«Beste Sportwetten-Seiten mit Bonus» – was hinter den Schweizer Angeboten steckt

Updated Oktober 2026
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Die Suche nach der besten Sportwetten-Seite mit Bonus führt in der Schweiz schneller an eine

Grenze als in fast jedem anderen Markt. Wer hier nach Gratisguthaben sucht, findet zwei

Veranstalterinnen mit Bewilligung und eine Handvoll ausländischer Marken, die keinerlei Schweizer

Erlaubnis besitzen und deren Domains auf einer Sperrliste landen können. Dazwischen liegt eine

Aufsichtsregel, die kaum jemand kennt: Gratisspielguthaben brauchen vorab die Zustimmung der

Aufsicht.

Drei Fahrräder lehnen nebeneinander an einem Zaun vor einem Sportplatz, dahinter ein grüner Rasen im Dunst.
Der Sporttip-Kombiboost ist die bekannteste Aktion bei Sporttip und belohnt Kombinationen auf Basis ihrer Voraussagen, wobei der Bonus je nach Anzahl der Tipps gestaffelt ist.

Stand: 29. Oktober 2026. Die Angaben zu Bewilligungen wurden gegen die Gespa als

Aufsichtsbehörde für Geldspiele in der Schweiz und gegen die veröffentlichten Bedingungen der

Veranstalterinnen geprüft.

Wer heute eine Bonusaktion anklickt, klickt fast immer ein Bedingungswerk mit. Der Unterschied

zwischen einer Aktion, die fünf Franken wert ist, und einer, die zwanzig Franken kostet, steht

selten in der Anzeige. Er steht in Zeilen über Mindestquoten, Umsatz, Fristen und Höchstbeträge. Das

ist der eigentliche Gegenstand dieses Vergleichs.

Was Sportwetten-Seiten mit Bonus in der Schweiz überhaupt leisten

Schweizer Rechtssprache kennt den Begriff «Bonus» kaum. Sie kennt das Gratisspielguthaben, und sie

bindet es an eine Erlaubnis der Aufsicht. Im Kern heisst das: Eine Aktion, die einem Spielenden

Guthaben schenkt, ist kein Marketingdetail, sondern ein bewilligungspflichtiger Vorgang. Daraus

folgt fast alles, was auf dieser Seite danach kommt.

Ein kleines Päckchen in Packpapier mit Schnur liegt auf einem Holztisch, daneben ein Tannenzweig.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Der Unterschied zwischen Gratisspielguthaben und einer Gratiswette

Ein Gratisspielguthaben ist Guthaben, das aus einer Promotion stammt. Bei Swisslos ist es nicht

auszahlbar – wer es gewinnt, gewinnt Spielguthaben, aber kein Geld, das auf dem Bankkonto ankommt.

Eine Gratiswette dagegen ist die marktübliche Konstruktion: Der Einsatz kommt vom Veranstalter, und

ob der Einsatz selbst Teil der Auszahlung ist, hängt am jeweiligen Bedingungswerk. In der Regel wird

bei einer Gratiswette der Einsatz nicht mit dem Gewinn ausbezahlt; der Wettende erhält also nur den

Nettogewinn. Wer eine Aktion bewertet, muss zuerst diese Frage beantworten: Wird der Einsatz

zurückgezahlt oder nicht?

Genau hier wird es unangenehm für alle, die auf ein grosses Werbeversprechen reagiert haben. Ein

Angebot, das «100 %» nennt, und ein Angebot, das den Nettogewinn einer Wette um einen bestimmten

Prozentsatz erhöht, sind zwei verschiedene Dinge. Das eine erzeugt Guthaben. Das andere hebt die

Auszahlung einer bestimmten Wette an – und nur, wenn die Wette gewinnt.

Wo eine Aktion an Bedingungen gebunden ist

In der Schweiz führen beide Veranstalterinnen wenige und kleine Aktionen. Bei Swisslos heisst die

bekannte Form der Kombiboost. Der gilt nur online, in der Vorauswahl, live und bei Systemwetten,

und er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf

den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen

Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Das ist die ehrlichste Aktion am Markt und zugleich die am leichtesten missverstandene. Vier

Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote sind keine Kleinigkeit. Wer sie zusammenstellt, hat eine

Kombination gebaut, deren Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist – und deren Markteinschätzung

der Buchmacher schon eingepreist hat. Der Boost zahlt auf das, was übrig bleibt, und das ist nicht

die Summe der Einsätze.

Quotenboosts und Profitboosts bei Sporttip gelten ebenfalls nur online. Quotenboosts sind auf

Prematch-Einzelwetten mit einer Voraussage beschränkt, Profitboosts erhöhen den möglichen

Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro

Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert – und bei einem Cash-Out verfällt

der Boost.

Was eine «beste Seite» für den einzelnen Wettenden bedeutet

«Beste Seite» ist keine Eigenschaft einer Website, sondern das Ergebnis einer Rechnung, die jeder

für sich aufstellt. Wer zweimal im Monat je zwanzig Franken auf Fussballspiele setzt, für den

zählt etwas anderes als für jemanden, der täglich Kombinationen über sieben Voraussagen spielt. Der

eine braucht tiefe Mindesteinsätze und eine saubere Auszahlung. Der andere braucht Quoten, die über

die Masse hinausgehen, und ein Wettprogramm, das seine Märkte überhaupt führt.

Wer für Anfängerinnen und Anfänger tippt, landet bei derselben Frage: Wie viel Geld ist weg, wenn

die Sache schiefgeht? Bei einer begrenzten Aktion ist die Antwort bezifferbar. Bei einem

ausländischen Willkommenspaket ist sie es nicht, weil dort zusätzlich das Risiko steht, den

Anbieter gar nicht belangen zu können.

