Lucky 31 Wetten: 31 Einzelwetten, ein Wettschein, zwei Veranstalter
Stand: 29. Oktober 2026. Die Bewilligungen der beiden Schweizer Veranstalter wurden gegen die Angaben der Gespa geprüft.

Eine Lucky 31 ist keine Wette, sondern ein Bündel. Fünf Voraussagen, und daraus werden einunddreissig Wetten gebaut: fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette. Wer das zum ersten Mal sieht, hält den Wettschein für einen Fehler. Er ist keiner.
Das Entscheidende steht nicht in der Aufzählung, sondern in der Rechnung dahinter. Der Einsatz, den jemand auf dem Wettschein einträgt, gilt für jede dieser einunddreissig Positionen. Ein Franken pro Linie sind einunddreissig Franken. Und weil jede Position eine eigene Quote trägt, entsteht aus fünf Tipps ein Rückzahlungsprofil, das mit einer Kombiwette nichts mehr zu tun hat: Die Einzelwetten zahlen auch dann, wenn die Fünffachwette längst tot ist.
In der Schweiz ist die Auswahl klein. Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, und die Kantone haben die Veranstalter auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ausländische Marken haben hier keine Bewilligung. Das ist keine Frage des Geschmacks, sondern des Artikels 4 BGS.
Wettmärkte für eine Lucky 31: was die fünf Auswahlen tragen müssen
Bevor der Wettschein entsteht, steht die Frage, worauf überhaupt gewettet werden darf. In der Schweiz ist das kein offener Markt. Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, und was dort nicht steht, wird nicht angeboten.
Was auf dieser Liste steht und was nicht, entscheidet über die Brauchbarkeit einer Lucky 31 mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie ausdrücklich gelistet sind. Frauenwettbewerbe ebenso. Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangierung über den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf gar nicht gewettet werden.
Zwei Lücken fallen auf. Corner- und Kartenmärkte fehlen in der Liste vollständig — wer eine Lucky 31 aus Eckbällen zusammenstellen wollte, findet dafür kein Programm. Und E-Sport hat in der Liste überhaupt keinen Abschnitt. Das ist insofern bemerkenswert, als internationale Buchmacher E-Sport seit Jahren als eigenes Ressort führen. In der Schweiz existiert es im bewilligten Angebot nicht.
Ein Verbot trifft Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen. Wer gegen einen Nachwuchswettkampf antreten will, wird also auch dort nicht fündig.
Was dagegen geht: Vorauswetten und Livewetten. Das Geldspielgesetz kennt keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte; wer Livewetten anbietet, braucht dafür eine Entscheidung, die das erlaubt. Ob ein Buchmacher Livewetten führt, ist damit eine Frage seiner Bewilligung und nicht eine des Geschmacks.
Und Cash-Out? Das Gesetz regelt es nicht. Es ist, was der jeweilige Veranstalter daraus macht. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber ausschliesslich online und nur als vollständiges Cash-Out — eine Teilauszahlung ist nicht vorgesehen. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie, dass jeder Markt cash-out-fähig ist, besteht nicht.
Wer eine Lucky 31 plant, sollte die Cash-Out-Frage nicht mit dem Wettschein verwechseln. Ein Systempaket lässt sich als Ganzes bewerten, aber die Funktion arbeitet positionsweise. Das verändert den Charakter des Ausstiegs: Aus einer Fünffachwette mit einer noch offenen Position wird kein sauberer Schluss, sondern eine Reihe von Einzelentscheidungen.
Warum sich der Einsatz über dreissig Positionen verteilt — Lucky 15, Lucky 31, Lucky 63
Die Namensfamilie hat eine Systematik, und sie ist einfach. Vier Auswahlen ergeben die Lucky 15 mit fünfzehn Wetten. Fünf Auswahlen ergeben die Lucky 31 mit einunddreissig Wetten. Sechs Auswahlen ergeben die Lucky 63 mit dreiundsechzig Wetten.
Die Zahl im Namen ist die Zahl der Wetten, nicht die Zahl der Tipps. Wer das einmal verstanden hat, liest jeden dieser Namen richtig.
Der Grund, warum überhaupt so viele Positionen entstehen, ist die Vollständigkeit. Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette: Jede mögliche Kombination aus den fünf Auswahlen wird gespielt, und die Einzelwetten sind eingeschlossen. Keine Kombination fehlt, keine wird doppelt gespielt. Die Einunddreissig ist damit nicht gewählt, sondern hergeleitet: 5 + 10 + 10 + 5 + 1.
Für die Praxis hat das eine Folge, die oft übersehen wird. Der Teileinsatz gilt für jede Position. Die Fünffachwette bekommt denselben Betrag wie eine Einzelwette auf die schwächste der fünf Auswahlen. Es gibt keine Möglichkeit, innerhalb einer Lucky 31 zu gewichten. Wer findet, dass eine seiner fünf Voraussagen deutlich sicherer ist als die anderen, kann das in diesem Konstrukt nicht abbilden.
Wer eine Wette mit Gewichtung will, wählt eine andere Form. Wer eine Wette will, bei der die schwächste Auswahl nicht das ganze Paket mitreisst, ist bei der Lucky 31 richtig. Das ist die eigentliche Wahl, die hinter dem Namen steht.
