Goliath wetten 2026: 247 Einzelwetten, Rückzahlung ab zwei Treffern

Updated Oktober 2026
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Kommen wir gleich zur Sache: Wer zum ersten Mal von einer Goliath-Wette hört, stellt sich meistens so etwas wie eine besonders grosszügige Kombiwette vor. Das ist falsch. Der Goliath ist eine Systemwette auf acht Auswahlen, und diese acht Auswahlen werden nicht zu einer einzigen Wette verbunden, sondern zu 247 einzelnen Wetten: 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und eine Achterkombination. Keine einzige Einzelwette ist darunter. In der Schweiz ist diese Wettform nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern überhaupt zulässig, und der Unterschied zwischen einem Schweizer Anbieter und einem ausländischen ist in diesem Punkt grösser als in fast jedem anderen Bereich des Sportwettens.

Acht gleiche Holzfiguren stehen in einem Kreis auf einem hellen Tisch im Seitenlicht.
Der Goliath ist eine Systemwette auf 8 Auswahlen mit insgesamt 247 Einzelwetten: 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und 1 Achterkombination.

Stand: 29. Oktober 2026. Die Angaben zu Bewilligungen, Limiten und Konditionen wurden gegen die veröffentlichten Spielregeln der beiden konzessionierten Anbieter sowie gegen die Angaben der zuständigen Aufsichtsbehörde geprüft.

Was eine Goliath-Wette ist: 247 Wetten aus acht Voraussagen

Die Mechanik lässt sich in einem Satz erklären: Bei einer Full-Cover-Wette werden aus einer bestimmten Anzahl von Auswahlen alle möglichen Mehrfachwetten gebildet, und keine einzige davon ist eine Einzelwette. Beim Goliath mit acht Voraussagen heisst das: Es gibt 28 verschiedene Arten, zwei aus acht auszuwählen, also 28 Doppelwetten. Bei den Dreiern sind es 56, bei den Vierern 70, bei den Fünfern wieder 56, bei den Sechsern 28, bei den Siebenern acht, und ganz oben steht die eine Kombination aller acht Voraussagen zusammen. Addiert man das, landet man bei 247. Das ist keine Marketingzahl. Es ist die Summe über alle Teilmengen von mindestens zwei Elementen.

Die Silhouette eines Stadiondachs vor dem violetten Abendhimmel, dahinter eine Hügelkette.
Bei der Systemwette Goliath mit 8 Auswahlen müssen mindestens zwei Auswahlen gewinnen, damit eine Rückzahlung entsteht.

Was in dieser Summe fehlt, ist genauso wichtig wie das, was drinsteht. Es gibt keine Einzelwette auf irgendeine der acht Auswahlen. Der Effekt ist folgender: Selbst wenn genau eine Voraussage aufgeht und sieben danebenliegen, zahlt die Goliath-Wette keinen Rappen zurück. Bei einer Kombiwette mit acht Spielen wäre in diesem Fall ebenfalls nichts zurückgekommen — aber dort gäbe es auch keine zweite Chance. Der Goliath verzeiht eine bestimmte Menge von Fehlern, und nur eine bestimmte Menge. Ab zwei Treffern entsteht eine Rückzahlung, weil dann eine der 28 Doppelwetten vollständig aufgegangen ist. Zwei Treffer sind also die Untergrenze, nicht das Ziel.

Und nun die andere Seite dieses Verzeihens. 247 Einzelwetten auf einem Wettschein bedeuten 247 Einsätze. Wer CHF 1 pro Wette spielt, setzt CHF 247 pro Durchgang ein, nicht CHF 1. Genau hier verabschiedet sich die Vorstellung von der «cleveren Absicherung», die Werbematerial zur Systemwette gern befeuert. Der Goliath ist nicht risikofreier als eine Kombiwette — er ist teurer und er zahlt ungleich häufiger etwas aus. Ob das ein Gewinnbild ist oder eine Falle, entscheidet der Einsatz pro Wette, und der steht in keinem Werbespot.

Wie viele Treffer welchen Anteil des Wettscheins zünden

Die Anzahl der Kombinationen, die man tatsächlich trifft, hängt direkt davon ab, wie viele der acht Voraussagen aufgehen. Bei vier richtigen Voraussagen zündet ein Teil der Wetten, bei sechs ein grösserer, bei acht alle 247. Wer sich das vorstellen will: Es ist kein Stufenmodell, sondern ein Netz. Vier Treffer sind vier Knoten, und aus vier Knoten lässt sich eine ganz bestimmte Menge an Zweier-, Dreier- und Viererverbindungen bilden. Die Zahl der zusätzlichen Linien, die mit dem fünften Treffer dazukommt, ist deutlich grösser als die Zahl, die mit dem zweiten dazukam. Der Goliath belohnt die letzten richtigen Voraussagen also überproportional.

