselt: begrenzt wird, was der Wettende sich selbst erlaubt, und der Veranstalter erhebt diese Erklärung bloss.
Sporttip macht daraus eine konkrete Abfrage. Vor der ersten Teilnahme stehen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage auf dem Formular, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 — und von CHF 1’000 für alle unter 21 Jahren. Wer jünger ist als das, dem nützt die Höchstzahl nichts, weil die andere Zahl zuerst greift. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage hinterlegen.
Was eine Erhöhung kostet: drei Tage Bedenkzeit
Der Mechanismus dahinter ist die eigentliche Information, nicht die Zahl. Eine Senkung greift sofort. Eine Erhöhung wird erst nach 72 Stunden wirksam. Die Verordnung verlangt 24 Stunden; die beiden Schweizer Veranstalter wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 an. Die 48 Stunden Unterschied sind der Preis, den jemand zahlt, der nach einem verlorenen Wochenende schnell nachlegen will — und genau der Moment, in dem die Frist ihre Arbeit tut.
Wer mit CHF 50 pro Monat auf Rugby setzt, wird diese Zahlen nie berühren. Wer ein Interesse an Livequoten entwickelt, merkt schnell, dass ein Rugby-Match an einem einzigen Samstag fünf oder sechs Wetten erlaubt, ohne dass sich der Einsatz gross anfühlt. Dann sind es nicht die 30-Tage-Grenzen, die zuerst greifen, sondern die Tagesverluste.
Spielsperre: eine Entscheidung mit Registrierung
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren — ohne Aufhebung vor Fristablauf. Wer sich unbefristet sperren lässt, steht anschliessend in einem schweizweiten Sperrregister, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und sogar im Fürstentum Liechtenstein gilt. Eine solche Sperre lässt sich nicht per E-Mail zurücknehmen: eine freiwillige Spielsperre wird erst nach drei Monaten aufgehoben, unter Beteiligung einer Fachstelle. Und weil ein geführtes Register in jedem Kanton dieselbe Person meint, ist die Sperre wirksamer als der gute Vorsatz, den man am Sonntagabend fasst.
Ein Spielabbruch von bis zu sechs Monaten muss jedem offenstehen (Art. 89 VGS). Wer ihn nutzt, hat in dieser Zeit keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne, und auch Minderjährige haben einen solchen Anspruch nicht (Art. 45 BGS). Diese beiden Sätze stehen hier ohne Pointe. Wetten sind ab 18 Jahren zugelassen, Minderjährige sind online nicht zugelassen (Art. 72 BGS). Die Gespa hat 2025 in Testkäufen geprüft, wie es an Verkaufsstellen läuft: Bei 200 Fällen wurde 47,5 Prozent der minderjährigen Testkundinnen und -kunden tatsächlich ein Sportwettangebot verkauft. Ein Riegel, der bei knapp der Hälfte der Versuche nachgibt, ist kein strenges Schutzniveau, und die Zahlen des eigenen Aufsichtsamts sagen das deutlicher als jede Warnzeile.
Wo das Geld hingeht, und was der Markt zurückbehält
Swisslos verteilte für das Geschäftsjahr 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. — CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, mit Mitteln für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Dass Sportwetten ein Gemeinwohlprodukt sind, ist ein Argument für das System. Ein Grund mitzuspielen ist es nicht.
Denn der Veranstalter zahlt diese Summen nicht aus einem Titel «Sportförderung», den jemand in der Buchhaltung aufmacht. Er zahlt sie aus dem, was nach den Gewinnen übrig bleibt.
An genau dieser Frage sitzt die Marge, und mit ihr die Rechnung.
Was eine Rugby-Quote enthält: die Marge als Band
Nehmen wir einen Markt mit zwei Ausgängen, wie er bei Rugby weit verbreitet ist, und setzen die Quote für beide Seiten auf 1.90 — ein illustratives Beispiel, kein irgendwo abgelesener Preis. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der beiden Quoten, also 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90). Das ergibt rund 0,95. Die Marge ist der Rest zu 1, hier etwa 0,05.
Übersetzt: Von jedem Franken, der in diesen Markt fliesst, kommen im Mittel rund 95 Rappen als Gewinne zurück, und rund 5 Rappen behält der Veranstalter. Die Zahl ist erwartbar, keine Zusage. Sie beschreibt einen Durchschnitt über sehr viele Wetten in diesem Markt, nicht den Ausgang irgendeiner einzelnen. Wer CHF 200 im Jahr auf Rugby setzt und dabei auf solche Märkte trifft, muss statistisch mit ungefähr CHF 10 rechnen, die dieser Preisunterschied kostet — bei gleichbleibender Quotenlage. Bei drei bis fünf Prozent liegen die Werte, die man in ausgeschriebenen Zweiweg-Märkten regelmässig findet; enge Favoritenmärkte können noch darunter liegen, breite Handicap- und Exotenmärkte deutlich darüber. Ein eingesetztes Kapital von CHF 1’000 sollte man eher über die niedrigere Zahl rechnen, weil sich mit jedem zusätzlichen Ausgang im Markt die Summe der Kehrwerte erhöht.