Was eine Kombiwette anders macht als eine Lucky 31
Eine Kombiwette bindet zwei bis zehn Voraussagen aneinander und zahlt nur, wenn alle stimmen. Eine Lucky 31 ist im Kern die Zerlegung dieses Gedankens in alle möglichen Teilstücke. Beide bauen aus denselben Voraussagen eine Gesamtquote — bei Kombiwetten ist das Produkt der Einzelquoten —, aber nur eine der beiden Formen zahlt auch dann etwas aus, wenn eine Voraussage kippt.
Der Preis für diese Sicherheit ist der Einsatz. Ein Kombischein mit fünf Voraussagen braucht einen Einsatz. Eine Lucky 31 braucht einunddreissig Mal diesen Einsatz, wenn pro Linie derselbe Betrag gesetzt wird. Wer eine Lucky 31 mit einem Franken pro Linie spielt, setzt so viel wie bei einer Kombiwette mit einunddreissig Franken.
Bei Jouez Sport gibt es zudem eine Regel, die Kombiwetten ausdrücklich einrahmt: Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Ein Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Diese Obergrenze für den Wettschein ist bei einer Lucky 31 der Punkt, an dem die Rechnung kippt. CHF 7’500 geteilt durch einunddreissig Positionen ergibt einen Teileinsatz von rund CHF 242 pro Linie — darüber hinaus ist der Wettschein nicht mehr annehmbar, unabhängig davon, wie die Einzelpositionen gewichtet wären.
Bei Sporttip ist dagegen der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000, für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, bei einem Mindesteinsatz von CHF 1. Der Unterschied ist keine Nebensache: Bei einem einunddreissigteiligen Paket entscheidet die Systemwetten-Obergrenze, nicht die Kombigrenze.
Wann eine Auswahl aus dem Paket fällt
Ein Systempaket hängt an der Zahl der gültigen Positionen. Fällt eine Auswahl aus, schrumpft die Struktur mit. Genau deshalb lohnt es sich, vorher zu wissen, wann eine Wette ungültig wird.
Bei Sporttip gilt: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt. In Kombinationswetten erhält die betreffende Voraussage die Quote 1.00 — mit derselben Wirkung wie eine Kombination mit einer toten Position.
Bei einer Wette über ein Turnier greift statt der 48-Stunden-Regel der Rahmen des Turniers. Wer eine Lucky 31 über mehrere Partien eines Turniers zusammenstellt, muss also mit einer anderen Frist rechnen als bei einer Liga-Partie.
Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur dann, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer eine Auswahl auf ein Turnierspiel setzt und dabei an das Elfmeterschiessen denkt, muss diese Wettart also bewusst auswählen.
Ein zweiter Punkt betrifft Livewetten. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Bei einer Einzelwette ist das ein Ärgernis; bei einem Paket aus einunddreissig Positionen, in dem eine Livewette steckt, verdirbt es reihenweise Kombinationen auf einmal.
Was eine Wahrscheinlichkeit über die Auszahlung sagt — und was nicht
Viele Spielende bauen eine Lucky 31, weil sie glauben, aus fünf Tipps müsse doch mehr herauszuholen sein als aus einer Kombiwette. Das ist richtig gedacht, aber der Nutzen kommt aus einer anderen Ecke als erwartet.
Nehmen wir drei illustrative Auswahlen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 und einen Einsatz von CHF 1 pro Linie. Das sind Beispielzahlen, keine quotierte Preise. Werden alle drei als Kombiwette gespielt, multiplizieren sich die Quoten zu einer Gesamtquote von 7.50, und CHF 1 Einsatz ergeben einen Rückfluss von CHF 7.50 und einen Nettogewinn von CHF 6.50. Werden die drei dagegen als vollständiges Paket mit allen Einzel-, Doppel- und Dreierwetten gespielt, sind es sechs Linien: drei Einzelwetten, drei Doppelwetten und eine Dreierwette — insgesamt sieben wetten zählende Positionen, aber sechs Linien, auf die Einsatz geht.
Der Unterschied wird beim Betrachten der Bandbreite sichtbar. Fallen alle drei Auswahlen ein, zahlt das vollständige Paket mit demselben Einsatz pro Linie mehr als die Kombiwette — die Einzelwetten, die Doppel und die Dreierwette treffen alle.
Fällt dagegen nur eine Auswahl, ist die Kombiwette komplett verloren, während das vollständige Paket noch die Einzelwetten der beiden treffenden Auswahlen sowie deren Doppelwette auszahlt und damit einen grossen Teil des Einsatzes zurückholt. Die Bandbreite zwischen dem Fall, in dem alles stimmt, und dem Fall, in dem eine einzige Auswahl die Kombination reisst, ist der eigentliche Kaufgrund einer Systemwette. Sie kostet Einsatz, aber sie dämpft die Auswirkungen einer einzelnen Fehlprognose.
Was diese Rechnung nicht liefert, ist eine Aussage über die Chance, ob eine der Voraussagen eintrifft. Die Quoten selbst sind bereits der Marktpreis, und in jeder Quote steckt die Marge des Veranstalters. Wer den höheren Rückfluss in den günstigen Fällen als Zeichen dafür liest, dass ein Paket «sicherer» sei, verwechselt die Struktur einer Wette mit der Wahrscheinlichkeit ihres Ausgangs. Die Zerlegung verändert die Auszahlungsverteilung, nicht die Trefferquote.