Das führt zu einem Missverständnis, das regelmässig auftaucht: Wer fünf der acht Spiele richtig hat und trotzdem keine Rückzahlung sieht, hat sich nicht verrechnet. Fünf Treffer ohne eine einzige Doppelwette können nur eintreten, wenn die acht Voraussagen gar nicht mehr als acht gewertet wurden — etwa weil mehrere auf demselben Ereignis stehen und eine ungültige Kombination daraus geworden ist. Darauf gehen wir im Abschnitt zur Schweizer Rechtslage ein.

Was eine verschobene Quote für den ganzen Schein bedeutet

Jede der 247 Wetten hat ihre eigene Gesamtquote, und die ergibt sich aus dem Produkt der Einzelquoten ihrer Bestandteile. Steigt die Quote einer einzigen Voraussage von 1.60 auf 1.80, verändert das nicht nur die acht Siebenerwetten, in denen diese Voraussage steckt, sondern jede einzelne Zweier-, Dreier- und Viererverbindung, in der sie vorkommt. Es ist ein Effekt, der sich durch fast zwei Drittel des Wettscheins hindurchfrisst. Ob das ein Argument für den Goliath ist, hängt davon ab, ob man die zusätzliche Quote als Chance oder als Preis für das erhöhte Risiko liest — denn die höhere Quote bedeutet auch, dass die Voraussage eine niedrigere Wahrscheinlichkeit bekommen hat.

Goliath durchrechnen: Was der Einsatz pro Zeile am Ende ergibt

Die eigentliche Rechnung dieser Wettform ist unspektakulär, aber sie entscheidet alles. Weil 247 Wetten auf einem Schein stehen, ist der Gesamteinsatz das 247-fache des Einsatzes pro Wette. Wer CHF 0.50 pro Zeile spielt, setzt CHF 123.50 ein; wer CHF 2 pro Zeile spielt, steht bei CHF 494. Ein Anbieter mit einem Höchsteinsatz für Systemwetten macht daraus eine Obergrenze für den Schein, nicht für die einzelne Linie.

Zur Veranschaulichung, was aus einem Gewinn tatsächlich herauskommt: Nehmen wir drei Voraussagen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 an — keine zitierten Preise, sondern Beispielzahlen, die nur die Mechanik zeigen. Ein CHF 1 auf der Dreierwette aus allen dreien bringt CHF 7.50 brutto zurück, also CHF 6.50 Nettogewinn. Ein CHF 1 auf der Zweierwette aus den Quoten 1.50 und 2.50 bringt CHF 3.75, ein CHF 1 auf der Zweierwette aus 2.00 und 2.50 bringt CHF 5.00. Aus demselben Fundus an Voraussagen entsteht also eine Bandbreite an Rückzahlungen, die bei CHF 3.75 beginnt und bei CHF 7.50 endet, je nachdem, welche der drei Quoten sich in welcher Kombination wiederfinden. Genau diese Bandbreite ist der Grund, warum ein Rechner für eine Systemwette sinnvoller ist als eine Kopfrechnung. Man gibt ein, was man pro Linie einsetzt, und was an Rückzahlung herauskommt, ist immer eine Spanne, nie eine einzelne Zahl — weil niemand vorher weiss, welche Kombinationen am Ende zünden. Und die Annahme dahinter ist, dass jede dieser Wetten überhaupt gewinnt; wer von den dreien nur zwei richtig hat, findet seine Rückzahlung am unteren Rand dieser Spanne.

Dazu kommt die Quotenabrundung. Gewinnbeträge werden zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Auf einem Schein mit 247 Wetten passiert das 247 Mal. Es ist keine grosse Sache, aber es ist eine jener Stellen, an denen die eigene Rechnung und die Abrechnung schon einmal um ein paar Rappen auseinanderliegen.

Warum ein Rechner mehr kann als eine Formel im Kopf

Wer die Rückzahlung eines Goliath von Hand schätzt, rechnet meistens mit dem Gesamteinsatz und der durchschnittlichen Quote. Das führt zu einer Zahl, die nie eintreten wird, weil die tatsächliche Rückzahlung davon abhängt, welche der acht Voraussagen aufgegangen sind — nicht davon, wie hoch die durchschnittliche Quote war. Ein Rechner, der die einzelnen Kombinationen auswirft, zeigt stattdessen ein Feld: so viel bei drei Treffern, so viel bei fünf, so viel bei sieben. Wer sich das einmal angesehen hat, versteht den Goliath besser als nach jeder Erklärung in Prosa.