Und weil bei Livewetten die Quoten innerhalb von Minuten wandern, hält sich die im Abschnitt «Was eine Rugby-Quote enthält» beschriebene Marge während des Spiels nicht. Die Marge im laufenden Betrieb ist fast immer die breitere.
Die Live-Falle
Genau dort liegt der teuerste Ort dieser Seite. Die Marge wird nicht einmal ausgehängt und dann nicht mehr angerührt. Bei einer Livewette aktualisiert der Anbieter den Preis, während Sie am Bildschirm sitzen, und er tut das in beide Richtungen. Dass die 95 Rappen zurückkommen, gilt für die Auszahlungsquote, die beim Setzen des Betrags im Markt steht — nicht für eine Quote aus einem Vorab-Bildschirmfoto.
Rugby-Wettarten und Quoten: Sieger, Handicap, Punkte
Die Wette ist eine Frage, die der Veranstalter mit einer Zahl beantwortet. Die Zahl sagt nicht mehr und nicht weniger, als was er für das Eintreten eines Ereignisses zu zahlen bereit ist.
Wo das Rugby-Programm auf dem Wettschein endet
Der Katalog der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ist eine geschlossene Liste: die Liste der Gespa, Fassung vom 10. September 2026 (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Ist ein Wettbewerb dort nicht aufgeführt, kann man ihn in der Schweiz bei einem bewilligten Veranstalter nicht bespielen — nicht als Nischenangebot und nicht als Sonderwette auf Anfrage. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe ebenso, und Ranglistenwetten nur dann, wenn eine Platzierung den Zugang zu einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf überhaupt nicht gewettet werden. Im Angebot nach Schweizer Bewilligung finden sich dafür auch keine Eckball- und Kartenmärkte. Wer ein Rugby-Union-Spiel mitgetippt hat, weil er innerhalb der 80 Minuten drei Verwarnungen gesehen hat, weiss, wie ärgerlich die Grenze wirkt — für den Schweizer Markt existiert sie trotzdem.
Auch das Alter der Beteiligten filtert: Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS). Wer als Wettkämpfer selbst an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Die Ereignisliste der Gespa und die Wettanbieter, bei denen Schweizer Kundinnen und Kunden diese Sportarten finden, sind dabei nicht dasselbe: Die Schweizer Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Ein ausländischer Anbieter ist nicht an die Liste gebunden, und er hat im Gegenzug keine Schweizer Bewilligung, auf die er sich stützen könnte.
Die klassischen Rugby-Märkte
Beim Sieger ohne Handicap tippt man auf den Ausgang nach regulärer Spielzeit. Bei einem ausgeglichenen Spiel sind die Quoten für beide Seiten ähnlich, und bei einem deutlichen Favoriten werden sie es nicht — der Favorit ist zahlbar, aber teuer, und die Aussenseiterquote trägt die Unsicherheit des Ergebnisses. Diese schlichte Marktform ist der bei Rugby-Union- und Rugby-League-Spielen am einfachsten zu verstehende Markt.
Beim Handicap bekommt eine Mannschaft Punkte gutgeschrieben oder abgezogen. Die Frage ist nicht mehr «Wer gewinnt?», sondern «Gewinnt diese Mannschaft mit so und so vielen Punkten Vorsprung?». Aus einem klaren Favoriten wird ein Markt mit zwei Seiten, die ähnlich teuer sind — und aus einer einfachen Wette eine, die manchmal ein Unentschieden erzeugt, wenn der Abstand genau dem Handicap entspricht. Auch hier gilt: Was auf einem Wettschein als gestrichenes Ergebnis aussieht, ist das korrekte Ende dieses Marktes.
Bei den Punktewetten steht nicht die Mannschaft, sondern die Summe der erzielten Punkte im Mittelpunkt. Der Markt «mehr als X Punkte» oder «weniger als X Punkte» ist eine Frage an das Spiel und nicht an den Sieger, weshalb Rugby wegen seiner Punktestruktur bodenständiger wirkt als Sportarten mit einer sehr niedrigen oder sehr hohen Torsumme.
Zwischen diesen drei Markttypen liegt kein Unterschied in der Sicherheit, sondern in der Breite. Der Siegermarkt ist der engste, der Handicapmarkt in der Mitte, und die Punktewetten sind häufig die breiteste Gruppe — und je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto höher die Summe der Kehrwerte und desto höher die Marge. Diese Reihenfolge ist keine Zusage; sie beschreibt den Preis, nicht die Chance. Und weil bei Rugby-Turnieren die Verlängerungspraxis je nach Wettbewerb und je nach Bewilligung unterschiedlich gehandhabt wird, gehört die Frage, ob Verlängerung und Penaltyschiessen zur Wette gehören, in jeden Markt hinein — oft genug lässt sich der Ausschluss an der Bezeichnung des Marktes ablesen.
Die reguläre Spielzeit: Ihr Vertrag mit sich selbst
Wenn beim Rugby von regulärer Spielzeit die Rede ist, ist das ein Wettbegriff und kein Sportbegriff, und trotzdem gibt es dort nur die eine Antwort: Es gibt keine Schweizer Bewilligung, die eine 80-Minuten-Regel in die Spielregeln schreibt. Es lohnt sich, auf der Seite des Veranstalters die Definition nachzuschlagen. Im Allgemeinen umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, und Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder wenn sie Gegenstand der Wette sind. Wenn also ein Spiel nach regulärer Zeit unentschieden steht und in der Verlängerung entschieden wird, hängt die Erstattung davon ab, was der Wettschein gesagt hat.