Quotenschlüssel und Auszahlungsquote: was die Quote über ein Paket von Wetten erzählt
Bei einer Lucky 31 gibt es keinen einzelnen Quotenschlüssel. Es gibt so viele Auszahlungsquoten wie es Positionen gibt, und jede Position wird von einem anderen Satz von Auswahlen getragen.
Das ist ein praktisches Problem. Wer die Marge einer Kombiwette sehen will, rechnet über die Quoten aller Ausgänge eines Marktes. Bei einer Lucky 31 ist jede Kombination aus zwei, drei oder vier Auswahlen ein eigener Markt in diesem Sinne — und keine davon lässt sich isoliert betrachten, weil sich die Auswahlen die Positionen teilen.
Der Quotenschlüssel eines Marktes ist die Quote, geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Ausgangsquoten. Die Marge ist der Rest. Sie ist unsichtbar, aber sie ist in jeder der einunddreissig Positionen enthalten. Das heisst: Ein Paket, das viele Köpfe und damit viele Kombinationen bündelt, trägt die Marge nicht einmal, sondern bei jedem Glied der Kette erneut.
Der Effekt ist bei einer Systemwette härter als bei einer Einzelwette. Eine Einzelwette zahlt eine Marge. Eine Vierfachwette aus vier Einzelwetten in vier verschiedenen Märkten zahlt vier Margen übereinander. Eine Lucky 31 kauft sich also nicht in einen besseren Preis ein, sondern in eine andere Verteilung desselben Preises — in dreissig von einunddreissig Positionen zu einem Preis, der gegenüber einer Einzelwette noch einmal abgestuft ist.
Die ehrliche Schlussfolgerung ist unbequem: Die Lucky 31 ist kein Instrument, um die Marge zu umgehen. Sie ist ein Instrument, um die Abhängigkeit zwischen den Auswahlen zu streuen. Wer das nicht will, sollte die Kombiwette nehmen.
Quotenrechner und Eigenrechnung: was eine Lucky 31 am Ende kostet
| Posten | Sporttip | Jouez Sport |
|---|---|---|
| Mindesteinsatz (online) | CHF 1 | CHF 2 |
| Mindesteinsatz (Verkaufsstelle) | CHF 1 | CHF 3 |
| Höchsteinsatz Einzel-/Kombiwette | CHF 1’000 | CHF 500 |
| Höchsteinsatz Systemwette | CHF 10’000 | kein eigener Wert für Systemwetten |
| Höchster Wettschein-Einsatz bei Multiples | keine separate Angabe | CHF 7’500 |
| Höchstgewinn einer Kombiwette | keine separate Angabe | CHF 300’000 |
| Höchstgewinn eines Multiples insgesamt | keine separate Angabe | CHF 1’000’000 |
| Mindestquote | keine separate Angabe | 1.10 |
| Höchstquote | keine separate Angabe | 100’000 |
So nüchtern die Tabelle aussieht, so unterschiedlich schlägt sie in der Praxis durch. Der relevanteste Wert für eine Lucky 31 steht bei Jouez Sport nicht in der Zeile für Systemwetten. Dort existiert kein eigener Höchsteinsatz. Der bindende Deckel ist die Obergrenze von CHF 7’500 für einen Wettschein mit Multiples — ein einunddreissigteiliges Paket fällt darunter, sobald der Teileinsatz pro Linie etwa CHF 242 übersteigt.
Bei Sporttip ist der Fall klar geregelt. Eine Systemwette kann bis CHF 10’000 Einsatz tragen, und die Obergrenze des Wettscheins liegt damit rechnerisch bei knapp CHF 322 pro Linie. Eine Einzel- oder Kombinationswette ist dagegen bei CHF 1’000 gedeckelt. Wer eine grosse Systemwette bei Sporttip spielen will, hat also deutlich mehr Spielraum als bei einer Kombiwette mit hohem Einsatz — ein Detail, das in der Alltagssprache kaum thematisiert wird.
Die Mindestquote bei Jouez Sport von 1.10 ist für eine Lucky 31 keine praktische Hürde. Sie würde nur greifen, wenn jemand eine Voraussage mit einer Quote unter 1.10 einbaut — bei einem Paket aus fünf Auswahlen ist eine so tiefe Quote selten sinnvoll, weil sie die Gesamtquote der Kombinationen kaum hebt. Interessanter ist die Obergrenze von 100’000 für die Gesamtquote einer Kombi. Sie ist hoch genug, um bei einer Fünffachwette aus fünf Auswahlen mit jeweils einer Quote von 10.00 nicht zu greifen.
Wie Swisslos und Loterie Romande rechnen, wenn eine Wette ausgezahlt wird
Wer eine Lucky 31 selbst nachvollziehen will, braucht die Auszahlungsregel des Veranstalters. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal die Gesamtquote, also das Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf fünf Rappen genau abgerundet.
Diese Rundungsregel ist bei einem Paket aus einunddreissig Positionen kein Detail. Jede Position wird einzeln gerundet. Fünfmal aufrunden und dann abrunden summiert sich über dreissig Positionen zu Beträgen, die sich mit der Eigenrechnung nicht auf den Rappen decken. Wer eine Lucky 31 nachrechnet und auf eine Differenz stösst, findet die Erklärung in dieser Kette.