Goliath-Wetten in der Schweiz: Systemwetwetten bei den beiden bewilligten Veranstaltern

Wer in der Schweiz eine Goliath-Wette platzieren will, hat dafür genau zwei Wege, und beide gehören dem gleichen Typus von Veranstalter. Sportwetten sind hier ein Grossspiel, für das es eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung braucht; die Aufsicht liegt bei der Gespa, nicht bei der Eidgenössischen Spielbankenkommission, die nur die Casinos beaufsichtigt. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher existiert nicht, weil es keine gibt. Wer auf einer Vergleichsseite zehn «Schweizer Anbieter» sieht, sieht zwei konzessionierte Veranstalter und acht ausländische Marken.

Der zweite Punkt, der die Auswahl stärker einschränkt als die Zahl der Anbieter, ist die Wohnsitzregel. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Gebiet des jeweiligen Veranstalters voraus. Bei Swisslos umfasst das die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Für einen Sportwetter in Zürich gibt es damit faktisch einen konzessionierten Online-Anbieter. Für einen in Genf ebenfalls einen, nur einen anderen.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Diese CHF 10’000 sind der Deckel für den gesamten Wettschein, nicht pro Linie, und bei einem Goliath mit seinem 247-fachen Einsatzvolumen ist das die Zahl, die man zuerst prüfen sollte. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Der Höchstgewinn ist ebenfalls gedeckelt, und zwar je Anbieter unterschiedlich. Bei Jouez Sport beträgt er CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen; eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Deckelung ist der Punkt, an dem der Goliath seine eigene Obergrenze erreicht: Acht Treffer mit hohen Quoten können rechnerisch weit über dem liegen, was tatsächlich ausgezahlt wird.

Welche Kombinationen ein Rechner aus acht Quoten bildet

Je nachdem, wie ein Anbieter seine Systemwetten zählt, kann ein Rechner zwei verschiedene Dinge auswerfen. Die eine Ansicht zeigt alle 247 Wetten einzeln mit ihrer jeweiligen Gesamtquote und dem Anteil am Gewinn. Die andere fasst nach Trefferzahl zusammen und zeigt, wie viel der Schein bei vier, fünf oder sechs richtigen Voraussagen zurückbringt. Beide Ansichten sind nützlich, aber sie beantworten unterschiedliche Fragen: Die erste zeigt, wie schief die Gewinnverteilung innerhalb des Scheins ist — die grosse Mehrheit der Linien ist klein und zahlt wenig —, die zweite zeigt, wo die Schwelle liegt, ab der der Schein sich trägt.

Wichtig ist, dass ein Rechner nur die Mathematik macht. Er nimmt nicht ab, ob die acht Voraussagen überhaupt acht verschiedene Ereignisse sind.

Schweizer Rechtslage: Gespa-Liste, Bewilligung und was auf einen Wettschein darf

Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettformen, und nur was auf dieser Liste steht, darf überhaupt angeboten werden. Es ist also keine Liste dessen, was die Veranstalter gerne anbieten würden, sondern eine geschlossene Aufzählung. Praktisch heisst das für den Systemwetter: Die Wettmärkte, aus denen die acht Voraussagen stammen, sind keine freie Auswahl. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenfalls nur dann, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder auf das Podest entscheidet, und auf Trainingsläufe darf gar nicht gewettet werden. Auf der Liste finden sich weder Eckball- noch Kartenmärkte, und eine Esport-Sektion gibt es dort nicht.

Eine verschneite Dorfstrasse mit Kirchturm im Hintergrund, Rauch steigt aus den Kaminen.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10'000 und der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1.

Was ebenfalls nicht erlaubt ist: Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen. Es geht ausschliesslich um Sportereignisse. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat — eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Geldspielgesetz nicht. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist keine Nebensache für Live-Wetter, sondern der Grund, warum eine Live-Wette in einer strittigen Szene nicht zählt.

Eine Kuriosität, die bei Systemwetten tatsächlich relevant wird: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung dürfen bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer acht Voraussagen auf Spiele desselben Wochenendes setzt, sollte also wissen, dass ein Tor in einem Spiel die Quoten im nächsten verändern kann — und dass die Regeln dagegen eine eigene Funktion vorsehen.

Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — entfaltet hier keine Wirkung. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar, bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz und keine Fairplay-Kontrolle. Das ist der Grund, warum bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung nicht nur das Kleingedruckte fehlt, sondern die ganze Rückseite.

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre blockieren; die Liste umfasste Ende 2025 671 Domains. Die Behörde nennt in diesem Zusammenhang Domain-Hopping als Praxis und führt Marken wie Interwetten, Bet-at-Home und bet365 auf. Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt. Wer also glaubt, die Erreichbarkeit einer Seite sei ein Qualitätsmerkmal, verwechselt eine Sperre mit einer Auszeichnung.