Ein Rugby-Union-Spiel dauert zweimal 40 Minuten mit 15 Minuten Pause dazwischen; Unterbrechungen zählen nicht zur Spielzeit. Bei Unentschieden in K.-o.-Spielen gibt es zwei Verlängerungen zu je 10 Minuten mit 5 Minuten Pause, danach, wenn es nach 100 Minuten noch unentschieden steht, eine weitere Verlängerung. Dass in einer Livewette ein Pausenstand plötzlich nicht mehr zum Preisverlauf passt, ist normal, sobald die Regeln der Wette und die Regeln des Spiels auseinanderlaufen.
Wenn eine Quote überhaupt nicht zurückkehrt
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem oder Wettender nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung begrenzt, und sie verfallen bei einem Cash-Out. Der letzte Satz ist der wichtigste, wenn man einen Boost einlöst: Wer den Ausstieg nutzt, um eine Wette zu retten, verliert die Erhöhung, die er mit der Wette bekommen hätte.
Kehren wir kurz zur Mechanik des Preises zurück. Die Auszahlungsquote einer Wette ist das, was zurückfliesst. Und damit sind wir an der Stelle, an der auf dieser Seite am meisten behauptet und am wenigsten nachgerechnet wird.
Rugby-Sportwetten: Turniere und ihre Namen
«Siegerwette ohne Handicap» klingt wie ein Markt. Sie ist eine Frage, und man muss wissen, welche Wettbewerbe es in dieser Sportart überhaupt gibt.
Der internationale Turnierkalender
Rugby Union hat 15 Spieler pro Mannschaft auf dem Feld, dazu sieben oder acht Auswechselspieler. World Rugby wurde 1886 als International Rugby Board gegründet, hat seinen Sitz in Dublin und zählt 120 nationale Verbände — 102 Vollmitglieder und 18 assoziierte. Der Verband ist der Grund, warum es überhaupt so viele Turniere gibt, deren Regeln sich nicht jeder Amateur aneignen kann.
Den grössten Rahmen bildet die Rugby-Union-Weltmeisterschaft der Männer. Sie wird seit 1987 alle vier Jahre ausgetragen; die erste fand in Australien und Neuseeland mit 16 Nationen statt, aktuell nehmen 20 Mannschaften teil, ab 2027 sind es 24. Die WM 2027 findet in Australien statt, die WM 2031 in den USA. Südafrika ist mit vier Titeln (1995, 2007, 2019, 2023) Rekordweltmeister und gewann das Finale 2023 in Frankreich mit 12:11 gegen Neuseeland. Für Livewetten auf eine WM ist die Gruppenphase mathematisch reizvoll: vier Gruppen mit je fünf Teams spielen jeder gegen jeden, ein Sieg bringt 4 Punkte, ein Unentschieden 2, einen Bonuspunkt gibt es für vier oder mehr Versuche oder für eine Niederlage mit höchstens sieben Punkten Abstand, und die beiden Besten jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale. Das ist nicht reines Torschiessen: Ein Team kann ein Spiel verlieren und trotzdem einen Punkt mitnehmen.
Weniger bekannt, aber für Wetten erheblich: das Six Nations. England, Frankreich, Irland, Italien, Schottland und Wales spielen jeder gegen jeden in fünf Runden, das Heimrecht wechselt jährlich. Seit der Saison 2017 gibt es für einen Sieg 4 Punkte, für ein Unentschieden 2, einen Bonuspunkt für vier oder mehr Versuche und einen Bonuspunkt für eine Niederlage mit weniger als 8 Punkten Differenz. Die Six Nations 2025 und 2026 wurden von Frankreich gewonnen; Rekordsieger sind England und Wales mit je 39 Siegen. Wer sich in Rugby erst einliest, sollte mit einem dieser Turniere anfangen: ein kurzes Fenster, sechs Mannschaften, keine fremden Regeln.
Wo Rugby in der Schweiz stattfindet — und wann nicht
Am 8. März hat das Six-Nations-Turnier seinen Spieltag, und es gibt keine Schweizer Beteiligung, aber wahrscheinlich mehr Bildschirme in Schweizer Bars. Neben den Profi-Wettbewerben sind auch die nationalen Ligen und die Rugby-League-Wettbewerbe relevant. Die Rugby League ist eine eigene Sportart mit eigener Punktwertung, eigenem Anforderungsprofil und eigenen Verbänden; sie tritt nicht als Nebenform des Rugby Union auf und verlangt daher ein separates Wettangebot. Die Switzerland Rugby League organisiert die nationale Meisterschaft; sie erreicht jedoch nicht die öffentliche Aufmerksamkeit, die für ein breites Wettangebot bei den bewilligten Schweizer Veranstaltern erforderlich wäre.