Ein weiterer Punkt, der häufiger übersehen wird: Bei Sporttip verfallen Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden. Eine Lucky 31 produziert viele kleine und einige mittlere Rückflüsse. Wer die einzelnen Positionen nicht überwacht, kann Gewinne liegen lassen.
Wer eine Beanstandung will, muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache erheben. Bei einem Paket aus einunddreissig Positionen ist es praktisch, die Abrechnung nach der Auswertung in Ruhe durchzugehen, statt auf die Anzeige der nächsten Woche zu warten.
Das Eigenrechnen in der Praxis: wann es sich lohnt und wann nicht
Bei fünf Auswahlen und acht Wettarten gibt es keine Rechnung, die man im Kopf macht. Wer die Einzelpositionen nicht abschätzen kann, sollte den Wettschein vor dem Absenden in Ruhe durchgehen.
Der Grund, warum sich die Mühe lohnt: Bei einer Lucky 31 gibt es keinen einzigen Betrag, sondern eine Verteilung. Wer sehen will, was passiert, braucht zwei Zahlen. Die erste ist der Gesamteinsatz, also Teileinsatz mal einunddreissig. Die zweite ist der Fall, in dem nur die zwei schwächsten der fünf Auswahlen treffen. Wenn dieser Fall nicht einmal den Einsatz deckt, ist das Paket in der Praxis auf die starken Positionen angewiesen — und dann sollte man ehrlich prüfen, ob eine Kombiwette aus den drei stärksten nicht die bessere Wahl gewesen wäre.
Die Zwischenfälle sind der Punkt, an dem das Nachrechnen die Zeit wert ist. Fallen zwei Auswahlen aus, bleiben von einemunddreissig Positionen nicht zwei übrig, sondern ein Bruchteil der Kombis, die beide nicht enthalten. Wer vorher einmal durchgerechnet hat, wie das Paket bei zwei Ausfällen aussieht, erlebt am Sonntagabend keine Überraschung.
Wer das ausprobieren will: CHF 1 pro Linie ergeben einen Gesamteinsatz von CHF 31 — gross genug, um den Effekt zu sehen, klein genug, um ihn ohne Ärger zu bezahlen. Die Voraussagen sollten dabei mindestens zwei verschiedene Sportarten abdecken. Fünf Auswahlen aus derselben Liga hängen stärker zusammen, als die Zerlegung in einunddreissig Positionen suggeriert: Wenn ein Spieltag ungewöhnlich läuft, verlieren oft mehrere Voraussagen gleichzeitig, und aus der Streuung wird weniger, als auf dem Papier stand.
Worin die Schweizer Rechtslage die Auswahl wirklich begrenzt
Sportwetten sind in der Schweiz online ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2019. Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Das ist eine andere Behörde als die ESBK, die ausschliesslich die Casinos beaufsichtigt.

Eine Bewilligung nach dem Gesetz braucht ein Veranstalter und eine Bewilligung pro Spiel. Und eine Bewilligung gilt nach Artikel 4 BGS nur in der Schweiz. Das ist der Satz, der die ganze Debatte um ausländische Marken entscheidet.
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das sind Swisslos, das unter dem Namen Sporttip Sportwetten betreibt, und die Loterie Romande, die dafür das Produkt Jouez Sport führt. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher existiert nicht, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Ein Onlinekonto setzt zudem Wohnsitz in der Schweiz voraus. In der Praxis heisst das: im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Der Nettoertrag geht nach Artikel 125 BGS an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.
Wer in der Deutschschweiz wohnt, landet bei Swisslos. Swisslos ist eine interkantonale Landeslotterie-Genossenschaft mit Sitz in Basel und stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
In der Westschweiz ist es die Loterie Romande. Sie veranstaltet Jouez Sport für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Das ist die Schweizer Ausgangslage: zwei Veranstalter, getrennte Gebiete, ein Mindestalter und keine dritte Option mit Bewilligung.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: was die Sperrliste bedeutet
In der Schweiz gibt es keine dritte bewilligte Option — aber es gibt ausländische Marken, und Schweizer Spielende treffen sie an. Sie werden hier aufgeführt, weil ein Leser, der sich mit diesen Angeboten beschäftigt, wissen soll, woran er ist. Alle in dem folgenden Abschnitt aufgeführten Marken, mit Ausnahme der beiden Schweizer Veranstalter, tragen keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz — sei es aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat nach Artikel 4 BGS keine Geltung in der Schweiz.
Wer Sportsysteme im Ausland anbietet, begeht eine Straftat. Das gilt auch für Personen, die den Betrieb unterstützen, und die Höchststrafe liegt bei einer Busse oder bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre nach Artikel 130 BGS. Der einzelne Spielende wird nicht bestraft. Das ist der eine Punkt, an dem man aufhören kann, sich um das Strafrecht zu sorgen — und der eine, an dem viele dann zu viel beruhigt sind.
Dennoch bleiben einem Spielenden drei Konsequenzen, die keine Erwähnung des Strafrechts aufhebt: Der Ablauf ist nicht mit der Schweizer Geldspielaufsicht abgestimmt, es gibt keine Aufsicht über die Einhaltung der Wettregeln im Einzelfall, und über Streitigkeiten entscheidet am Ende eine ausländische Stelle nach ihren eigenen Regeln — sofern überhaupt eine entscheidet. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen, die ein ausländischer Anbieter zulässt, sind kein Zeichen von Fortschritt, sondern ein Zeichen, dass niemand nachschaut.
Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden nach wenigen Stunden ersetzt. Die Aufsicht nennt in diesem Zusammenhang unter anderem Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 als auf der Liste. Diese Sperrliste betrifft Angebote, die in der Schweiz nicht bewilligt sind.
Was es ausdrücklich nicht gibt: ein Zahlungssperrsystem gegen unzulässige Wettangebote. Dass eine Bank eine Kartenzahlung an einen ausländischen Buchmacher blockiert, kommt nicht vor, und es wäre falsch, das zu behaupten. Der regulierte Teil der Schweizer Zahlungsinfrastruktur lässt Geld dorthin fliessen, wo es nicht hinfliessen sollte, und das ist kein Argument für die Anbieter, sondern eines für die Aufmerksamkeit des Spielenden.
Einzahlungen und Auszahlungen im bewilligten Schweizer Angebot
Im bewilligten Schweizer Angebot gibt es eine harte Zahlungsregel: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Das steht in den Ausführungsbestimmungen zum Geldspielgesetz, und es bedeutet zweierlei.
Erstens: Anonyme Payouts, Krypto-Auszahlungen oder Auszahlungen an Dritte existieren im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht. Das ist keine Einschränkung, die man sich wegdenken kann. Zweitens darf kein Kredit an Spielende gewährt werden. Wer sein Guthaben aufgebraucht hat, kann nicht mitspielen, ohne vorher einzuzahlen.
Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In einem Zeitraum von dreissig Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich. Ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.
Diese letzte Bedingung ist die schärfste im ganzen Zahlungsablauf. Sie verhindert, dass ein grosses Guthaben angespart und in einer Nacht eingesetzt wird. Für eine Person, die eine Lucky 31 mit einem ernsthaften Einsatz plant, heisst das: Das Guthaben springt nicht über die Grenze, sondern muss vor jedem Spielzug dotiert werden. Das verlangsamt jeden grösseren Einsatz und ist einer der wenigen Mechanismen im System, der tatsächlich bremst.
Verantwortungsvoll wetten: was ein Paket aus einunddreissig Positionen kostet
Eine Lucky 31 bindet einen Betrag, der auf den ersten Blick klein aussieht und auf den zweiten nicht mehr. Der Teileinsatz steht auf dem Wettschein, nicht der Gesamteinsatz.
Dazu kommt, was Systempakete strukturell mit sich bringen: Sie setzen mehr Kapital ein, ohne dass mehr Kapital zur Verfügung steht. Wer eine Lucky 31 mit einem Franken pro Linie spielt, verpflichtet einunddreissig Franken auf fünf Voraussagen. Das sind dreissig Franken, die für keinen anderen Versuch mehr vorhanden sind.
Ein Verlustlimit, das vor dem Wettschein festgelegt wird, ist die einzige Zahl, die dabei hilft. Die Limiten werden von den Spielenden gesetzt, nicht vom Staat. Der Veranstalter muss Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach einer Wartezeit.
Bei Swisslos gibt es zusätzlich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils dreissig Tage.
Was ein Limit für eine Lucky 31 leisten kann: Es deckelt, was insgesamt weggeht, nicht was innerhalb des Limits passiert. Wer sein Monatslimit in einem Wettschein verbraucht, hat es korrekt eingehalten. Genau deshalb ist die Reihenfolge wichtig — erst das Limit, dann der Wettschein.
Eigenes Aussetzen und Spielsperre: wo die Grenze verläuft
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren. Die Sperre wird nicht vor Fristablauf aufgehoben.
Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen. Dieses Register gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Wer dort steht, kommt auch bei der Loterie Romande nicht mehr ins Spiel.
Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Das ist wichtig zu wissen, weil es die Sperre von einem Auszeit-Knopf zu einer echten Entscheidung macht.
Wer vor einer Lucky 31 steht und merkt, dass der Wunsch nach einer grossen Systemwette aus einer Verlustserie kommt, sollte die Sperre in Erwägung ziehen — nicht den Wettschein. Das ist keine Warnung, sondern eine Reihenfolge.
Warum die Aufsicht selbst vor den Verkaufsstellen warnt
Es gibt eine Zahl, die jede Darstellung vom streng kontrollierten Schweizer Sportwetten relativiert. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt und berichtet, dass an Verkaufsstellen in 200 Fällen ein Sportwetten an eine minderjährige Person verkauft wurde. Das sind 47.5 % der geprüften Verkaufsstellen.
Wer das hört, sollte die Zahl nicht auf das gesamte Schweizer Angebot übertragen. Die Kontrolle über ein Onlinekonto mit Identitätsprüfung und Adressabgleich ist etwas anderes als eine Verkaufsstelle mit Personal. Wer in einer Verkaufsstelle eine Lucky 31 abgeben will und noch keine 18 Jahre alt ist, wird nach dem Gesetz nicht bedient. Die Testkäufe der Aufsicht zeigen, wie zuverlässig das in der Praxis ist.
Auch eine Person, die im Ausland selbst an einem Wettereignis teilnimmt, darf nicht auf dieses Ereignis wetten. Die Regeln sind also nicht nur auf das Alter gemünzt.