Was auf dem Wettschein nicht stehen darf

Ein weiterer Punkt der Schweizer Rechtslage, der gerade bei Systemwetten mit vielen Linien auffällt: Wetten auf Ereignisse, an denen der Wettende selbst als Wettkämpfer teilnimmt, sind ihm verwehrt. Wer an einem Wettkampf teilnimmt, darf nicht auf dieses Ereignis wetten. Bei einem Goliath mit acht Voraussagen aus einer einzigen Liga ist die Versuchung, ein Spiel des eigenen Vereins einzubauen, grösser als bei einer einzelnen Wette — die Regel ist dieselbe.

Online braucht es für die Registrierung bei Swisslos mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Bei Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Und hier ist eine Zahl, die man sich merken sollte: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 % der 200 Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Verkaufsschalter als sichereren Ort für eine Sportwette betrachtet, irrt.

Wie das Steuerbild bei einem Goliath-Gewinn aussieht

Gewinne aus Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Auf Bundesebene liegt dieser Freibetrag ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb gilt: je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Ein typischer Wetter gewinnt weit unter dieser Grenze, zahlt also weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.

Anders sieht es bei einem ausländischen Anbieter aus. Dessen Gewinne unterliegen zwar nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer die höheren Quoten einer Marke ohne Schweizer Bewilligung mitnimmt, tauscht also eine steuerfreie Rückzahlung gegen eine potenziell steuerbare. Das ist ein Rechenposten, der in keinem Quotenvergleich auftaucht. Für die eigene Situation hilft nur der Gang zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung.

Was für Wetten werben darf und was nicht

Werbung darf nicht aufdringlich, nicht irreführend und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft. Dieser Rahmen erklärt, warum ein Vergleich zwischen bewilligten und nicht bewilligten Marken hier keine Werbung sein darf, sondern eine Beschreibung bleiben muss.

Gratisspielguthaben und Gratiswetten brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte die Behörde 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bonuskonditionen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine Sperrstunde für Werbung, wie sie in manchen Ländern zu bestimmten Uhrzeiten gilt, existiert in der Schweiz nicht. Wer eine Werbebotschaft mit einem «Risikofrei»-Anstrich sieht, sollte also auf die Bedingungen schauen — nicht auf die Anzeige.

Spielerschutz bei Systemwetten: Limiten, die man vorher setzt

Der Goliath hat ein eingebautes Problem, und kein Anbieter wird es in der Produktbeschreibung erwähnen: Der Gesamteinsatz wächst mit der Zahl der Einzelwetten, und die Zahl der Einzelwetten ist bei dieser Wettform besonders hoch. Aus einer Voraussage werden keine zwei Franken, sondern 247 Linien. Wer den Limitenrahmen seines Kontos nicht kennt, merkt den Unterschied erst an der Abrechnung.

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zur Einordnung: Nach den Vorgaben des Geldspielgesetzes muss der Veranstalter einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen; die gesetzliche Erhöhungsfrist beträgt 24 Stunden, Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Diese 72 Stunden sind also keine gesetzliche Zahl, sondern die strengere Praxis der beiden Veranstalter — und sie sind der Grund, warum man eine Verlustlimite lieber vor dem ersten Goliath-Versuch nach oben korrigieren sollte als danach. Zusätzlich ist bei Swisslos eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Einen staatlich festgelegten Einzahlungsdeckel gibt es in der Schweiz nicht.

Die Spielsperre ist der zweite Mechanismus. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich also sperrt, sperrt sich breiter, als er vielleicht erwartet. Nach den gesetzlichen Vorgaben muss eine befristete Selbstsperre bis zu sechs Monaten angeboten werden, und eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, wobei eine Fachstelle einbezogen wird. Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Was die Spielsperre für einen Systemwetter praktisch bedeutet: Sie ist nicht rückholbar, und sie trifft das Konto, nicht nur das Produkt. Wer einen Goliath-Schein mit hohem Einsatz plant und dabei schon an den nächsten denkt, hat genau die Situation vor sich, für die die Verlustlimite gedacht ist. Sie ist der einzige Punkt im Ablauf, an dem noch niemand etwas von ihm will — kein Quotenboost, kein Bonus, kein Verkaufsgespräch. Die Limite vor dem ersten Wettschein zu setzen, ist der billigste Rat dieses Textes.

Einzahlungen und Auszahlungen im bewilligten System

Gewinne und Guthaben werden bei einem konzessionierten Schweizer Veranstalter nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt; anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht, und eine Kreditvergabe an Spielende ist verboten. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben auf dem Wallet über eine Online-Zahlungsmöglichkeit oder per Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Wer über einem solchen Guthaben einen Goliath mit 247 Linien spielt, spielt gegen einen Rahmen, den er nicht verändert hat.