Der Ort, an dem Angebot und Nachfrage zusammentreffen, ist der Samstagsspieltag im Fernsehen. Kurioserweise ist gerade in den kleineren Ligen die Bandbreite der Wetten am grössten und das Informationsgefälle zwischen Anbieter und Wettendem am tiefsten — vor allem, wenn dort Rugby League gespielt wird, wo weniger öffentlich über Verletzungen und Aufstellungen geschrieben wird. Für die Länder mit den grössten Zuschauerzahlen gibt es mehr und verlässlichere Vorberichterstattung. Das gilt für Live-Streams genauso. Der Union-Sport schaut zwar auf eine 120-Mitglieder-Struktur, aber die Sendeplätze konzentrieren sich stark auf die grossen Nationen. Auch wenn ein Anbieter mit einem Rugby-Angebot wirbt, lohnt der Blick auf die konkrete Ansetzung.
Bleibt die Frage, welche Spielstätten und Termine auf dem Wettschein überhaupt auftauchen dürfen. Das entscheidet nicht der Veranstalter allein.
Die zehn Rugby-Wettanbieter im Vergleich
Zwei bewilligte Veranstalter, acht ausländische Plattformen, alle nach denselben Kriterien eingeordnet. Die Reihenfolge ist keine Rangliste nach Sportkompetenz — sie beginnt mit den beiden, die hier überhaupt eine Bewilligung haben, und arbeitet sich dann durch die ausländischen Namen, auf die Schweizer beim Suchen stossen.
Swisslos Sporttip: die Bewilligung, die nur im eigenen Gebiet steht
Sporttip wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Veranstalter ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Eine Online-Registrierung setzt mindestens 18 Jahre voraus sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Der Anbieter ist einer von zwei Veranstaltern, die das interkantonale Recht zulässt.
Der Mindesteinsatz bei Sporttip beträgt CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das Geld wird ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen der kontoinhabenden Person ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS) — anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettmarkt nicht. Kredite an Spielende sind untersagt (Art. 75 Abs. 1 BGS).
Zum Programm gehören Livewetten und ein Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Und der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos den Cash-Out nicht für jede Wette. Darin liegt die Spannung: Der Ausstieg ist ein Angebot des Veranstalters, keine Option, auf die man ein Anrecht hat.
Bei Steuern gilt: Gewinne aus bewilligten Grossspielen der Schweiz sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden nur darüber besteuert — auf Bundesebene CHF 1’071’000 ab 1.1.2026, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Der kantonale Freibetrag weicht ab, «je nach Kanton». Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Ein typischer Rugby-Wettender bleibt weit darunter und zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf seinen Gewinn. Eine Steuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht. Wer eine konkrete Frage zu einer konkreten Wette hat, geht zu einem Steuerberater oder zur kantonalen Steuerverwaltung — dieser Absatz ersetzt das nicht.
Für wen das aufgeht: jemand mit Wohnsitz im Vertragsgebiet, der ein Rugby-Programm ohne Dutzende Sondermärkte um die Kernmärkte herum will und für den die Herkunft des Geldes wichtiger ist als die Breite der Sportartenliste. Für wen nicht: jede Person ausserhalb des Gebiets, die Wert auf ein grosses Rugby-Sonderprogramm legt und trotzdem Wert auf einen Schweizer Ansprechpartner.
Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, anderes Einzugsgebiet
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14 in Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Ein Onlinekonto steht nur Personen zur Verfügung, die in diesen Kantonen wohnen. Und das ist die einzige Schranke, die man von aussen nicht umgehen kann: Wer in Genf ein Konto eröffnet, kann ein Spiel in Zürich nicht mit demselben Konto verfolgen.
Die Verkaufsstellenzahl ist mehr als eine Fussnote. Im Rugby-Union ist Livewetten für viele ein Bildschirmprodukt, aber der Gang zu einer Verkaufsstelle ist ein Ausweg, den es in der Westschweiz in ganz anderer Dichte gibt als im Osten — und die Provisionen aus diesen Verkaufsstellen sind der Kanal, über den die Kantone ihren Anteil am Reingewinn bekommen. Wer am Samstagmittag spontan setzen will, hat in Freiburg oder im Wallis damit einen Weg, den ein reiner Online-Anbieter nicht bietet.
Dieselbe bewilligungsrechtliche Logik gilt hier wie bei Sporttip: Der Veranstalter muss von den Spielenden Verlust- oder Einsatzobergrenzen einholen ((Art. 87 VGS) — ob er sie wie Sporttip im Detail so setzt, steht in seinen eigenen Teilnahmebedingungen. Das ist eine der Stellen, die man vor der Registrierung selbst prüft, weil die Bedingungen auf der Seite der Loterie Romande stehen und nicht in dieser Übersicht.
Die Verzahnung der beiden Betreiber ist auch ein Hinweis auf die Logik des Systems: Ein Konto bei einem dieser Betreiber ist ein Konto in einem geschlossenen System mit begrenztem Wettbewerb. Das hat Vorteile, aber es hat auch Konsequenzen, und die zeigt der Fall eines ausländischen Anbieters auf, der die Bedingungen nicht kennt. Wer die auffälligsten Unterschiede zwischen den beiden Schweizer Betreibern sucht: Bei Sporttip sind viele Abläufe bis zum Mindesteinsatz CHF 1 geregelt, bei der Loterie Romande ist das Filialnetz der sichtbare Unterschied.
Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung
Rollbit fällt in die zweite Gruppe. Es hält keine Schweizer Bewilligung, und nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Eine berichtete Bewilligung aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Das ist kein Formfehler, sondern der Kern der Einordnung: Eine ausländische Bewilligung schützt nicht, wenn der Sitz nicht in der Schweiz liegt und das anwendbare Recht ein anderes ist. Das Team von Rollbit wirbt mit einem Casino- und Sportwettenangebot; wie viel davon auf Rugby Union oder League Union entfällt, steht hier nicht zur Debatte, weil ein Punkt schon vorher zählt.
Was das für den Nutzer bedeutet, ist ein Bündel von Nachteilen, das sich nicht wegdiskutieren lässt: Der Anbieter ist nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg und keine Schweizer Aufsicht. Dazu kommt: Die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden (Art. 86–93 BGS). Die erste Liste stammt vom 3. September 2019; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains, und blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dafür Interwetten und Bet-at-Home, und sie nennt bet365 als auf der Liste stehend.
Zur Steuer: Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Wer also glaubt, das Ausland sei steuerlich einfacher, kann dort eine volle Steuerpflicht vorfinden, die er auf dem Schweizer Wettschein nie hätte.
Bleibt die Frage, was der Fall für den Nutzer bedeutet. Der Fall Rollbit steht hier für die Gruppe: Er ist nicht der Beweis, dass ein Konto dort gefährlich ist, sondern der Beweis, dass es ein Konto ohne Schweizer Rückhalt ist. Wer eine Spielsperre eingetragen hat, kann bei Rollbit trotzdem einzahlen; das Register kennt ihn nur bei den beiden Bewilligten.
1xBet: ohne Schweizer Bewilligung
Bei 1xBet liegt es genauso: keine Schweizer Bewilligung, und die berichtete Bewilligung aus einem anderen Rechtsraum entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Der Anbieter ist mit einem sehr breiten Sport- und Live-Programm bekannt — ein Argument, das bei Rugby durchaus zieht, denn das Angebot an Rugby-Union-Wettbewerben ausserhalb Europas ist bei Swisslos naturgemäss schmal. Genau dieses Argument ist aber auch das Problem: Es ist niemand in der Schweiz dafür verantwortlich, dass die Quoten fair gestellt, die Auszahlungen geleistet und die Teilnahmebedingungen eingehalten werden.
Die Bündelung von Nachteilen gilt in beiden Fällen gleich: kein Anschluss an das Sperrregister, kein schweizerischer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko. Bei einem Anbieter, der so viele Märkte anbietet, ist die Beschränkung nicht das Programm, sondern die Durchsetzung. Wer dort ein Konto hält, spielt nach den Bedingungen eines Unternehmens ausserhalb der Schweizer Aufsicht.
Für eine Person, die in Basel wohnt und ihre Wetten über den Fernseher verfolgt, ist der Fall eindeutig. Diese Plattformen stehen hier als Referenz, nicht als Empfehlung.
1Bet: ohne Schweizer Bewilligung
1Bet gehört in dieselbe Gruppe: keine Schweizer Bewilligung, und die berichtete Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Die fehlende Einordnung dieses Anbieters in die Schweizer Aufsicht ist keine Formalie. Bei einem Streit über eine Wette gibt es keine Schweizer Stelle, die entscheidet, und keine Pflicht zur Auszahlung auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers.
Wer bereits Kundin oder Kunde bei Swisslos ist und dort auf Rugby gesetzt hat, hat einen Vergleichsmassstab: Dort gibt es einen Ansprechpartner, eine Adresse in Basel, eine geprüfte Registrierung und eine Aufsicht, die Testkäufe macht. Diese Vorzüge kommen nicht aus der Grösse des Programms, sondern aus der Bewilligung.
Der Fall 1Bet macht deutlich, worauf die Bewilligungslogik hinausläuft: Der Ort, an dem ein Streit entschieden wird, bestimmt über den Wert des Ergebnisses. Eine Wette ohne Schweizer Bewilligung kann trotzdem aufgehen. Nur wird sie nicht nach den Regeln entschieden, die für eine Wette mit Schweizer Bewilligung gelten.
Sportaza: ohne Schweizer Bewilligung
Sportaza reiht sich ein: keine Schweizer Bewilligung, eine berichtete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS). Das ist die kürzeste Fassung, die man über diesen Anbieter in der Schweiz sagen kann, und sie ist in der Sache vollständig. Ausländische Plattformen sind in dieser Liste, weil Schweizer ihnen begegnen; sie werden nach denselben Kriterien bewertet, nicht beworben.
Die Liste der Schweizer Aufsichtsbehörde mit blockierten Domains wächst, und die Namen darauf zeigen, wie der Mechanismus funktioniert: blockiert wird die Adresse, nicht der Anbieter. Wer eine Domain aus dem Gedächtnis eingibt, landet manchmal auf einer Kopie derselben Seite unter anderer Adresse. Dieser Umweg ist der Grund, warum der Hinweis auf die Sperrliste kein formaler Satz ist.