Warum der Blick auf das Bedingungswerk zuerst kommen muss

Ein Bonus ist ein Preis, der an Bedingungen geknüpft ist. Die Bedingungen sind der Preis. Wer die

Anzeige liest und das Werk nicht, kennt das Angebot nicht. Deshalb steht auf dieser Seite nicht,

welche Aktion gross klingt, sondern was jede verlangt.

Es gehört zum Handwerk, das offen zu sagen: Fast jede Bonusaktion ist so gebaut, dass sie den

Durchschnittswettenden mehr kostet, als sie ihm bringt. Nicht durch Betrug, sondern durch

Mathematik. Der Buchmacher gibt nicht mit der einen Hand, ohne mit der anderen zu nehmen.

Die Rechtslage: warum Gratisguthaben vorab bewilligt werden müssen

Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel. Sie fallen unter das Geldspielgesetz, das seit dem

  1. Januar 2019 in Kraft ist, und sie werden von der Gespa beaufsichtigt – der Interkantonalen

Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht von der ESBK: Diese Aufsichtsbehörde kümmert sich um

Casinos und nur um Casinos. Wer in einem Werbetext liest, die ESBK habe eine Sportwetten-Seite

«geprüft», hat einen Text vor sich, der die Behörden verwechselt.

Eine Mauer aus Natursteinen am Wegrand, dahinter Weinberge, die zu einem See hinabführen.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Zwei Veranstalterinnen, zwei Gebiete

Das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft, und die Kantone haben die Zahl der

Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das sind Swisslos, deren Sportwetten

unter dem Namen Sporttip laufen, und die Loterie Romande mit ihrem Produkt Jouez Sport. Jede

bedient ihr eigenes Gebiet.

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die

Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Sporttip wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR,

ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Zusammen bilden sie

das Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt,

Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001

Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Ein Online-Konto verlangt Wohnsitz in der Schweiz. In der Praxis verlangt es zusätzlich Wohnsitz im

Gebiet der jeweiligen Veranstalterin. Wer in Zürich lebt, öffnet kein Konto bei Jouez Sport. Wer in

Genf lebt, keines bei Sporttip. Das ist kein Zufall und keine Bequemlichkeit, sondern die

Gebietslogik des Konkordats.

Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz

Eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine

Bewilligung pro Spiel. Nach Artikel 4 des Gesetzes gilt sie nur in der Schweiz. Eine ausländische

Bewilligung, aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendwo sonst, entfaltet auf Schweizer Gebiet

keine Wirkung. Das ist die zentrale Aussage dieses Abschnitts, und sie erklärt, warum eine

ausländische Marke mit einem grossen Bonusangebot auf dieser Seite trotzdem als «ohne Schweizer

Bewilligung» geführt wird.

Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa

veröffentlicht keine Bewilligungsliste mit fünfzehn Einträgen. Sie veröffentlicht die Sperrliste.

Was überhaupt gewettet werden darf

Der erlaubte Markt ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt ein Verzeichnis der bewilligten

Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, in der Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden

stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich genannt sind. Frauenwettbewerbe ebenso. Ranglistenwetten

nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest

entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe gibt es nicht. Das Verzeichnis zeigt keine Ecken- und

Kartenmärkte und keine Esport-Abteilung.

Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Veranstaltungen, an denen

überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und

live, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung für die Entscheidung verfügt; das

Gesetz sieht keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte vor.

Wie die Aktionen an die Aufsicht gebunden sind

Gratisspiele und Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte

sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Das ist der Grund, weshalb die

Aktionsdichte in der Schweiz so niedrig ist: Nicht der Wille zur Zurückhaltung fehlt, sondern die

Erlaubnis ist begrenzt.

Wie hoch ein Bonus ausfällt und unter welchen Bedingungen er steht, ergibt sich ausschliesslich aus

den Bedingungen der jeweiligen Veranstalterin. Wer eine Schweizer Aktion prüfen will, prüft den

Text, den die Veranstalterin selbst veröffentlicht – nicht die Anzeige, nicht den Vergleich mit dem

Ausland.

Die Werbung selbst ist reguliert. Sie darf nicht aufdringlich, nicht irreführend und nicht auf

Minderjährige oder gesperrte Personen ausgerichtet sein. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz

nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Wer in

der Schweiz für eine ausländische Sportwetten-Seite wirbt, begeht eine Straftat. Das ist der Grund,

weshalb diese Seite die ausländischen Marken beschreibt und bewertet, aber zu nichts auffordert.

Wo die Rechtslage den Bonus unmittelbar berührt

Drei Konsequenzen ergeben sich direkt aus dem Rahmen, und alle drei treffen den Bonus.

Erstens: Weil die Aktionen bewilligungspflichtig sind, gibt es sie nur bei den zwei

Veranstalterinnen mit Schweizer Bewilligung. Bei den ausländischen Marken gibt es sie ohne

Schweizer Erlaubnis – und damit ohne Schweizer Aufsicht über ihre Bedingungen.

Zweitens: Weil der erlaubte Markt eine geschlossene Liste ist, kann eine Schweizer Aktion gar nicht

an Märkten hängen, die es hier nicht gibt. Ein Kombiboost über sieben Voraussagen aus dem

Esport-Bereich ist in der Schweiz nicht denkbar.

Drittens: Weil die Auszahlung nur auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers geht, existiert in der

bewilligten Schweizer Sportwette kein anonymer Auszahlungsweg. Auszahlungen an eine Krypto-Adresse

oder an Dritte sind in diesem Regime nicht vorgesehen, und Barkredite an Spielende sind ohnehin

untersagt.

Blockierte Domains und der Weg um sie herum

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per

DNS blockieren. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, und Ende 2025 umfasste sie 671

Domains. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt – die Gespa nennt für dieses

Domain-Hopping Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste.