Worauf man vor der Abgabe achtet
Wer eine Lucky 31 zum ersten Mal ausfüllen will, hat drei Prüfpunkte vor sich: die Zahl der Positionen, den Teileinsatz und den Gesamteinsatz. Bei Swisslos ist der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1. Bei Jouez Sport sind es online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2.
Für den Gesamteinsatz ist bei Swisslos der massgebliche Wert der Höchsteinsatz für eine Systemwette von CHF 10’000. Bei Jouez Sport gibt es dafür keinen eigenen Wert; bindend ist die Obergrenze von CHF 7’500 pro Wettschein mit Multiples.
Wer die Wette online abschliesst statt an einer Verkaufsstelle, hat bei beiden Veranstaltern den besseren Satz. Der Weg über eine Verkaufsstelle kostet bei Jouez Sport einen Franken mehr pro Linie.
Die beiden Schweizer Veranstalter und die ausländischen Marken im Vergleich
Wer eine Lucky 31 spielt, trifft die Entscheidung nicht zwischen zwanzig Buchmachern, sondern im Wesentlichen zwischen zwei Veranstaltern und der Frage, ob man einen davon überhaupt nutzen darf. Diese Frage entscheidet das Vertragsgebiet, nicht der Geschmack.
Swisslos Sporttip: die Einzige mit einem Systemwetten-Höchsteinsatz von CHF 10’000
Bewilligung und Einordnung. Swisslos ist einer der beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht für Sportwetten zulässt. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz; Aufsichtsbehörde ist die Gespa. Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, das Sportwettenprodukt heisst Sporttip.
Gebiet und Konto. Ein Onlinekonto steht nur Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnhaft sind — in den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Wer ausserhalb wohnt, kommt nicht hinein, unabhängig davon, wie viel er setzen will.
Einsatzgrenzen. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten ist CHF 1. Der Höchsteinsatz beträgt CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Ein Paket, das hier nicht ins Kontor schlägt. Wer eine Lucky 31 mit einem grossen Gesamteinsatz plant, findet bei Sporttip das grösste Gefäss im Schweizer Markt. CHF 10’000 geteilt durch einunddreissig Positionen ergeben etwa CHF 322 pro Linie, bevor der Wettschein abgelehnt wird. Zum Vergleich: Eine Kombiwette mit demselben Gesamteinsatz wäre bei CHF 1’000 gedeckelt.
Ergebnis. Die Obergrenze für Systemwetten ist bei Sporttip fast schon zu grosszügig für die Grösse einer normalen Lucky 31 — die meisten Spielenden werden sie nie berühren. Wer jedoch eine Systemwette mit hohem Volumen plant, findet nur hier ein passendes Gefäss. Alles andere, was Sporttip an Einschränkungen mitbringt, betrifft nicht die Systemwettenstruktur, sondern die Grösse einer einzelnen Position.
Loterie Romande Jouez Sport: mit der Obergrenze von CHF 7’500 für Wettscheine mit Multiples
Bewilligung und Einordnung. Die Loterie Romande ist der andere Veranstalter, den das interkantonale Recht für Sportwetten zulässt. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz; Aufsichtsbehörde ist auch hier die Gespa. Das Sportwettenprodukt heisst Jouez Sport.
Gebiet und Konto. Das Onlineangebot steht Personen mit Wohnsitz in Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis offen. Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Einsatzgrenzen. Der Mindesteinsatz beträgt online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten ist CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Die Grenze, die im Wettschein steckt. Bei Jouez Sport trifft die Begrenzung eines Pakets auf einen eigenen Schweizer Wert. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Wer eine Lucky 31 mit einem hohen Teileinsatz plant, sollte diese Grenzen kennen, bevor er die Quoten auswählt.
Mindest- und Höchstquote. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Ergebnis. Die Obergrenze von CHF 7’500 für einen Wettschein mit Multiples ist der Punkt, an dem die Wahl kippt. Sie begrenzt den Wettschein als Ganzes, nicht die einzelne Position, und sie liegt niedriger als der Systemwetten-Höchsteinsatz bei Sporttip. Wer die Systemwette am Höchstwert ausreizen will, findet hier das engere Mass.
IviBet: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister
IviBet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten, und IviBet ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen; ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht.
Eine ausländische Bewilligung, wo auch immer sie herkommt, hat in der Schweiz keine Geltung. IviBet gibt sich damit nicht mehr Deckung, als es hat. Für Nutzer in der Schweiz heisst das: Am Ende steht die Frage, ob man die Entscheidungen eines Unternehmens in einem anderen Land verfolgen will, ohne dass eine hiesige Stelle nachschaut.
Ein Vorteil, den IviBet Schweizer Spielenden bietet, lässt sich daraus nicht ableiten. Ein grosses Systempaket spielt sich in der Praxis ohnehin auf eine kleine Zahl von Auswahlen herunter, und die Struktur der Wette ist bei jedem Anbieter dieselbe. Was sich unterscheidet, ist die Frage, wer die Regeln durchsetzt.
bet365: keine Schweizer Bewilligung und auf der Sperrliste geführt
bet365 hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten, und bet365 ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen; ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht.