Die Bewilligungsfrage ist damit beantwortet. Sie beantwortet aber nicht, was ein Nutzer konkret tun soll, und darauf gibt es in diesem Fall nur eine Antwort: Wenn ein Konto bei einem nicht bewilligten Anbieter eröffnet wird, muss man davon ausgehen, dass die Spielregeln, die dort gelten, nicht die Schweiz schützen.
BetAlright: ohne Schweizer Bewilligung
Bleibt bei BetAlright bei derselben Feststellung: keine Schweizer Bewilligung, keine Wirkung einer berichteten ausländischen Bewilligung in der Schweiz (Art. 4 BGS). In dieselbe Einordnung gehört der Punkt, den man bei jedem ausländischen Anbieter mitprüfen muss: Wer als Wettender seinen Sitz im Ausland hat, hat im Konfliktfall keine Schweizer Instanz. Das ist dieselbe Regel, die oben bei der Gruppe genannt wurde, und sie gilt hier unverändert.
Ein ausländischer Anbieter kann dennoch der passende Ort sein — etwa für jemanden, der regelmässig Rugby League verfolgt und dort auf den Schweizer Wettschein nicht setzen kann, weil die Sportart und der Wettbewerb dort fehlen. Der Preis dafür ist bekannt: kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht, kein Anschluss an das Sperrregister.
BassBet: ohne Schweizer Bewilligung
Bei BassBet gilt dasselbe: keine Schweizer Bewilligung, berichtete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Einordnung ist bei dieser Plattform in der Sache abschliessend, und es gibt in dieser Liste keine Angabe zu Schweizer Limiten, zu einer Schweizer Aufsicht oder zu einer Schweizer Beschwerdestelle, auf die man sich berufen könnte.
Das ist ein Zustand, den man kennen muss, wenn man im Ausland spielt: Die Bedingungen werden vom Anbieter geändert, und es gibt keine Schweizer Stelle, die eine Änderung zu seinen Lasten prüft. Wer ein Konto bei BassBet eröffnet, spielt mit einem Vertragspartner ohne Schweizer Bewilligung und ohne Schweizer Regeln.
BetFury: ohne Schweizer Bewilligung
BetFury trägt keine Schweizer Bewilligung, und die berichtete Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Bei einer Plattform mit einem starken Casino-Anteil ist das ein zusätzliches Argument gegen die Annahme, das Sportwettenangebot werde nach denselben Regeln verwaltet: In der Schweiz sind Wetten und Casino zwei verschiedene Bewilligungen, und die Spielerschutzregeln für das eine sind nicht die des anderen. Die Verlustlimiten und die Spielsperre, die im Abschnitt «Verantwortungsvoll wetten: was der Schweizer Rahmen wirklich kostet» erläutert sind, gehören zur bewilligten Welt der Schweizer Veranstalter.
Wer ein Sportwettenkonto bei einem Anbieter eröffnet, der vor allem als Casino bekannt ist, sollte den Sportwettenteil als separaten Bereich prüfen. Die Angaben zu diesem Anbieter enden hier; die Bewertung darüber bleibt die zentrale Aussage.
Betwinner: ohne Schweizer Bewilligung
Bei Betwinner ist die Ausgangslage dieselbe: keine Schweizer Bewilligung, und eine berichtete Bewilligung aus einem anderen Rechtsraum hat hier keine Geltung (Art. 4 BGS). Damit schliesst die Liste so, wie sie begonnen hat: Bei den Bewilligten gibt es Schweizer Aufsicht, beim Rest nicht. Wer sein Konto bei einem Schweizer Veranstalter eröffnet, gewinnt keinen grösseren Rugby-Markt — wer im Ausland eröffnet, verliert die Schweizer Zuständigkeit. Diesen Tausch muss man bewusst eingehen, und man kann ihn nicht nachträglich korrigieren.
Was die Schweizer Bewilligung tatsächlich umfasst, steht im Abschnitt «Was es heisst, in der Schweiz auf Rugby zu setzen».
Was es heisst, in der Schweiz auf Rugby zu setzen
Um es kurz zu machen: Die Sportwette selbst ist in der Schweiz erlaubt, aber das Angebot wird von einer sehr kleinen Gruppe von Veranstaltern kontrolliert. Das ist die zentrale Erkenntnis dieses Marktes, und der Rest dieses Abschnitts erklärt, wie er zustande kommt.
Der Spielplan zuerst, dann die Wette
Wer auf Rugby setzen will, muss zuerst entscheiden, auf welches Spiel. In der Schweiz fällt diese Entscheidung mit einer Liste zusammen, die nur eine bestimmte Auswahl zulässt. Ein französischer Sechserpack am Samstagabend im Fernsehen — das ist die Art von Veranstaltung, für die es leicht wäre, ein Angebot zu machen. Aber es bleibt ein Angebot, das nur bei einem lizenzierten Veranstalter zulässig ist und dessen Preis von einer Aufsichtsbehörde bestimmt wird.
Das Nadelöhr liegt bei der Vielfalt der Wetten. Wo eine breite Auswahl an Sportarten und Ligen angeboten wird, kann der Nutzer fast immer ein relevantes Spiel finden. Eine kurze Liste mit wenigen Ligen schränkt den Suchraum stark ein. Und wenn es doch mehrere Ligen gibt, ist es nicht immer so, dass der Nutzer zu jedem Spiel genügend Informationen finden kann. Das ist der Punkt, an dem die Wahl der Sportart und der Liga tatsächlich die Wahl des Anbieters bestimmt.