Wer eine gesperrte Seite erreichen will, findet fast immer einen Weg. Das ist die ehrliche

Feststellung: Die Sperre ist ein Hindernis, keine Mauer. Was an ihr hängt, ist auch keine technische

Frage, sondern eine rechtliche. Fehlt die Schweizer Bewilligung, fehlen der Anschluss an das

Schweizer Sperrregister, jeder Schweizer Rechtsweg und jede Schweizer Schutzvorschrift. Es gibt in

der Schweiz keine Sperre gegen Zahlungen an unbewilligte Wettseiten – Banken und Kartensysteme

blockieren solche Zahlungen nicht. Wer also eine ausländische Seite mit Schweizer Karte bezahlt,

stösst auf kein Hindernis. Genau das macht die Sache für Bonussuchende unbequem.

Was Limiten und Spielerschutz für Bonussuchende bedeuten

Spielschutz ist in der Schweiz kein Zusatzangebot, sondern eine Pflicht der Veranstalterin. Die

Limiten setzt dabei nicht der Staat, sondern die Spielerin oder der Spieler. Das ist ein

entscheidender Punkt, und wer ihn nicht kennt, hält Verlustlimiten für eine behördliche Deckelung.

Es gibt in der Schweiz keine gesetzlich festgeschriebene Einzahlungslimite, die für alle gilt.

Verlustlimiten: selbst gesetzt, nicht aufgezwungen

Der Veranstalter muss verlangen, dass Limiten gesetzt werden. Vor der ersten Teilnahme an Sporttip

müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999,

für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72

Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Wer die 72 Stunden nicht kennt, plant falsch. Genau in dem Moment, in dem die spielerische Vernunft

am schwächsten ist, lässt sich die Limite nicht anheben. Das ist Absicht und es ist die beste Regel

dieses Systems. Zugleich ist es der Punkt, an dem ein ausländisches Angebot am stärksten lockt: Wer

sich an einem Samstagmittag neu entscheiden will, findet hier eine Wand und dort eine offene Tür.

Spielsperren: freiwillig, aber wirksam

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren. Eine Aufhebung

vor Fristablauf ist nicht möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten

Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum

Liechtenstein.

Für eine unbefristete Sperre braucht es die Mitwirkung einer Fachstelle, und eine freiwillige

Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben. Eine selbst gewählte Pause von bis zu

sechs Monaten muss angeboten werden. Gesperrte und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf

Einsätze oder Gewinne.

Der Registereintrag ist die schärfste Konsequenz des Schweizer Systems und zugleich die, die am

meisten über den Bonus sagt. Ein Bonus ändert nichts an der Sperre. Wer gesperrt ist, kann sie nicht

durch ein Angebot umgehen. An dieser Stelle wird besonders deutlich, was ein ausländisches

Bonusversprechen praktisch bedeutet: Es steht für ein Konto ohne Zugang zum Register und ohne

Verbindung zu einer Beratungsstelle.

Warum ein Bonus die Marge nicht verschiebt

Das ist der Rechnungspunkt, an dem Bonusversprechen zusammenfallen. Ein Bonus verändert die Marge in

den Quoten nicht. Er verändert das Risiko eines Verlusts nicht. Er verschiebt Geld, nicht Chancen.

Wer 200 Franken mit einem Bonus von 50 Franken und einer Quote von 1.90 setzt, spielt dieselbe Quote

wie ohne Bonus – nur hat er mehr Kapital in dieser Quote gebunden.

Der zweite Punkt ist unbequemer. Branchenweit sind im Jahr 2025 an Verkaufsstellen in 200 Testkäufen

47.5 % der Sportwetten an eine minderjährige Person verkauft worden. Wer glaubt, die Schweizer

Bewilligung mache jede Schutzmassnahme lückenlos, irrt. Es gibt ein bewilligtes System mit

Kontrollen und es gibt Kontrollen, die nicht greifen. Beides steht nebeneinander.

Was Spielschutz für die Bonusanforderung heisst

Ein Bonus mit Umsatzbedingung zwingt zu mehr Wetten als geplant. Genau darauf trifft die

Verlustlimite. Wer eine Limite für 30 Tage gesetzt hat und sie wegen einer Aktion ausschöpft, hat

nicht mehr gewonnen, sondern mehr gesetzt. Die Limite ist die Bremse und die Aktion ist das Gaspedal

– und beides sitzt im selben Konto.

Wer den Bonus nicht annimmt, ist diesem Mechanismus nicht ausgesetzt. Das ist keine moralische

Feststellung, sondern eine rechnerische.

Die geprüften Wettseiten im Vergleich

Zehn Wettseiten stehen hier nebeneinander, und die Rangfolge ist keine Geschmacksfrage. Sie folgt

vier Kriterien: den Bedingungen der Aktion, den Quoten, den Limiten und der Auszahlung. Ein Punkt

kommt hinzu, den viele Vergleichsseiten auslassen und der in diesem Markt der wichtigste ist: ob

eine Seite überhaupt eine Schweizer Bewilligung besitzt.

Wie die Rangfolge zustande kommt

Die Bedingungen der Aktion sind das erste Kriterium, weil eine Aktion ohne geprüfte Bedingungen kein

Angebot ist, sondern ein Versprechen. Dazu gehören Mindestquote, Mindestanzahl der Voraussagen,

Höchstgrenzen, Fristen und die Frage, ob der Einsatz bei einer Gratiswette zurückfliesst.

Die Quoten sind das zweite Kriterium. Sie sind die einzige Grösse am Markt, die sich überhaupt

miteinander vergleichen lässt, weil sie in jeder Wette in Zahlen vorliegt. Der Buchmacher verdient

an der Differenz zwischen fairen Quoten und angebotenen Quoten, und diese Differenz – der

Quotenschlüssel beziehungsweise die Auszahlungsquote – ist der Massstab. Die Auszahlungsquote eines

Marktes ergibt sich aus eins dividiert durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten dieses Marktes.