Die Gespa führt bet365 als Anbieter auf der Liste der blockierten ausländischen Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS sperren. Blockierte Domains werden nach wenigen Stunden ersetzt, und ein Domainwechsel macht die Tätigkeit nicht bewilligt.
Bemerkenswert ist hier vor allem die Kombination aus Markenbekanntheit und Schweizer Status. bet365 wird an dieser Stelle nicht wegen seiner Produkte bewertet, sondern wegen einer Rechtslage. Wer dort eine Lucky 31 plant, wird Sportarten finden — nur nichts davon ist in der Schweiz durchsetzbar.
Jackbit: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg
Jackbit hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten, und Jackbit ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen; ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht.
Einen Wettschein mit vielen Positionen baut man überall zusammen. Was sich nicht überall zusammenbauen lässt, ist der Anspruch, den eine bewilligte Schweizer Veranstalterin mit jedem Wettschein übernimmt. Bei Jackbit trägt am Ende keine Schweizer Stelle die Verantwortung für die Einhaltung der eigenen Regeln, und ein Streit führt nicht zu einer Schweizer Instanz.
Sportaza: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg
Sportaza hat keine Schweizer Bewilligung. Wie bei anderen ausländischen Anbietern gilt: Es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und das Angebot ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen.
Ein Detail, das viele übersehen: Wenn ein Wettschein, der aus vielen Positionen gebaut ist, ins Stocken gerät, entscheidet der Ansprechpartner. Bei einem ausländischen Anbieter ist das eine Supportfunktion, die nach eigenen Regeln arbeitet. Bei einem Schweizer Veranstalter ist es eine Stelle mit einer Aufsicht hinter sich.
HornetBet: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg
HornetBet hat keine Schweizer Bewilligung. Auch hier gilt: Es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister fehlt.
Bei einem Paket aus einunddreissig Positionen sind die Regeln das eigentliche Produkt. Eine einzelne Voraussage, die wegen einer Sonderregel nicht zählt, kann mehrere Kombinationen in einem Zug entwerten. Wer das nicht in den eigenen Regeln nachlesen kann, hat kein Nachprüfungsrecht, sondern nur einen Vertrauensvorschuss an ein Unternehmen, das niemand in der Schweiz kontrolliert.
Bahigo: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg
Bahigo hat keine Schweizer Bewilligung. Wie bei den anderen ausländischen Marken fehlt eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, und ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht.
Wer eine Lucky 31 versteht, weiss, dass der Reiz nicht in einem hohen Einzelgewinn liegt. Der Reiz liegt darin, dass das Paket auch bei einem Ausfall noch etwas zurückzahlt. Dieses Versprechen ist nur so gut wie der Veranstalter, der es einlöst.
FortuneJack: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg
FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung. Es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister ist nicht vorhanden.
Der richtige Moment für einen Blick in die Regeln ist vor dem Wettschein, nicht danach. Wer die Bedingungen eines Anbieters ohne Schweizer Bewilligung liest, liest die Bedingungen eines Unternehmens, dessen Entscheidungen niemand in der Schweiz überprüft.
Coolzino: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg
Coolzino hat keine Schweizer Bewilligung. Wie bei anderen nicht bewilligten Anbietern fehlt ein Schweizer Rechtsweg, und das Angebot ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen.
Wer in der Schweiz eine Lucky 31 abschliessen will, hat zwei Optionen. Alles darüber hinaus ist ein Geschäft mit einem Anbieter, der hier nicht tätig sein darf.
Grundlagen und Vergleich: wie sich die 31 Wetten auf die Stufen verteilen
Der Aufbau einer Lucky 31 lässt sich in einer Zeile zusammenfassen und in einer Tabelle überprüfen. Wer die Struktur einmal gesehen hat, erkennt sie in jedem Wettschein wieder.

| Aufbau | Positionen | Einsatz bei CHF 1 pro Linie |
|---|---|---|
| Einzelwetten | 5 | CHF 5 |
| Doppelwetten | 10 | CHF 10 |
| Dreierwetten | 10 | CHF 10 |
| Vierfachwetten | 5 | CHF 5 |
| Fünffachwette | 1 | CHF 1 |
| Gesamt | 31 | CHF 31 |
Wer die Zeile Gesamt liest und die Zahl CHF 31 sieht, hat die Grössenordnung verstanden. Interessant ist aber die Differenz zwischen den Zeilen. Die zehn Doppelwetten und die zehn Dreierwetten tragen zusammen zwanzig der einunddreissig Positionen, also fast zwei Drittel des Einsatzes. Das ist die Gewichtsverteilung des Pakets: Die beiden mittleren Ebenen dominieren, nicht die Fünffachwette und nicht die Einzelwetten.
Für die Praxis heisst das: Der Ausgang einer Lucky 31 wird von den Doppel- und Dreierwetten entschieden. Wer sich vorstellt, die Wette sei im Kern eine Fünffachwette mit kleinen Beigaben, schätzt die Struktur falsch ein. Die Fünffachwette trägt einunddreissigstel des Einsatzes und ist bei der Auszahlung praktisch irrelevant, wenn nicht alle fünf Voraussagen extrem hoch quotiert sind.
Die Marge, die in jeder der einunddreissig Positionen steckt
Der Quotenschlüssel eines Marktes gibt an, welcher Anteil der Einsätze von diesem Markt an die Spielenden zurückfliesst. Die Marge ist der Rest. Diese Marge steckt nicht in einem einzigen Posten, sondern in jeder Quote.