Der Ort, an dem Schweizer auf Rugby setzen
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich, wobei Minderjährige online ausgeschlossen sind. Der Nutzer muss sich mit Ausweis registrieren und die Regeln für eine einzige Registrierung akzeptieren. Das ist keine Marketinghürde, sondern eine Folge der Rechtslage. Ein Konto bei einem Schweizer Anbieter ist kein weiteres Konto, sondern ein Konto, das an eine geprüfte Identität gebunden ist.
Neben dem klassischen Weg über einen Anbieter gibt es die Verkaufsstellen in der Westschweiz, die im Abschnitt «Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, anderes Einzugsgebiet» erwähnt sind. Ein Wettschein, der in einer Filiale abgegeben wird, hat einen anderen Rechtsweg als eine Wette, die online platziert wird — aber die rechtliche Grundlage ist dieselbe.
Interessant ist schliesslich, was die Schweizer Anbieter mit der Werbung machen dürfen. Werbung darf nicht aufdringlich sein. Sie darf nicht irreführen, sie darf sich nicht an Minderjährige oder an gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS), und Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Das ist der Grund, warum die Zahl der Schweizer Anbieter begrenzt ist. Kein Schweizer Anbieter kann mit einem Angebot werben, das gegen diese Regeln verstösst.
Wo der Bonus herkommt, und warum er nicht aus dem Nichts kommt
Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). 2025 erteilte die Aufsicht 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Das ist die richtige Grössenordnung, um zu verstehen, was ein «Bonus» in der Schweiz ist: eine genehmigte Aktion, keine Spontanität eines Marketingteams. Und ein Freispielguthaben ist kein Geschenk, sondern ein Vorschuss, dessen Bedingungen in den Teilnahmebedingungen stehen.
Deshalb gilt für jede Bonusentscheidung: Zuerst die Frist, dann die Obergrenze des Gewinns, dann die Bedingung, ob der eigene Einsatz zurückkommt. Bei Gratiswetten ist genau das der Punkt, an dem die meisten Erwartungen auseinandergehen — der Einsatz ist in der Regel nicht Teil der Auszahlung, sodass ein Gewinn am Ende kleiner ausfällt, als es auf den ersten Blick aussieht. Das ist keine Schweizer Eigenheit, aber ein Bonus, der nach Schweizer Regeln genehmigt wurde, folgt dieser milderen Variante häufiger, weil er auch nach Schweizer Regeln nicht mehr versprechen darf, als er leistet.
Es gibt in der Schweiz keine Sperrstunde für Werbung: kein Zeitfenster, in dem Werbung verboten ist. Die Regeln betreffen den Inhalt, nicht die Uhrzeit. Bleibt noch die rechtliche Frage: Was ist ein Grossspiel, wer darf eines veranstalten, und was passiert, wenn man auf einer ausländischen Seite spielt. Das ist der nächste Abschnitt.
Die Rechtslage: Gespa, Grossspiel und was im Ausland gilt
Beim Schweizer Sportwetten gibt es genau eine Aufsichtsbehörde: die Gespa. Sie ist nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine weitere Behörde kommt nicht ins Spiel. Das ist die kürzeste Antwort auf die häufigste Frage.

Grossspiel: welche Sportarten und welche Märkte
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e). Ein Grossspiel braucht zwei Bewilligungen: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Und diese Bewilligung «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS).
Das ist keine Formalie, sondern eine Grenze. Eine Bewilligung, die nur in der Schweiz gilt, bedeutet, dass ein Betreiber nicht gleichzeitig eine Schweizer und eine ausländische Zulassung haben kann. Es gibt keine Schweizer Liste mit weiteren bewilligten Buchmachern, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Die Nettoerlöse fliessen in gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).
Was gewettet werden darf, ist ebenfalls begrenzt: nur Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Der zugelassene Umfang ist eine geschlossene Liste — die Liste der Gespa mit den bewilligten Sportarten, Wettbewerben und Wettarten (Fassung 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, dort, wo der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Virtueller Sport ist gesetzlich nicht geregelt — dazu steht hier nichts. Esports kommen in der Liste der Gespa nicht vor.
Die Werbeschranken und die Busse
Die Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Das ist die Regel, die erklärt, warum die Werbung für ausländische Anbieter in der Schweiz nicht vorkommen sollte und warum die beiden Bewilligten mit ihren Kampagnen zurückhaltender auftreten, als man es aus anderen Märkten gewohnt ist.
Wer bewilligte Wetten spielt, bekommt den vollen Schweizer Schutz — zum Preis von zwei Veranstaltern, einer geschlossenen Liste von Sportarten und Märkten, einer Wohnsitzpflicht und einer Identitätsprüfung. Wer im Ausland spielt, bekommt ein breiteres Programm, aber ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg, und mit Gewinnen, die nach kantonalem Recht steuerbar sein können. Keines von beiden ist die «sichere Wahl» per se.
Wenn man im Ausland spielt
Ein ausländischer Anbieter ist kein kriminelles Unterfangen. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat — bis zu 3 Jahre oder eine Geldstrafe, im gewerbsmässigen Betrieb bis zu 5 Jahre (Art. 130 BGS). Die Spielenden werden nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle.