Die Marge ist 100 % minus dieser Quote.

Nehmen wir einen illustrativen Zweiwegemarkt mit je 1.90 auf beiden Seiten. Das ist ein Beispiel,

kein zitierter Preis. Die Summe der Kehrwerte beträgt dann rund 1’053, die Auszahlungsquote liegt

also bei etwa 95 %, und die Marge bei ungefähr 5 %. Die Spanne, um die es im echten Marktbetrieb

geht, liegt je nach Markt und je nach Sportart grob zwischen 3 % und 12 %. Der Rand hängt dabei an

drei Dingen: der Zahl der Ausgänge im Markt, der Bekanntheit der Sportart und dem Wettbewerbsdruck

in diesem Markt. Ein Zweiwegemarkt auf ein grosses Fussballspiel trägt weniger, eine

Dreiwegemarkt-Kombination aus einer kleinen Liga mehr.

Die Limiten sind das dritte Kriterium, und sie sagen mehr über den Nutzen einer Seite für den

einzelnen Wettenden aus, als jede Willkommensanzeige. Ein Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel-

oder Kombinationswette ist grosszügig für einen Gelegenheitswettenden und eng für jemanden mit

grösserem Volumen. Er sagt auch, wie weit eine Seite ein Ergebnis überhaupt dulden will.

Die Auszahlung ist das vierte Kriterium. Sie ist der Moment, in dem die Aktion endgültig entweder

etwas wert war oder nicht. Wenn ein Guthaben nicht auszahlbar ist, ist es kein Guthaben.

Die Bewilligungen der zehn Anbieter auf einen Blick

Wettseite Schweizer Bewilligung Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Ja – Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, SR 935.51; Aufsicht: Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Ja – Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, SR 935.51; Aufsicht: Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport
Betovo Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung festgestellt
IviBet Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung festgestellt
1Bet Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung festgestellt
bet365 Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung festgestellt
X3Bet Nein – ohne Schweizer Bewilligung gemeldet: Tobique (Kanada), ohne Wirkung in der Schweiz
DirectionBet Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung festgestellt
Betwinner Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung festgestellt
Coolzino Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung festgestellt

Was diese Spalte in der dritten Zeile wirklich bedeutet, ist unspektakulärer, als sie aussieht. Eine

Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz ist kein verkürztes Zertifikat, sondern ein Dokument mit

Adressaten in einem anderen Land. Wer Streit mit einer solchen Marke hat, führt ihn nicht in der

Schweiz, und wer sich hier sperren lässt, sperrt sich nicht dort.

Die achte Zeile ist die einzige mit einem konkreten Namen. Dass eine dritte Seite eine Bewilligung

aus Tobique in Kanada meldet, macht daraus keine Schweizer Bewilligung. Es macht daraus eine

Angabe, die man beim Anbieter selbst nachprüfen kann – und mehr auch nicht.

Wo die Daten enden

Die zwei Schweizer Veranstalterinnen stehen in der Rangfolge oben, und das ist keine Wertung ihres

Auftritts, sondern eine Folge der Rechtslage. Sie sind die einzigen, die überhaupt eine

Schweizer Bewilligung haben. Ihre Aktionen sind klein, ihre Limiten sind dokumentiert, ihre

Auszahlungswege sind geregelt, und bei Streit gibt es einen Schweizer Weg.

Bei den acht ausländischen Marken ist die Vergleichsbasis eine andere. Bewertet werden sie nach

denselben Kriterien – Aktionsbedingungen, Quoten, Limiten, Auszahlung –, soweit deren Bedingungen

diesen Vergleich tragen. Wo ein Punkt nicht belegbar ist, bleibt er offen. Die Bewertung ist damit

nicht schlechter, sie ist nur anders begründet: Hier zählt nicht, was eine Seite unter Schweizer

Aufsicht leistet, sondern was sie in ihren eigenen Bedingungen zusagt.

Ein Kriterium lässt sich am Ende für keine Marke auflösen: die Wahrscheinlichkeit, im Streitfall

Recht zu bekommen. Das ist bei einer bewilligten Veranstalterin eine Frage von Verfahren und bei

einer ausländischen eine Frage des Durchsetzbarkeit. Wer das als Detail abtut, sollte wissen, dass

er damit die wichtigste Spalte dieser Tabelle wegstreicht.

Die Veranstalterinnen und Anbieter im Einzelnen

Zehn Bewertungen, jede nach demselben Muster. Nur die Schweizer Veranstalterinnen tragen Daten zu

Limiten, Bedingungen und Auszahlung in ihren eigenen Bedingungen. Bei den übrigen acht bezieht sich

die Bewertung auf die Angaben, die ihre eigenen Konditionen tragen.

Swisslos Sporttip: Kombiboost auf den Nettogewinn in vier Stufen

Swisslos ist die Veranstalterin mit Sitz in Basel, ihre Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip,

und ihr Gebiet reicht von den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW,

SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH über den Kanton Tessin bis zum Fürstentum Liechtenstein. Wer

ausserhalb davon wohnt, bekommt kein Online-Konto. Bei einer Lotteriegesellschaft klingt das nach

Formalismus; im Sportwettenmarkt entscheidet es, ob die Seite für den einzelnen überhaupt erreichbar

ist.

Der Kombiboost ist die bekannteste Aktion des Hauses, und ihr Bauplan ist unbequem nüchtern. Er gilt

nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und er verlangt mindestens vier Voraussagen mit

einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei

sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind

limitiert.