Bei einem Paket aus einunddreissig Positionen gibt es kein Einzelmass. Aber es gibt drei Ebenen, die unterschiedlich belastet sind: Die Einzelwetten tragen eine Marge, die Doppelwetten zwei, die Fünffachwette fünf. Was wie eine Wiederholung aussieht, ist in Wahrheit eine Verkettung. Wer eine Lucky 31 kauft, kauft also nicht einen Quotenschlüssel, sondern eine Reihe gestaffelter Preise.
Der praktische Nutzen daraus ist begrenzt, aber er ist real. Die Mehrfachwetten sind gegenüber den Einzelwetten strukturell benachteiligt, weil die Marge mehrfach anfällt. Ein Paket mit fünf Auswahlen ist deshalb nicht automatisch attraktiv, nur weil alle fünf Voraussagen eine Chance haben. Je mehr Kombinationsstufen eine Position hat, desto stärker schlägt der Rückbehalt durch.
Wer die Kosten eines Pakets abschätzen will, rechnet also nicht die Marge einmal, sondern einunddreissig Mal mit unterschiedlichem Gewicht. Genau das ist der Grund, warum eine Lucky 31 in der Praxis nicht für jeden taugt.
Wie das Beispiel mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 aufgeht
Wer eine Lucky 31 plant, sollte sich fragen, was passiert, wenn die Auswahlen so quotiert sind, dass das Paket nur mit Mühe einen Rückfluss erzeugt. Ein durchgerechnetes Beispiel zeigt den Mechanismus, ohne einen konkreten Markt zu versprechen.
Nehmen wir drei illustrative Auswahlen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 und einen Einsatz von CHF 1 pro Linie. Werden alle drei als Kombiwette gespielt, ergibt sich eine Gesamtquote von 7.50 und damit ein Rückfluss von CHF 7.50 bei einem Einsatz von CHF 1. Ein vollständiges Paket aus drei Auswahlen umfasst sechs Linien; die günstigste davon zahlt mit der Quote der schwächsten Einzelwette, die teuerste mit der Gesamtquote der Dreierwette. Der Gesamteinsatz liegt bei CHF 6, und der Rückfluss schwankt mit der Zahl der treffenden Auswahlen erheblich.
Die Bandbreite ist der eigentliche Punkt. Wer das Paket mit einem Franken pro Linie spielt, bindet CHF 6, um eine Verteilung statt eines Einzelergebnisses zu kaufen. Das ist rational, wenn die eigene Einschätzung der drei Auswahlen unsicher ist, und es ist teuer, wenn man sich bei allen dreien sehr sicher ist — dann zahlt man für eine Absicherung, die man nicht braucht.
Was das Beispiel nicht zeigt, ist die Höhe einer tatsächlichen Lucky 31. Die drei Werte sind frei gewählte Beispielzahlen und kein Angebot. Wer die Höhe einer konkreten Wette abschätzen will, liest die Quoten der fünf Auswahlen selbst und rechnet die Positionen nach, die für die eigene Entscheidung zählen.
Häufige Fragen
Was ist eine Lucky 31 Wette, und wie viele Auswahlen braucht sie?
Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette auf fünf Auswahlen mit insgesamt einunddreissig Wetten. Sie enthält die Einzelwetten; alle möglichen Kombinationen aus zwei, drei, vier und fünf Auswahlen werden gespielt. Sie ist damit eine Auswahl grösser als die Lucky 15 und eine kleiner als die Lucky 63.
Wie verteilen sich die 31 Wetten auf Einzelwetten, Doppel, Dreier, Vierfach- und Fünffachwette?
Die einunddreissig Positionen brechen sich so auf: fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette. Die Verteilung folgt der Zahl der möglichen Kombinationen aus fünf Auswahlen. Wer einen Franken pro Linie setzt, zahlt insgesamt einunddreissig Franken.
Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?
Sie unterscheiden sich in der Zahl der Auswahlen. Die Lucky 15 hat vier Auswahlen und fünfzehn Wetten, die Lucky 31 hat fünf Auswahlen und einunddreissig Wetten, die Lucky 63 hat sechs Auswahlen und dreiundsechzig Wetten. Die Zahl im Namen ist immer die Zahl der Wetten, nicht die Zahl der Auswahlen.
Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?
Der Gesamteinsatz ist der Teileinsatz pro Linie mal einunddreissig. Bei einem Franken pro Linie ergibt das einunddreissig Franken. Der Mindesteinsatz liegt bei Sporttip bei CHF 1, bei Jouez Sport online bei CHF 2. Bei Jouez Sport darf ein Wettschein mit Multiples höchstens CHF 7’500 enthalten.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?
Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten ist CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Paket aus vielen Wetten?
Die Marge ist der Anteil der Einsätze, den der Veranstalter behält. Sie steckt in jeder Quote einzeln und fällt bei jeder Position des Pakets erneut an. Eine Vierfachwette trägt deshalb vier Margen übereinander, eine Einzelwette eine. Je mehr Kombinationsstufen eine Position hat, desto stärker belastet der Rückbehalt sie.
Wettarten – gratistippsch.com
Inhalt erstellt vom Team «gratistippsch.com»