Ein Hinweis, der in vielen Vergleichen falsch steht: Die Schweiz kennt kein Instrument, mit dem Banken oder Kartensysteme Zahlungen an nicht bewilligte Wettseiten blockieren. Was es gibt, ist die Sperrliste der Gespa gegen die Domains — nicht gegen die Zahlungen.

Vergleich der Anbieter: Zulassung, Limiten und was den Ausschlag gibt

Die entscheidende Frage bei diesem Vergleich ist nicht, welche Marke die höchste Quote auf ein Fussballspiel bietet. Es ist die Frage, welcher Weg überhaupt offen ist. Zwei Marken in der folgenden Übersicht dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, acht dürfen es nicht.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung Tobique (Kanada), ohne Wirkung in der Schweiz
1xBet ohne Schweizer Bewilligung keine feststellbare Bewilligung
22Bet ohne Schweizer Bewilligung keine feststellbare Bewilligung
myBet ohne Schweizer Bewilligung keine feststellbare Bewilligung
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung keine feststellbare Bewilligung
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung keine feststellbare Bewilligung
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung keine feststellbare Bewilligung
Rabona ohne Schweizer Bewilligung keine feststellbare Bewilligung

Eine eigene Spalte für Höchsteinsätze fehlt hier bewusst: Für die acht Marken ohne Schweizer Bewilligung wäre sie in sechs von zehn Zellen leer geblieben. Was die Übersicht dagegen zeigt, ist die eigentliche Spreizung. Zwei Einträge tragen eine Bewilligung, die vor der Gespa und vor einem Schweizer Gericht Bestand hat, acht tragen keine. Bei X3Bet ist die gemeldete Bewilligung eine kanadische, und eine Bewilligung aus Kanada gilt in Zürich so viel wie eine aus Curaçao.

Was das für den Systemwetter heisst: Eine hohe Quote auf den einzelnen Kombiwetten eines Goliath nützt wenig, wenn im Streitfall niemand zuständig ist. Gewinnbeträge, Auszahlungsfristen, Beschwerdewege, Verlustlimiten und Spielsperre existieren nur auf der bewilligten Seite.

Die Anbieter im Einzelnen

Der folgende Abschnitt beschreibt die zehn Marken einzeln, geordnet nach dem Bewilligungsstatus und nicht nach Attraktivität. Die beiden ersten dürfen Schweizer Sportwetten veranstalten. Die acht übrigen sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung; sie werden beschrieben, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen — nicht, weil sie in der Schweiz erlaubt wären.

Swisslos Sporttip: die Systemwette im bewilligten Sportwettenangebot

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; das Sportwettenangebot läuft unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, mit der Gespa als Aufsicht. Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnhaft oder gewöhnlich aufhältig sind.

Beim Einsatz gibt es eine klare Staffelung: Mindestens CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, höchstens CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette, und CHF 10’000 für eine Systemwette. Der Spielraum ist also vorhanden — bei CHF 10’000 Höchsteinsatz und 247 Linien liegt die Obergrenze für einen einzelnen Goliath-Schein bei einem Bruchteil davon. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird schlicht nicht angenommen.

Bei den Funktionen gibt es zwei, die direkt auf Systemwetten einzahlen. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von jeweils mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Für einen Goliath ist das die interessanteste Grösse im ganzen Angebot, denn acht Voraussagen können bereits die ersten Stufen erreichen, wenn ihre Quoten hoch genug sind. Quotenboosts dagegen gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, und Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer einen Goliath mit Cash-Out-Absicht spielt, sollte das wissen, bevor er eine erhöhte Quote einplant.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Bei einem Systemwettenschein mit 247 Linien ist ein vollständiges Cash-Out dann besonders grob: Man gibt den ganzen Schein zurück, nicht die Hälfte.

Bei der Wettabwicklung sind zwei Regeln wichtig. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Auf einem Systemwettenschein heisst Quote 1.00 für eine Voraussage, dass die davon abhängigen Kombinationen weiterleben, aber ohne jeden Beitrag dieser Voraussage. Nicht geltend gemachte Gewinne verfallen 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung; eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief erfolgen. Diese Fristen sind knapp, und bei einem Schein mit vielen Linien steigen die Anlässe, sie zu brauchen.

Fazit: Wer in einem der deutschsprachigen Kantone, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, bekommt hier einen im Schweizer Recht verankerten Systemwettenschein mit dem höchsten Höchsteinsatz für Systemwetten unter allen in diesem Vergleich genannten Wegen — und mit einem Verlustlimitenregime, das 72 Stunden zwischen den Entschluss und die Erhöhung legt.

Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Schutz, engere Einsatzkorridore

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14 in Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungsstruktur entspricht der von Sporttip: eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter der Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto steht wiederum nur Personen offen, die im Gebiet der sechs Kantone wohnhaft sind.

Bei den Einsätzen ist die Spanne enger. Online liegt der Mindesteinsatz bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Sieht man sich das gegen einen Goliath an, wird die Sache ungemütlich: Der Deckel für einen Multiple-Schein liegt bei CHF 7’500 Gesamteinsatz, und daraus folgt ein Höchsteinsatz pro Linie von rund CHF 30 bei 247 Linien — deutlich unter dem, was die CHF 500 pro Kombiwette nahelegen. Der Schein läuft einem schneller an die Obergrenze, als die Zahl suggeriert.

Beim Gewinn gibt es ebenfalls Deckel, und sie sind grosszügiger als die Einsatzdeckel. Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Untergrenze von 1.10 ist unbedeutend, die Obergrenze von 100’000 dagegen weniger: Eine Achterkombination aus acht Voraussagen mit je einer Quote von 3.60 landete rechnerisch darüber, und damit wäre die Kombination nicht spielbar. Bei einem Goliath ist das ein theoretischer Fall, aber es ist der Fall, für den man diese Wettform wählt.

Fazit: Die Westschweizer Variante bietet denselben gesetzlichen Schutz, aber wer Systemwetten mit einem höheren Einsatz pro Linie plant, stösst hier früher an eine Wand als beim deutschschweizer Pendant — der Deckel beim Gesamteinsatz eines Multiples ist die Zahl, die den Plan bestimmt.

X3Bet: eine gemeldete Bewilligung aus Kanada, die in der Schweiz nichts bewirkt

X3Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Als Bewilligung wird in Drittquellen eine kanadische genannt, und eine solche entfaltet in der Schweiz nach Art. 4 BGS keine Wirkung. Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS-Sperre blockiert werden. Eine Schweizer Bewilligung fehlt, und damit fehlt auch jede Schweizer Verlustlimite, jede Spielsperre mit Wirkung über eine Marke hinaus und jeder Einspruchsweg nach Schweizer Regeln.

Was sich über das Wettangebot der Marke sagen lässt: Es steht nichts davon in den Bedingungen eines Schweizer Veranstalters, und der Betreiber unterliegt keiner Schweizer Prüfung von Quoten, Wettmärkten oder Auszahlungsfristen. Für einen Systemwetter heisst das vor allem, dass ein Goliath-Schein mit 247 Linien auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung keinem Schweizer Höchsteinsatz unterliegt — und damit auch keiner Schwelle, an der jemand prüft, ob der Schein überhaupt sinnvoll platziert ist.

Fazit: Die kanadische Bewilligung ist auf einem Schweizer Wettschein eine Zeile ohne Rechtsfolge; das Einzige, was hierzulande greift, ist die Sperrliste der Gespa, und die sperrt die Seite, nicht das Angebot.

1xBet: eine grosse internationale Marke, die hier anders bewertet wird als dort

1xBet besitzt keine Schweizer Konzession; eine Lizenz, die hierzulande Gültigkeit hätte, gibt es nicht. Wie bei allen nicht zugelassenen Anbietern fehlen eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, ein Schweizer Rechtsweg sowie Verlustlimiten. Die Domains des Anbieters können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden. Schweizer Anbieter dürfen für diese Marke nicht werben, und die übrigen Einträge dieser Aufstellung sind nicht als Empfehlung zu verstehen.

Für einen Goliath-Spieler ist die interessante Frage nicht die Zahl der Wettmärkte, sondern was mit einem Schein über 247 Linien bei einem Streit passiert. Bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung gibt es keinen Schweizer Beschwerdeweg, keine Sperrliste als Schutz — sie richtet sich gegen die Marke — und keine Verlustlimite mit registerübergreifender Wirkung. Was bleibt, ist das interne Regelwerk des Anbieters.

Fazit: Eine hohe Sichtbarkeit auf dem internationalen Markt ist keine Zulassung; nach Schweizer Massstab ist und bleibt es eine Marke ohne Bewilligung, und die 247 Linien eines Goliath sind hier eine Grösse, die der Anbieter selbst definiert.

22Bet: bekannte Plattform, gleiche Ausgangslage wie die übrigen Marken ohne Bewilligung

22Bet ist ein Anbieter ohne Konzession in der Schweiz; eine bewilligte Zulassung lässt sich nicht verifizieren. Es existieren weder ein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, noch ein Schweizer Rechtsschutz oder hiesige Limitenregeln. Eine mögliche Aufnahme in die DNS-Sperrliste der Gespa ist jederzeit denkbar. Für die Platzierung eines Goliath-Systems ist hier allein das interne Regelwerk des Betreibers massgeblich.