Rechnen wir die unterste Stufe durch. Vier Voraussagen mit je 1.50 ergeben eine Gesamtquote von

etwa 5.06, weil sich die Einzelquoten multiplizieren. Aus zehn Franken werden bei einem Treffer rund

50.60 Franken, also 40.60 Franken Nettogewinn. Die 5 % darauf sind etwa 2.03 Franken. Für fünf

Prozenten auf dem Papier ist das ein sauberes Ergebnis – bis man sieht, was dafür alles stimmen

muss. Vier Voraussagen, jede einzeln mit mindestens 1.50 bewertet.

Die oberste Stufe ist die Rechnung, die die Anzeige gern verschweigt. Fünfzehn Voraussagen mit je

mindestens 1.50 kommen auf mehr als 437-fache Auszahlung. Dass dort 100 % auf den Nettogewinn

stehen, klingt grosszügig, ist aber an eine Kombination gebunden, die nur auflösbar ist, wenn ein

Posten richtig ist, den der Buchmacher selbst mit seiner Quote eingepreist hat. Die Erhöhung ist

echt, die Kombination bleibt der eigentliche Gegner.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten mit einer Voraussage, Profitboosts heben

den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide

sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out

verfällt der Boost. Wer nach einer ausgezahlten Wette aussteigt und dabei den Boost verliert, hat

die Erhöhung für nichts aufs Spiel gesetzt.

Bei den Limiten ist Sporttip klar: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt

CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette

CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über

der Limite wird nicht angenommen. Der Höchsteinsatz von CHF 1’000 ist die Zahl, die den Charakter

der Seite festlegt.

Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der

Gesamtquote. Er wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau

abgerundet. Wer einen Betrag bis auf den Rappen durchgerechnet hat, sollte die letzte Stufe dieser

Rechnung kennen.

Weitere Bedingungen, die den Alltag betreffen: Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre

Spieldauer plus Nachspielzeit, Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm

darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung

lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; nimmt Swisslos eine solche Kombination

irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und

den Einsatz zurückerstatten. Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem

ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, wird eine Einzelwette zurückbezahlt,

eine Kombinationswette erhält für diese Voraussage Quote 1.00.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die

nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 – und in

spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann

Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist ein Schutz gegen Nachzügler, und für den normalen

Wettenden heisst es schlicht: Wer live zu langsam ist, setzt auf Quote 1.00 und nicht auf die Quote

der Anzeige.

Der Cash-Out ist bei Sporttip ein vollständiges Aussteigen oder gar nichts. Verfügbar ist er für

Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und

nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht

rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer

als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von

Swisslos jederzeit geändert werden.

Der Satz über den Cash-Out-Betrag ist der wichtigste dieses Abschnitts. Wer aussteigt, verkauft

seinen Wettschein unter seinem Wert zurück – nicht zum Marktwert, nicht zu dem, was die Quote im

Moment hergibt. Der Verzicht ist der Preis des Ausstiegs, und er ist in Prozenten nicht beziffert.

Wer die Teilauszahlung sucht, sucht sie bei Sporttip vergebens.

Wer schwache Nerven hat, findet hier trotzdem den richtigen Ort. Die vollständige Cash-Out-Logik

schliesst Zittern aus und ersetzt es durch eine klare Frage. Für alle, die gern halbe Positionen

auflösen, ist die Seite hingegen die falsche Adresse.

Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, anderes Gebiet, andere Zahlen

Die Loterie Romande bedient mit Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis,

Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne,

und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Wer dort wohnt, hat

eine Veranstalterin mit Schweizer Bewilligung, mit Sitz in Lausanne und mit einem Netz aus

Verkaufsstellen, in dem sich Wetten auch physisch abgeben lassen.

Für die Deutschschweiz ist das irrelevant und für Genf central. Die Bewilligung ist dieselbe, der

Rahmen ist derselbe, die Aufsicht ist dieselbe. Was sich unterscheidet, sind Gebiet, Organisation

und das konkrete Wettprogramm. Wer die beiden Seiten vergleichen will, vergleicht nicht zwei

Rechtsordnungen, sondern zwei Häuser unter einem Dach.

Beide Häuser sind an dieselben Vorgaben zur Spielersicherheit gebunden: an das Register der

gesperrten Personen, an die Limitenregel, an die Auszahlung auf ein Konto im Namen des

Kontoinhabers. Wer in der Westschweiz lebt, gewinnt mit Jouez Sport nichts Exotisches, sondern eine

Veranstalterin mit Bewilligung – und das Gegenstück zur Schweizer Nüchternheit bleibt die Schweizer

Nüchternheit.

Ein Nutzen liegt dort, wo die Geografie endet. Die Frist von 72 Stunden für eine Limiten-Erhöhung

gilt bei beiden, und wer sie kennt, plant nicht um sie herum, sondern mit ihr. Für Westschweizer

Wettende ist die eigentliche Frage nicht, welche der beiden Seiten besser ist, sondern ob sie

überhaupt Zugang zur jeweils anderen hätten. Haben sie nicht. Das entscheidet die Auswahl vor jeder

Quote.

Betovo: keine Schweizer Bewilligung

Betovo hat keine Schweizer Bewilligung. Nach dem Geldspielgesetz dürfen in der Schweiz nur Swisslos

und die Loterie Romande Sportwetten veranstalten; eine Bewilligung, die bei Betovo gemeldet ist,

wurde nicht festgestellt, und eine ausländische Bewilligung hätte nach Artikel 4 des Gesetzes in der

Schweiz ohnehin keine Wirkung. Die Marke hängt nicht am Schweizer Sperrregister, es gibt keinen

Schweizer Rechtsweg, und ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS

blockiert werden.