Dazu kommt die Sperrliste. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS). Die Liste wächst, und blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Das ist die praktische Seite des Verbots.
Wer sich für einen der beiden bewilligten Wege entscheidet, sollte wissen, dass dieser Weg mit Bedingungen verbunden ist. Wer sich für einen ausländischen Anbieter entscheidet, sollte wissen, dass die Schweizer Aufsicht nicht mitkommt.
Wenn das System versagt: die Rechtsfolgen
Wenn ein ausländischer Anbieter ohne Bewilligung tätig wird, kann die Gespa die Domain blockieren. Wer über einen nicht gesperrten Zugang spielt, hat keinen Anspruch auf Schweizer Schutz. Wenn ein Anbieter mit Bewilligung gegen eine Bedingung verstösst, entscheidet die Gespa, und der Kanton kann eingreifen. Für den einzelnen Wettenden heisst das: Der Ansprechpartner ist im bewilligten Fall die Aufsicht, im ausländischen Fall niemand.
Das ist der Grund, warum der Hinweis auf die Sperrliste in dieser Übersicht steht. Ein Anbieter, der nicht auf der Liste steht, ist nicht automatisch ein Anbieter mit Schweizer Bewilligung, und ein Anbieter auf der Liste ist nicht automatisch schlechter als ein anderer. Die Liste ist eine Momentaufnahme.
Eine Frage wird in diesem Abschnitt am häufigsten gestellt, und sie steht unten noch einmal: Warum es zwei Schweizer Veranstalter sind und nicht mehr. Die Antwort steht in der interkantonalen Vereinbarung, nicht in einer Marktentscheidung. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das ist eine politische Entscheidung, und sie ist der Grund für die schmale Auswahl, die auf dieser Seite an mehreren Stellen sichtbar wird.
Häufige Fragen zu Rugbywetten in der Schweiz
Darf man in der Schweiz legal auf Rugby wetten?
Ja, aber nur bei einem der Veranstalter mit Schweizer Bewilligung. Weil das interkantonale Recht die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt hat, sind das Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Jeder Anbieter bedient ausschliesslich sein eigenes Gebiet, und ein Onlinekonto setzt einen Wohnsitz in diesem Gebiet voraus.
Was gilt bei einem Wettbonus oder einer Gratiswette?
Gratisspiele und Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS) — 2025 erhielt die Loterie Romande 24 Zustimmungen, Swisslos 8. Beträge und Bedingungen stehen ausschliesslich in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Bei einer Gratiswette ist der Einsatz in der Regel nicht Teil der Auszahlung, sodass der Gewinn kleiner ausfällt als die beworbene Summe.
Findet die Rugby-WM 2027 statt, und wo?
Ja, die Rugby-Union-Weltmeisterschaft der Männer findet 2027 in Australien statt. Sie wird seit 1987 alle vier Jahre ausgetragen, aktuell mit 20 Mannschaften, ab 2027 mit 24. Die WM 2031 geht in die USA. Rekordweltmeister ist Südafrika mit vier Titeln aus den Jahren 1995, 2007, 2019 und 2023; das Finale 2023 in Frankreich gewann Südafrika mit 12:11 gegen Neuseeland.
Was gilt bei Rugbywetten als reguläre Spielzeit?
Ein Rugby-Union-Spiel besteht aus zwei Halbzeiten zu je 40 Minuten mit 15 Minuten Pause; Unterbrechungen zählen nicht zur Spielzeit. Für die Wette umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind — bei einem K.-o.-Spiel ist das der entscheidende Unterschied.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?
Der Gewinn bei einer gewonnenen Wette ist Einsatz mal Quote; der Reingewinn ist Einsatz mal (Quote − 1). Bei einer Kombiwette werden die Quoten der einzelnen Wetten zu einem Preis multipliziert. Von jedem Euro, der in einen Markt fliesst, kommt ein Teil als Auszahlung zurück; der Rest ist die Marge des Veranstalters. Bei einem ausgeschriebenen Zweiwegmarkt mit Quoten von 1.90 und 1.90 liegt sie um die 5 Prozent.
Welche Verlustlimiten gelten vor der ersten Wette, und was bewirkt die Spielsperre?
Bei Sporttip müssen vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Selbstsperre trägt ins schweizweite Sperrregister ein und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein.
Was steht in der Tabelle?
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter bzw. berichtete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51) | Société de la Loterie de la Suisse Romande; Aufsicht Gespa |
| Rollbit | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz |
| 1xBet | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz |
| 1Bet | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Sportaza | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetAlright | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz |
| BassBet | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetFury | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Betwinner | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz |
Die Spalte mit der Bewilligung hat nur zwei verschiedene Werte, und das ist kein Zeichen eines schwachen Vergleichs, sondern der Kern dieses Marktes. Die zweite Spalte ist nicht für alle interessant — wer kein Konto in Basel oder Lausanne unterhält, braucht in der Schweiz gar keinen Anbieter zu suchen. Sie entscheidet trotzdem, wo ein Streit hingeht.
Sportarten – gratistippsch.com
Inhalt erstellt vom Team «gratistippsch.com»