Wer von einem bewilligten Anbieter kommt, merkt den Unterschied am ehesten an zwei Stellen. Erstens fehlt eine Verlustlimite, die den eigenen Entschluss von einem Impuls trennt. Zweitens fehlt eine Spielsperre, die über die Marke hinaus wirkt. Bei einem Goliath ist beides relevanter als bei einer einzelnen Wette, weil der Gesamteinsatz hier ein Vielfaches des Einsatzes pro Linie ist.

Fazit: Der Name ist etabliert, der Status nicht — und der Status ist bei dieser Wettform die ganze Frage, weil er entscheidet, wer eingreifen kann, wenn 247 Linien nicht so laufen wie gedacht.

myBet: eine Marke ohne Schweizer Bewilligung und ohne Schweizer Rückweg

myBet ist ein internationaler Anbieter ohne Schweizer Lizenz; eine staatliche Anerkennung ist nicht belegbar. Wie bei vergleichbaren unbewilligten Diensten in dieser Liste gilt: Es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz sowie keine hiesige Limitenpraxis. Die Web-Adressen des Anbieters können behördlich blockiert werden.

Für einen Systemwetter heisst das konkret, dass die Höchsteinsatzgrenze eines Goliath-Scheins eine Angabe des Anbieters ist und nichts, was sich an Schweizer Regeln prüfen liesse. Auch die Frage, ob eine Voraussage bei einem abgesagten Spiel mit Quote 1.00 in den Schein zurückfliesst oder ob der ganze Schein storniert wird, entscheidet hier das Hausrecht. Bei 247 Linien ist das keine Randfrage, sondern die Frage, wie der Schein sich auflöst.

Fazit: Für einen Spieler, der einen einzelnen Freizeitschein ohne Schweizer Rückweg akzeptiert, ist die Marke eine Option — für einen, der seine Limiten und seine Sperre an einer Stelle verwaltet wissen will, gibt es hier nichts, woran das hängt.

HornetBet: eine Marke ohne Bewilligung, aber mit bekannter Blockierpraxis

HornetBet operiert ohne Schweizer Bewilligung; eine Zulassung mit Wirkung in der Schweiz existiert nicht. Es gilt das für unbewilligte Anbieter übliche Bild: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Limitenvorgabe. Eine mögliche Aufnahme in die Sperrliste der Gespa inklusive DNS-Blockade ist zu beachten.

Bei Marken dieses Typs fällt auf, dass die Erreichbarkeit selbst zur Variable wird. Wird eine Domain blockiert, wandert die Marke binnen Stunden auf eine neue Adresse. Wer einen Wettschein mit 247 Linien platziert hat und die Domain wechselt, verliert nicht den Schein, wohl aber den vertrauten Zugang. Für einen Systemwetter ist das die unangenehmste Form von Bewegung: Der Schein braucht Zeit, bis er sich auflöst, und in dieser Zeit sollte der Zugang stabil sein.

Fazit: Die Marke steht für das Modell, in dem der Zugang selbst ein Risiko ist; wer einen zeitlich gestreckten Systemwettenschein braucht, ist hier auf der falschen Seite der Sperrliste.

WirWetten: deutschsprachige Anmutung, unverändert ohne Schweizer Bewilligung

WirWetten ist ein Anbieter ohne Schweizer Konzession; eine bewilligte Zulassung mit Wirkung in der Schweiz lässt sich nicht verifizieren. Trotz der deutschsprachigen Benutzeroberfläche existieren kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz sowie keine Limitenregelung. Die Web-Adressen des Anbieters können auf die Sperrliste gesetzt werden.

Bei einem Namen, der sprachlich wie ein Schweizer Produkt klingt, ist die Versuchung gross, den Bewilligungsstatus zu überlesen. Genau das ist der Punkt, an dem die Werbebeschränkung greift: Für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel darf nicht geworben werden. Ein deutschsprachiger Auftritt ist kein Bewilligungsnachweis, und die zwei konzessionierten Veranstalter sind Swisslos und die Loterie Romande — mehr gibt es nicht.

Fazit: Die Sprache stimmt, der Status nicht; wer einen Schweizer Wettschein mit Schweizer Regeln will, findet ihn bei dieser Marke nicht, unabhängig davon, wie vertraut die Seite klingt.

Boomerang Bet: kein Schweizer Weg, aber ein bekannter Name im Vergleich

Boomerang Bet operiert ohne Schweizer Bewilligung; eine staatliche Lizenz mit Wirkung in der Schweiz ist nicht feststellbar. Es gelten hier die Bedingungen für alle unbewilligten Anbieter dieser Übersicht: keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Beschwerdeweg, keine hiesige Verlustlimite. Die Web-Adressen können per DNS gesperrt werden.