Für einen Vergleich der Aktionsbedingungen nach denselben vier Kriterien – Bedingungen, Quoten,

Limiten, Auszahlung – gelten die Konditionen, die die Marke selbst veröffentlicht. Der Zugang ist

technisch über einen Wechsel des DNS-Auflösers erreichbar und rechtlich nicht: Eine Verbindung

verschafft kein Schweizer Recht. Wer ein Konto eröffnet, eröffnet es in einer Rechtsordnung, in der

das Geldspielgesetz nicht greift.

Wer eine Aktion prüft, prüft dabei nicht nur die Umsatzbedingung, sondern auch die Frage, was

passiert, wenn überhaupt passiert, wenn die Aktion bestritten wird. Bei diesem Anbieter lautet die

Antwort: nicht hier.

IviBet: keine Schweizer Bewilligung

IviBet hat keine Schweizer Bewilligung. Es gilt dieselbe Einordnung wie für alle ausländischen

Marken: keine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz, keine Wirkung einer ausländischen Bewilligung in

der Schweiz, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können

auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden. Eine gemeldete Bewilligung wurde nicht

festgestellt.

Die Bewertung nach den vier Kriterien stützt sich auf die Konditionen, die die Marke selbst

veröffentlicht. Wer nach einem Willkommensbonus sucht, findet hier das Muster, das im Ausland

üblich ist und in der Schweiz gar nicht vorkommen kann: eine Aktion, die beim ersten Konto ansetzt

und über Umsatzbedingungen läuft. Die Umsatzbedingung ist dabei die Zahl, die zählt, und sie steht

nicht in der Anzeige.

Für einen Schweizer Wettenden mit Wohnsitz in einem Deutschschweizer Kanton gibt es hier kein

Angebot, das sich gegen die Schweizer Bewilligung aufrechnen liesse. Für jemanden, der ohnehin im

Ausland wettet, bleibt es eine Marke unter vielen, und der Unterschied zu den anderen liegt nur in

den Bedingungen, die sie selbst setzt.

1Bet: keine Schweizer Bewilligung

1Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine gemeldete Bewilligung wurde nicht festgestellt. Die Marke

ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, bietet keinen Schweizer Rechtsweg, und

ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS

blockiert werden. Nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes hat eine ausländische Bewilligung in der

Schweiz keine Wirkung – was auch immer die Marke selbst an Lizenzen nennt.

Bewertet werden die Konditionen, die die Marke selbst veröffentlicht, nach den vier Kriterien: die

Bedingungen der Aktion, die Quoten, die Limiten und die Auszahlung. Wer eine Aktion mit

Umsatzbedingung annimmt, übernimmt damit eine Verpflichtung. Bei einer Marke ohne Schweizer

Bewilligung steht diese Verpflichtung ohne Schweizer Kontrolle daneben.

Was hier für Schweizer Wettende wirklich entschieden wird, ist damit keine Frage der Höhe des

Bonus, sondern der Zugehörigkeit zu einem Rechtssystem. Ein Bonus ohne Rechtsweg ist ein Bonus ohne

Sicherung.

bet365: keine Schweizer Bewilligung, aber auf der Sperrliste

bet365 hat keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete Bewilligung wurde nicht festgestellt, und die

Marke steht auf der Sperrliste der Gespa – die Gespa nennt sie ausdrücklich als dort geführt. Für

Schweizer Telekom-Anbieter heisst das: Die Domains werden per DNS blockiert. Die Marke ist nicht an

das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und ihre Domains

können jederzeit erneut auf die Sperrliste gesetzt werden.

Betovo, IviBet, 1Bet und bet365 teilen damit dieselbe Einordnung. Was bet365 von den anderen

unterscheidet, ist einzig, dass ihr Name an einer Stelle auftaucht, an der ein anderer nicht steht:

Sie ist die einzige der hier bewerteten ausländischen Marken, die im Zusammenhang mit der

Domain-Blockierung namentlich genannt wird. Für Wettende bedeutet das keinen Vorteil und keinen

Nachteil, sondern nur eine Tatsache über den Vollzug.

Die Bewertung nach den vier Kriterien stützt sich auf die Konditionen, die die Marke selbst

veröffentlicht. Wer nach dem grössten Namen im Markt sucht, findet ihn hier – und findet zugleich

den einfachsten Fall für die Frage, ob die Blockierung technisch überwindbar ist. Sie ist es. Die

Frage nach der Bewilligung beantwortet das nicht.

X3Bet: gemeldete Bewilligung aus Tobique

X3Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Gemeldet wird für die Marke eine Bewilligung aus Tobique in

Kanada. Damit steht sie in der Tabelle an einer Sonderstelle: Eine gemeldete Bewilligung ist kein

leerer Eintrag, aber sie ist auch kein Schweizer Papier. Nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes gilt

eine Schweizer Bewilligung nur in der Schweiz, und die Umkehrung gilt ebenso – eine ausländische

Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung.

Die Marke ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, bietet keinen Schweizer Rechtsweg,

und ihre Domains können auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden. Die Aktions- und

Wettbedingungen, die hier verglichen werden können, stammen aus den Konditionen, die die Marke selbst

veröffentlicht.

Wer die kanadische Bewilligung prüfen will, prüft sie beim Anbieter selbst und bei der dortigen

Aufsichtsbehörde. Für Schweizer Wettende ändert sie nichts an der entscheidenden Frage. Eine Aufsicht

in Tobique kümmert sich nicht um ein Konto in Basel.

DirectionBet: keine Schweizer Bewilligung

DirectionBet hat keine Schweizer Bewilligung, und eine gemeldete Bewilligung wurde nicht

festgestellt. Es gelten die Merkmale aller ausländischen Marken in dieser Rangfolge: keine

Bewilligung nach dem Geldspielgesetz, kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer

Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern per

DNS blockiert werden.

Verglichen werden die Konditionen, die die Marke selbst veröffentlicht, nach den vier Kriterien.

Wer die Bedingungen einer Aktion beurteilen will, sollte dabei zwei Zahlen zuerst suchen: die

Mindestquote, die eine Wette für den Umsatz erreichen muss, und die Zahl der Wetten, die aus dem

Guthaben überhaupt werden. Beide zusammen entscheiden mehr als die Höhe des Guthabens.

Bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung tritt dazu eine Frage, die sich nicht in Bedingungen

beantworten lässt. Sie betrifft nicht die Aktion, sondern den Weg, den man im Streitfall gehen

kann. Der ist hier nicht vorhanden.

Betwinner: keine Schweizer Bewilligung

Betwinner hat keine Schweizer Bewilligung, und eine gemeldete Bewilligung wurde nicht festgestellt.

Die Einordnung ist dieselbe wie bei den übrigen ausländischen Marken: keine Bewilligung nach dem

Geldspielgesetz, keine Wirkung einer ausländischen Bewilligung in der Schweiz, kein Anschluss an das

Da auch hier die Schweizer Bewilligung fehlt, gelten die gleichen Einschränkungen hinsichtlich Sperrliste und fehlendem Schweizer Rechtsweg wie bei den anderen unbewilligten Marken.

und per DNS blockiert werden.

Die Bewertung stützt sich auf die Konditionen der Marke selbst, geprüft an den vier Kriterien. Wer

sich auf einer Seite dieser Art umsieht, tut gut daran, die Bedingungen bis zur letzten Zeile zu

lesen. Sie stehen in der Sprache, in der sie gelten, und AGB-Klauseln in einer fremden

Rechtsordnung sind kein Formalitätsposten.

Was für einen entschiedenen Schweizer Wettenden gegen diese Seite spricht, ist kein Mangel an

Märkten. Es ist der Umstand, dass die Regeln, auf die er sich verlässt, hier nicht geschrieben

wurden.

Coolzino: keine Schweizer Bewilligung

Coolzino hat keine Schweizer Bewilligung, und eine gemeldete Bewilligung wurde nicht festgestellt.

Wie bei den übrigen ausländischen Marken gilt: keine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz, kein

fehlen der Anschluss an das Schweizer Sperrregister, jeder Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste gesetzt werden.

Sperrliste gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden.

Verglichen wird nach den vier Kriterien auf Grundlage der Konditionen, die die Marke selbst

veröffentlicht. Der Name deutet eine Ausrichtung an, die in der Schweiz getrennte Bewilligungen

kennt: Geldspiele ausserhalb des Sports brauchen eine eigene Bewilligung, und eine Schweizer

Sportwetten-Bewilligung erstreckt sich nicht auf ein Casino-Angebot.

Wer Sportwetten sucht, sollte dabei bleiben, was er sucht. Der Zuschnitt einer Marke auf andere

Spiele ist kein Merkmal der Sportwetten-Qualität, und der Umstand, dass eine solche Seite in der

Schweiz nicht bewilligt ist, gilt für alles, was sie anbietet.

Was in dieser Rangfolge am meisten wiegt

Am Ende bleibt ein Kriterium, das alle anderen überlagert: die Bewilligung. Bei den zwei Schweizer

Veranstalterinnen ist sie vorhanden, bei den acht übrigen fehlt sie. Das ist keine Reihenfolge, die

man durch einen grösseren Bonus umdrehen kann, und wer das versucht, tauscht Aufsicht gegen eine

Anzeige.

Die übrigen Kriterien gelten innerhalb der beiden Gruppen. Bei den Veranstalterinnen mit

Bewilligung entscheiden Limiten, Cash-Out-Logik und Aktion darüber, welche Seite zu welchem

Wettverhalten passt. Bei den ausländischen Marken entscheiden die veröffentlichten Bedingungen,

und die entscheiden über weniger, als man auf den ersten Blick glaubt.

Ein praktischer Satz zum Schluss dieses Abschnitts: Wer den Weg zu einer gesperrten Domain findet,

hat noch keinen Grund gefunden, ihn zu gehen. Wer bei einer bewilligten Veranstalterin bleibt, hat

einen Nachteil – es gibt nur zwei, und keine davon kann aus einem anderen Kanton bezogen werden.

Was ein Bonus unter dem Strich kostet

Die Rechnung, die hier steht, ist eine Schätzung. Sie beschreibt einen Durchschnitt über viele

Wetten unter der Annahme, dass nur der Bonusbetrag umgesetzt wird. Wer weniger setzt, kommt besser

weg; wer mehr setzt, schlechter. Die Zahl sagt nichts über den Ausgang einer einzelnen Wette.

Nehmen wir einen Bonus von CHF 50 und eine Umsatzbedingung, die zehn Mal erreicht werden muss. Bei

einem Einsatz von CHF 1 pro Wette sind das 100 Wetten gleich einem Umsatz von CHF 500. Die Marge des

Marktes sei mit 5 % angesetzt, wie im illustrativen Zweiwegemarkt mit je 1.90 Quote. Der erwartete

Verlust aus dem Clearing liegt dann bei CHF 25 – dem Umsatz von CHF 500 multipliziert mit der Marge

von 5 %.

Das ist die Zahl, die in keiner Bonusanzeige steht. Von einem Bonus von CHF 50 bleibt unter diesen

Annahmen die Hälfte als erwarteter Wert übrig, und die andere Hälfte geht in die Marge. Die Annahme

ist dabei entscheidend: Wer den Umsatz nur mit Wetten bei der Mindestquote erreicht, verliert

weniger. Wer ihn mit höher quotierten Wetten erreicht, verliert mehr, weil die Marge mit der Quote

wächst. Der erwartete Verlust kann also nicht grösser sein als der Umsatz, aus dem er stammt – trägt

der Markt 5 %, dann sind es 5 % davon und nicht mehr.