Wer das Wettangebot einer solchen Marke mit dem bewilligten vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Dinge. Auf der einen Seite steht ein geschlossener Katalog zugelassener Sportarten, Wettbewerbe und Wettformen, der auf einer Liste der Gespa steht, samt der Konsequenz, dass es dort keine Eckball- und keine Kartenmärkte und keine Esport-Sektion gibt. Auf der anderen Seite steht ein Katalog, den der Anbieter selbst definiert. Für einen Goliath zählt das insofern, als die acht Voraussagen aus Märkten stammen müssen, die es überhaupt gibt.

Fazit: Der Vergleich lohnt sich nur als Kontrast, nicht als Alternative — die eine Seite ist reguliert und begrenzt, die andere ist frei und ungeschützt, und der Goliath fällt auf beiden Seiten unterschiedlich aus.

Rabona: eine weitere Marke ohne Schweizer Bewilligung

Rabona besitzt keine Schweizer Zulassung; eine Lizenz mit Wirkung in der Schweiz ist nicht verifizierbar. Es gilt das gleiche Muster wie bei den übrigen unbewilligten Marken: Es existiert kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz sowie keine Limitenregelung. Eine Aufnahme in die Sperrliste der Gespa ist möglich.

Für einen Systemwetter ist die relevante Frage bei einer solchen Marke jene nach der Gewinnabwicklung. Bei einem Goliath können je nach Ergebnislage viele kleine Teilbeträge auflaufen, und wie die Summe zustande kommt, welche Rundung greift und welche Frist für die Geltendmachung gilt, steht in den Bedingungen des Anbieters — nicht in einem Schweizer Regelwerk. Bei einem konzessionierten Anbieter ist genau dieser Teil bis auf die Rundungsstufe festgelegt.

Fazit: Bei einem Namen ohne Schweizer Bewilligung entscheidet das interne Regelwerk über die Auszahlung eines 247-Linien-Scheins; dass es ein internes Regelwerk ist, ist der eigentliche Befund dieses Eintrags.

Häufige Fragen zum Goliath

Was genau ist eine Goliath-Wette, und wie viele Einzelwetten umfasst sie?

Der Goliath ist eine Systemwette auf acht Auswahlen, die aus 247 Einzelwetten besteht: 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und eine Achterkombination. Einzelwetten sind nicht enthalten — die kleinste Wette auf dem Schein verbindet bereits zwei Voraussagen.

Wie viele Voraussagen müssen aufgehen, damit der Schein etwas zurückzahlt?

Mindestens zwei. Erst dann ist eine der 28 Doppelwetten vollständig und die erste Rückzahlung entsteht. Bei nur einem Treffer zahlt keine der 247 Wetten, weil keine auf eine einzelne Auswahl lautet. Zwei Treffer sind die Untergrenze, nicht das Ziel.

Wie entsteht der Gesamteinsatz eines Goliath, und welche Rolle spielt der Höchsteinsatz für Systemwetten?

Der Gesamteinsatz ist der Einsatz pro Linie mal 247. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, und dieser Deckel gilt für den gesamten Wettschein, nicht pro Linie. Bei Jouez Sport darf ein Wettschein mit Multiples insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Was unterscheidet den Goliath von einer Kombination aus Einzelwetten?

Bei acht Einzelwetten gewinnt jede Voraussage für sich, und der Einsatz verteilt sich auf acht Wetten. Der Goliath setzt dagegen 247 Einzelwetten auf Kombinationen derselben acht Auswahlen: Er verzeiht einzelne Fehler, kostet aber ein Vielfaches, weil jede Kombination mit eigenem Einsatz gezählt wird.

Bietet Sporttip Systemwetten an, und welche Wettarten sind in der Schweiz zugelassen?

Sporttip führt Systemwetten mit einem Höchsteinsatz von CHF 10’000 pro Schein. Welche Sportarten, Wettbewerbe und Wettformen angeboten werden dürfen, bestimmt die Liste der Gespa; sie ist eine geschlossene Aufzählung und enthält etwa keine Eckball- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion.

Wie rechnet man einen Goliath durch, und warum ist die Marge dabei eine Grösse?

Ein Rechner bildet aus den acht Quoten alle Kombinationen und wirft Einsatz und Rückzahlung je Trefferzahl aus. Die eingerechnete Marge steckt in jeder Quote: Sie ist der Teil, den die Auszahlungsquote eines Marktes nicht zurückgibt, und deshalb liegt die Rückzahlung eines Scheins systematisch unter dem, was die Quoten auf den ersten Blick versprechen.

Inhalt erstellt vom Team «gratistippsch.com»