Wo die Rechnung zu einem echten Verlust führt, beginnt der eigentliche Punkt. Liegt die anzusetzende

Marge über der Bonusquote, ist der Bonus unter dem Strich nichts wert. Bei einem Bonus von CHF 50

auf einen Umsatz von CHF 500 müsste die Marge 10 % betragen, damit der erwartete Wert auf null

fällt. Ein Markt mit 10 % Marge gibt es – bei kleinen Ligen, bei ungewöhnlichen Wetten, bei

Kombinationen. Ein Bonus, der über solche Märkte umgesetzt werden muss, ist kein Geschenk.

Was der Bonus unter dem Strich ist, ist folglich ein Werkzeug, das Wert nur in einem engen Korridor

erzeugt. Der Korridor liegt zwischen einer Umsatzbedingung, die erreichbar ist, einer Mindestquote,

die niedrig genug ist, und einer Marge, die nicht zu hoch ausfällt. Alle drei Bedingungen stehen im

Bedingungswerk, und keine davon in der Anzeige.

Eine letzte Bemerkung zur Qualität der Zahl. Der erwartete Verlust aus dem Clearing ist unabhängig

davon, ob der Bonus mit der ersten oder der siebten Wette ausgelöst wird. Er hängt am Umsatz und an

der Marge, nicht am Glück.

Häufige Fragen zu Sportwetten-Seiten mit Bonus

Welche Wettseiten mit Bonus sind in der Schweiz erlaubt?

In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalterinnen Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt

Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide verfügen über eine Veranstalter- und

Spielbewilligung für ein Grossspiel und stehen unter Aufsicht der Gespa. Alle anderen Wettseiten

haben keine Schweizer Bewilligung.

Weshalb sind Boni bei Swisslos und der Loterie Romande selten und klein?

Gratisspiele und Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte

sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Die Aktionen beider Häuser sind

deshalb begrenzt und stark an Bedingungen gebunden – etwa an Mindestquoten und an die Zahl der

Voraussagen.

Was bedeutet ein Kombiboost, und welche Bedingungen gelten dafür?

Bei Sporttip gilt der Kombiboost nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt

mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn

beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen.

Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Wird bei einer Gratiswette der Einsatz mit dem Gewinn ausbezahlt?

Bei einer Gratiswette kommt der Einsatz vom Veranstalter, und ob er selbst Teil der Auszahlung ist,

steht im jeweiligen Bedingungswerk. In der Regel wird der Einsatz nicht mit dem Gewinn ausbezahlt,

der Wettende erhält also nur den Nettogewinn. Ein Gratisspielguthaben bei Swisslos ist zusätzlich

nicht auszahlbar.

Was bedeutet die Sperrliste der Gespa für ausländische Seiten mit grossen Bonusangeboten?

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per

DNS blockieren. Ende 2025 umfasste sie 671 Domains, und blockierte Adressen werden innerhalb von

Stunden ersetzt. Eine Seite auf dieser Liste hat keine Schweizer Bewilligung, keinen Anschluss an

das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg.

Wie wirken sich Mindestquote und Umsatzbedingungen auf den Wert eines Bonus aus?

Die Mindestquote entscheidet, in welchen Märkten der Umsatz überhaupt möglich ist. Der Umsatz

bestimmt zusammen mit der Marge den erwarteten Verlust: Ein Bonus von CHF 50 auf einen Umsatz von

CHF 500 kostet bei 5 % Marktmarge im Durchschnitt CHF 25. Beide Bedingungen stehen im Bedingungswerk

und entscheiden mehr als die Bonushöhe.

Was von einem Bonus übrig bleibt

Zwei Veranstalterinnen mit Schweizer Bewilligung, acht ausländische Marken ohne, und dazwischen eine

Aufsichtsregel, die Gratisguthaben an eine vorherige Zustimmung bindet. Das ist der Markt, den die

Suche nach der besten Sportwetten-Seite mit Bonus in der Schweiz tatsächlich vorfindet – kleiner,

nüchterner und stärker reguliert als die Anzeigen vermuten lassen.

Die Konsequenz daraus ist unbequem für alle, die auf ein grosses Willkommensangebot gehofft haben.

Ein Bonus ist in der Schweiz kein Lockmittel, sondern ein bewilligungspflichtiger Vorgang mit

limitiertem Umfang. Wer zwei Voraussagen bei einer Quote von 1.50 zusammenstellt und 5 % auf den

Nettogewinn bekommt, hat eine reale Erhöhung erhalten. Wer für 100 % auf fünfzehn Voraussagen geht,

hat eine Kombination gebaut, deren Eintrittswahrscheinlichkeit der Buchmacher bereits eingepreist

hat.

Was bleibt, sind zwei nüchterne Empfehlungen. Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, findet bei

Sporttip ein Angebot mit tiefen Mindesteinsätzen, klaren Limiten und einer Cash-Out-Logik, die

keine halben Sachen macht. Wer in der Westschweiz wohnt, findet bei Jouez Sport dieselbe Bewilligung

und ein anderes Haus. Wer in einem der übrigen Kantone wohnt, hat keine der beiden Optionen – und

sollte das als Tatsache hinnehmen, statt in eine Domain auszuweichen, deren Bedingungen niemand

prüft.

Zum Schluss die Zahl, die alles andere überdauert. Bei einer angenommenen Marge von 5 % kostet ein

Umsatz von CHF 500 im Durchschnitt CHF 25, unabhängig davon, wie die Wetten ausgehen. Ein Bonus, der

weniger wert ist, ist ein Zuschuss zum eigenen Einsatz. Ein Bonus, der mehr wert ist, ist eine

Ausnahme – und Ausnahmen stehen nicht in der Anzeige, sondern im Bedingungswerk.

Inhalt erstellt vom Team «gratistippsch.com»